"Gewaltig!" ÖSV-Läufer schwärmen von der Streif

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein - Kitzbühel präsentiert sich zum Auftakt der Hahnenkamm-Woche von der besten Seite.

Ein Großteil der Läufer strahlt nach dem ersten Abfahrts-Training mit der Sonne um die Wette, aus österreichischer Sicht allen voran Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr, die die Plätze sechs und neun belegen (Ergebnis).

Kaum ein Läufer schwärmt nicht von den Bedingungen auf der berühmt berüchtigten Streif, die sich im ersten Training besonders gut präsentiert.

"Es ist nicht so eisig wie letztes Jahr, eher gleichmäßig hart. Die Piste ist wirklich super beinand - gewaltig", sagt Mayer. "Man muss den Hut ziehen vor dem Pistenchef, super gemacht!"

Die besten Bilder vom ersten Training auf der Streif:

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Mayer hatte "viel Spaß"

Der Kärntner, der in Kitzbühel 2017 den Super-G gewann und drei weitere Male am Hahenkamm am Podest stand, hatte laut eigenen Aussagen schon bei der Besichtigung am Morgen einen Grinser im Gesicht. "Bei dem Wetter und der Piste und noch dazu in Österreich."

Die erste Trainingsfahrt hat ihm "sehr viel Spaß gemacht", sagt Mayer. Keine Selbstverständlichkeit auf der Streif, die oftmals ihre Zähne zeigt.

"Es war eine ordentliche Fahrt", ist Mayer zufrieden. Dem ersten Training will aber nicht zu viel Bedeutung beimessen und verweist dabei etwa auf Beat Feuz, der als 33. seine Karten noch nicht aufdeckte. "Feuz schaut wieder, dass er 50. wird, damit er sich aus dem ganzen Geplänkel komplett raushält", lacht Mayer.

Kriechmayr: "Piste ist viel ruhiger"

Vincent Kriechmayr streicht die veränderten Pistenbedingungen im Vergleich zu den letzten Jahren hervor.

"Traumhaftes Wetter, das macht viel mehr Spaß. Und die Piste ist viel ruhiger als in den letzten Jahren und nicht so eisig, herunten ist es sogar ein bisschen frühjahrsmäßig - klar mit den Temperaturen", sagt der Oberösterreicher.

Im Vorjahr sei es wesentlich unruhiger gewesen. Außerdem sind aufgrund der geringeren Schneeauflage mehr natürliche Bodenwellen vorhanden, die es zu bewältigen gilt. "Wenn es da eisig auch noch wäre, wäre es eh am Limit", ist Kriechmayr froh, dass sich die Piste etwas ruhiger präsentiert.

Franz "mit Handbremse"

Bei Max Franz (+2,83) war die Anspannung nach dem Fersenbruch im Vorjahr auf der Streif sehr hoch. Er hat deshalb versucht, auf der Linie zu bleiben.

"Das war mit Handbremse, aber ich habe gesehen, dass es gut geht. Das habe ich heute gebraucht, und wenn ich ehrlich bin, würde ich gleich nochmals fahren, weil ich gesehen habe, dass es geht. Morgen versuche ich, den nächsten Schritt zu machen."

Vom Rücken her passe alles, er hoffe, dass es so weitergehe, auch wenn momentan nichts locker vom Hocker gehe. Wenn die Piste so bleibt, wird man mal ein ganz anderes Kitzbühel haben, meint Franz.

Sprünge am Hausberg noch zu weit

Anders standen die Vorzeichen bei Daniel Danklmaier (+1,89), der voriges Jahrs in der Streif-Abfahrt Fünfter geworden war. "Angenehm ist es am Start nie, da denkst du dir, warum tust du das eigentlich. Aber im Ziel war es wieder eine Genugtuung. Es war angenehmer als im Vorjahr, aber hat auch seine Tücken. Es war geil. Ich komme gern her und fahre gern runter. Du musst eine wilde Sau sein und den Ski gehen lassen."

Die Athleten hatten einen Funkspruch bekommen, dass sie bei der Hausbergkante Tempo rausnehmen sollen. Trotzdem seien die Sprünge weit gegangen. Otmar Striedinger (2,00) bremste sich auch ein. "Ich habe nicht voll durchgezogen. Sie müssen da schon was tun und die Kante am Hausberg abnehmen. Im Renntempo geht der Sprung sicher zu weit."

Er probierte Material und "riskierte nicht Kopf und Kragen". Seine Taktik sei, sich von Tag zu Tag zu steigern und am Renntag den einen Lauf auszupacken.

Textquelle: © LAOLA.at/APA

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