6 Mal Streif! Hermann Maier gibt Abfahrern Tipps

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Auf die Speed-Herren wartet mit dem zusätzlichen Rennen in Kitzbühel ein Monsterprogramm. Inklusive Trainings müssen sie gleich sechs Mal in Folge die berüchtigte Streif bewältigen.

Ab Dienstag stehen drei Trainingsläufe und danach zwei Abfahrten und ein Super-G auf der legendärsten und für viele auch gefährlichsten Strecke der Welt auf dem Programm.

Für Hermann Maier ist es daher besonders wichtig, nicht den Fokus zu verlieren. "Wenn ich sechs Mal oder öfter wo runterfahre, verliere ich komplett die Lust. Egal, wie schwierig das Ganze ist", rät Maier den Fahrern daher, eventuell das eine oder andere Training auszulassen. "Man muss schauen, den Fokus zu behalten. Ich habe vermutlich deshalb keinen sechsten Super-G (in Kitzbühel, Anm.) gewonnen, weil ich nachdachte, was soll ich anders machen? Und dann fährt man einfach schlecht. Die größte Herausforderung wird also, nichts zu ändern."

Grundsätzlich sei das außergewöhnliche Programm aber zu bewältigen, passe irgendwie zur Zeit. "Was gibt es besseres, als den Höhepunkt gleich zwei Mal zu fahren?" Auch für Michael Walchhofer ist das dichte Kitz-Programm in Anbetracht der Umstände okay. "Ich bin auch schon mal dort Super-G, Abfahrt und Slalom gefahren. Sollte Alexis Pinturault dort gleich alle Rennen fahren, wäre das aber echt was."

Mitleid mit Schweizern

Österreichs ehemalige Ski-Asse bedauern die Absage der Weltcup-Rennen im Wengen und freuen sich mit Kitzbühel über die Austragung nun am Hahnenkamm.

"Zuerst Wengen und dann Kitzbühel, das ist normalerweise das absolute Highlight. Schade also wegen der Absage in der Schweiz", bedauert Maier die Eidgenossen. Walchhofer sieht das ähnlich. "Es ist immer Unglaubliches zu leisten, damit am Lauberhorn eine Strecke rennfertig ist. Die haben dort sicher wieder eine irrsinnigen Aufwand betrieben. Auch wegen Covid. Und dann passiert das", leidet auch der ehemalige Abfahrtsweltmeister mit. "Das ist sehr bitter und tut mir extrem leid für die Verantwortlichen dort. Das OK hat sicher das Möglichste getan."

Der ÖSV findet für seine Weltcuprennen in Österreich eine günstigere Situation vor, weil im Gegensatz zur Schweiz hierzulande derzeit keine touristische Beherbergung erlaubt ist und die (wenigen) Hotels nur für den auf Covid getesteten Weltcup-Tross geöffnet sind. Die dazugehörigen Präventionskonzepte haben zumindest bisher gut funktioniert.

Walchhofer: "Wollen die Latte woanders hinlegen"

Ohne Zuschauer zu fahren, sei natürlich schade. "Mir hat es sehr getaugt, wenn in Kitz schon beim Besichtigen tausende Fans im Ziel waren", so Walchhofer. "Das war genau der Reiz, den ich gebraucht habe, um das Letzte zu geben. Und zu spüren, dass da was Wichtiges ist."

Erfreut registriert hat Walchhofer die jüngsten Erfolge im Weltcup. "Es sitzt sich jetzt leichter da als noch zu Weihnachten. Damals waren wir weit weg von unseren Erwartungen", sagt Walchhofer. "Das Blatt hat sich ein wenig gewendet, es geht in die richtige Richtung", ist der Salzburger angesichts der jüngsten Erfolge ("Der Sieg von Marco Schwarz war genial") zuversichtlich. "Das gibt der ganzen Mannschaft Auftrieb", hofft Walchhofer darauf, dass nun eine ähnliche Dynamik wie zu seiner Zeit entsteht. "Wir wollen die Latte woanders hinlegen, wieder ganz vorne mitfahren. Und zwar beständig und nicht durch einen Glücksritt."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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