Setzt Mayer seine Gegner in Kitz schachmatt?

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Schnelle Reaktionsfähigkeit, Selbstkontrolle, Konzentration, Ausdauer, Entscheidungskraft - diese Fähigkeiten zeichnen einen guten Schachspieler aus.

Was das mit Matthias Mayer zu tun hat? Wenn der Kärntner sich nicht gerade die Abfahrtspisten dieser Welt hinunter schmeißt, ist er immer wieder gerne für eine Partie Schach zu haben. Als Beschäftigung nach dem Training und Ausgleich zum Skifahren und manchmal auch als Ablenkung. Wie zum Beispiel in Kitzbühel.

Bei den Heimrennen am Hahnenkamm ist der Rummel um Mayer und seine ÖSV-Teamkollegen besonders groß. Vor allem, wenn man wie Mayer in Kitzbühel schon einmal gewonnen hat. 2017 triumphierte der Doppel-Olympiasieger im Super-G, drei weitere Male stand er in der Gamsstadt bereits am Podest.

Auch in diesem Jahr zählt Mayer im Super-G und auch in der Abfahrt zu den Favoriten. Aber kann der 29-Jährige seine Konkurrenten auf der Streif schachmatt setzen?

Mayer: "Ab Kitzbühel geht es um die Kugel"

Schnelle Reaktionsfähigkeit, Selbstkontrolle, Konzentration, Ausdauer und Entscheidungskraft sind am Hahnenkamm sicher nicht von Nachteil. Vor allem im Super-G, wo es bekanntlich nur eine Besichtigung und kein Training gibt.

Eine Disziplin, die Mayer besonders liegt. In dieser Saison gelang ihm in Lake Louise bereits ein Sieg, in Beaver Creek folgte Platz drei.

"Im Super-G hat es bis jetzt sehr gut gepasst, aber es ist sicherlich noch einiges möglich", sieht Mayer noch Luft nach oben. Der bislang letzte Super-G in Gröden Mitte Dezember war mit Rang elf wenig zufriedenstellend.

Nach einer einmonatigen Pause ist Kitzbühel der einzige Super-G im Jänner, danach folgen mit Yanqing (CHN), Hinterstoder, Kvitfjell (NOR) und dem finalen Rennen in Cortina noch vier.

"Kitzbühel ist ein wichtiges Rennen, ab dann geht es um die Kugel", meint Mayer. Der Kärntner liegt im Super-G-Weltcup aktuell auf Rang zwei, zwölf Punkte hinter Vincent Kriechmayr.

Mayer schreibt Abfahrts-Kugel ab

Während im Super-G-Weltcup noch alle Siegchancen intakt sind, braucht Mayer im Abfahrts-Weltcup wohl einen besonders klugen Schachzug, um doch noch mitmischen zu können. Als Vierter fehlen ihm vor Kitzbühel ganze 200 Punkte auf Leader Beat Feuz.

"Ich bin punktemäßig zu weit weg und Beat Feuz ist in einer unglaublichen Form. Das wird er sicherlich nicht mehr hergeben", hat Mayer die Abfahrtskugel schon abgeschrieben.

Bis auf einen Ausreißer, Rang 31 in Beaver Creek, war der Kärntner in den übrigen vier Saisonabfahrten nie schlechter als Fünfter. "Die Abfahrt in Beaver Creek und der Super-G in Gröden sind für mich persönlich nicht nach Wunsch gelaufen. Der Rest war wirklich super, damit kann ich sehr zufrieden sein."

Mayer stellt aber klar: "Wenn man Vierter oder Fünfter wird, geht immer ein kleines bisschen mehr."

Mayer scherzt über Schach-Gegner

In dieser Saison hätten oft nur wenige Hundertstel auf einen Podestplatz gefehlt. "Das ist ärgerlich, aber man weiß auf der anderen Seite, dass man gut dabei ist. Trotzdem muss man die Leistung jedes mal wieder bringen. Darauf ausruhen darf man sich nicht."

Die Gegner sind eben nicht zu unterschätzen, das gilt für das Skifahren genauso wie für das Schachspielen.

Wobei Mayer in Bezug auf seine Herausforderer im Schach mit einem Lachen meint: "Es gibt wenige ebenbürtige im österreichischen Team. Irgendwo da draußen wird es schon ein paar geben…"

Die besten Bilder vom ersten Training auf der Streif:

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Textquelle: © LAOLA1.at

"Gewaltig!" ÖSV-Läufer schwärmen von der Streif in Kitzbühel

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