Reichelt im Kitz-Training Zweiter

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Österreichs Ski-Herren präsentieren sich im 2. Abfahrtstraining auf der Kitzbüheler Streif in guter Form.

Hannes Reichelt landet nur zwei Hundertstel hinter Aleksandar Aamodt Kilde (NOR) auf Rang zwei. Dritter wird Kjetil Jansrud (NOR) mit 14 Hundertstel Rückstand.

Mit Max Franz (5./+0,16) und Romed Baumann (7./+0,42) landen zwei weitere ÖSV-Herren in den Top Ten, Matthias Mayer (+0,93) wird Zwölfter.

Otmar Striedinger steht trotz Nasenbeinbruch nach seinem Sturz am Mittwoch am Start und wird 35.

Steven Nyman, Schnellster im ersten Training, stürzt, bleibt aber unverletzt. Auch seinen US-Landsmann Andrew Weibrecht wirft die Streif unsanft ab.

"Da fliegen einem die Ski um die Ohren"

"Eigentlich war ich überrascht von meiner Zeit. Ich habe den oberen Teil nicht so erwischt, bei der Ausfahrt vom Steilhang hab ich die Linie verloren. Die Kombination aus unruhiger Piste und eisigen Bedingungen macht es so schwer", sagt Reichelt nach seiner Fahrt. "Man ist froh, wenn man unten ist. Im oberen Teil fliegen einem die Ski um die Ohren. Es ist ein Kampf von oben weg."

Auch Kilde spricht die herausfordernden Verhältnisse auf der Streif an. "Oben ist es brutal eisig, das hat mich überrascht. Unten war es sehr gut", sagt Kilde nach seiner Bestzeit. "Ich werde im Rennen Vollgas geben, ich mag es, wenn es eisig ist. Es macht soviel Spaß hier zu fahren. Ich habe ein gutes Gefühl."

Gröden-Sieger Max Franz kann sich nach Rang 15 im ersten Training verbessern. "Mit der Zeit bin ich zufrieden, das letzte Stück ist mir nicht so aufgegangen, wie erhofft. Man darf von oben bis unten aber nicht locker lassen", sagt der Kärntner.

"Es zählt jeder Zentimter"

Matthias Mayer hadert nach einer nicht fehlerfreien Fahrt. "Es ist schwieriger als gestern. Meine Fahrt oben war nicht optimal, ich bin nicht ganz zufrieden", so Mayer. "Die ersten Sechs liegen extrem knapp beieinander. Solche engen Zeitabstände hatten wir aber schon die ganze Saison. Es zählt einfach jedes Tor, jeder Zentimeter."

Romed Baumann zeigt sich ähnlich wie Reichelt überrascht von seiner Zeit. "Ich habe es im Ziel selbst nicht glauben können. Oben ist es fordernd, beim Hausberg kann man direkter fahren, weil die Piste dort perfekt ist. Meine Materialumstellung hat sich ausgezahlt", meint der Tiroler.

Otmar Striedinger stürzte sich trotz gebrochener Nase und genähter Oberschenkel-Wunde aus dem Starthaus. "Im Großen und Ganzen habe ich nochmal Glück gehabt. Für mich war es gestern schon klar, dass ich wieder fahren will. Das ist das Highlight des Jahres, da will man dabei sein. Ich war ein bisschen nervös am Start, aber es ist alles gut gegangen. Ich bin zuversichtlich."

Fast an der gleichen Stelle wie Striedinger kommt am Donnerstag Klaus Brandner zu Sturz. Der Deutsche muss mit dem Helikopter abtransportiert werden.

Platz Athlet Nation Zeit
1 KILDE Aleksander Aamodt NOR 1:56.33
2 REICHELT Hannes AUT +0.02
3 JANSRUD Kjetil NOR +0.07
4 GIRAUD MOINE Valentin FRA +0.14
5 FRANZ Max AUT +0.16
6 GUAY Erik CAN +0.26
7 BAUMANN Romed AUT +0.42
8 CASSE Mattia ITA +0,69
9 THEAUX Adrien FRA +0.73
10 CLAREY Johan FRA +0.85
11 FEUZ Beat SUI +0.90
12 MAYER Matthias AUT +0.93
13 FERSTL Josef GER +0.96
14 SEJERSTED Adrian Smiseth NOR +1,03
15 FILL Peter ITA +1.17
16 JANKA Carlo SUI +1.30
22 DANKLMAIER Daniel AUT +1,58
26 WALDER Christian AUT +1,78
28 KRIECHMAYR Vincent AUT +1,84
Textquelle: © LAOLA1.at

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