Vor Kitz: Saisonende für Dominik Paris

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Die Hahnenkamm-Woche in Kitzbühel beginnt mit einer Schock-Nachricht von Dominik Paris.

Der Südtiroler hat sich im Super-G-Training am Dienstag in Kirchberg einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Außerdem soll er eine Mikrofraktur des Schienbeinkopfes erlitten haben.

"Der Ski hat beim lockeren Abrutschen gegriffen, das Kreuzband hat die plötzliche Belastung nicht ausgehalten und ist gerissen", wird Paris auf der FIS-Homepage zitiert. "Meine Saison ist damit beendet. Mehr ist nicht zu sagen. In den nächsten Tagen werden wir mit der medizinischen Abteilung besprechen, wie wir weiter vorgehen."

"Das sind Dinge, die niemals passieren sollen. Der Verband wird Paris nach Kräften unterstützen", sagt FISI-Präsident Flavio Roda. Im Vordergrund stehe nun die Rehabilitation, ehe man dem Comeback entgegenblicken werde.

Der 30-Jährige, der von den vergangenen zehn Abfahrten sechs gewonnen hat, galt als einer der großen Favoriten auf den Sieg in Kitzbühel. Paris hat auf der Streif bereits vier Mal gewonnen: 2013, 2017 und 2019 die Abfahrt und 2015 den Super-G.

Italiens Team unter Schock: "Schwer für die ganze Ski-Welt"

Im italienischen Ski-Team sitzt der Schock tief. "Dieser Sport ist wunderschön, aber manchmal ist er auch traurig", sagt Sportdirektor Max Rinaldi nach dem Team Captains Meeting am Abend in Kitzbühe. "Für uns wird es jetzt schwierig, wir müssen auf Restart drücken. Wir haben noch ein paar Junge, aber ohne Dominik wird es am Hahnenkamm schwierig. Für alle, für uns, für das Publikum, für die ganze Ski-Welt."

Dass sich das Kraftpaket Paris mal verletzten könnte, hat auch Rinaldi fast nicht für möglich gehalten. "Ich habe auch gedacht, er ist so stark, dass das niemals passieren wird. Die Muskeln und der Körper sind so stark. Aber leider ist es trotzdem passiert."

Waldner: "Ein ganz banaler Sturz"

FIS-Chef-Renndirektor Markus Waldner schildert den Unfallhergang, von dem ihm Trainer Raimund Plancker berichtet hatte. Es sei ein ganz blöder Sturz nach einem Innenskifehler gewesen. "Er ist am Innenski weggerutscht. Er wäre in die Fangzäune, er sah die Zäune kommen und wollte nicht rein, um sich nicht zu verletzen. Er wollte nochmals aufstehen und dort hat es ihm den Ski ganz blöd gefangen."

Im ersten Moment habe Paris gedacht, dass es nicht so schlimm sei, erzählt Waldner. "Aber er ist auch nur ein Mensch wie jeder andere. Es ist wirklich saublöd hergegangen, es war ein ganz banaler Sturz, der sehr schlecht ausgegangen ist. Natürlich fehlt er uns. Das ist enorm schade."

Es sei niemals der richtige Zeitpunkt, sich zu verletzen. "Aber jetzt gerade ... Er war in Super-Form, der spannende Zweikampf mit Beat Feuz, und das ist hier seine Strecke gewesen. Er fehlt uns, eindeutig. Das war sicherlich der komplett falsche Zeitpunkt, sich zu verletzen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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