Marco Schwarz will "kleine Fehler abbauen"

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Sein Aufstieg war kometenhaft, sein Speed auf den flachen Passagen eines Slalom-Kurses ist atemberaubend – sein Durchbruch zum Siegläufer soll in dieser Saison gelingen. Marco Schwarz hat sich intensiv wie noch nie auf den Olympia-Winter vorbereitet.

Gold im Riesentorlauf, der Super-Kombination und im Team-Bewerb bei den Olympischen Jugendspielen 2012 in Innsbruck stehen bereits auf der sportlichen Visitenkarte des Kärntners.

Gold im Super-G und Bronze in der Abfahrt bei der Junioren-WM in Jasna 2014 untermauern sein Talent in den Speed-Disziplinen. Den WM-Medaillensatz komplettierte Schwarz mit Silber im Slalom bei den Junioren-Titelkämpfen in Hafjell 2015.

Neben dem Slalom könnte in diesem Winter auch die Kombination, vor allem aber der Riesentorlauf zu einem fixen Standbein des Allround-Talentes werden. Der 22-Jährige aus Radenthein (Motto: "Wer bremst, verliert!") profitiert von der neuerlichen Material-Änderung im "Riesen" und will bereits in Sölden "in die Top 30".

Im Weltcup (Debüt beim Levi-Slalom 2014) stehen beim Läufer des SC Bad Kleinkirchheim bislang erst zwei dritte Plätze im Slalom (Madonna 2015 und Naeba in Japan 2016) zu Buche.

Was er mit Benjamin Raich und Stephan Eberharter gemeinsam hat und auf welchen Kult-Pisten er am liebsten einmal siegen würde, verrät Marco Schwarz im LAOLA1-Interview.

LAOLA1: Wie viele Schnee-Tage hast du vor dem Auftakt in Sölden in den Beinen?

Marco Schwarz: Im Prinzip habe ich ähnlich viel trainiert wie im letzten Jahr. Vielleicht sind es heuer zwei, drei Tage mehr.

LAOLA1: Wie gut war die Vorbereitung in Neuseeland?

Schwarz: Das war mein viertes Camp in Neuseeland. Es ist immer wieder ein Wahnsinn, wenn man dorthin kommt. Das Land ist brutal schön. In der ersten Woche haben wir fast nur Neuschnee gehabt, aber in der zweiten, dritten und vierten Woche haben wir dann echt perfekte Bedingungen für das Training vorgefunden. Die Betreuer haben sich extrem ins Zeug geworfen, haben immer gewässert und geschaut, dass die Pisten in einem weltcupmäßigen Zustand sind. Da habe ich natürlich auch probiert, das Beste herauszuholen.

LAOLA1: Die Stimmung innerhalb der ÖSV-Slalomtruppe dürfte passen, oder bestand die Gefahr eines Lagerkollers?

Wie haben die Ski-Stars eigentlich ihren Sommer verbracht? LAOLA1 hat sich in den sozialen Netzwerken umgesehen und präsentiert die Antwort. (Quelle: Instagram-Seiten der LäuferInnen)

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Starten wir mit Anna Veith.

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Die Salzburgerin verbrachte viel Zeit in der Natur.

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Auch ein kurzer Bade-Ausflug mit Lara Gut durfte nicht fehlen.

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In die Natur trieb es auch Manuel Feller.

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Der Tiroler war wie gewohnt für jeden Spaß zu haben.

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Lindsey Vonn legte Trainingseinheiten mit ihrem Freund ein.

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Und präsentierte sich freizügig.

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Auch im Rennanzug macht die US-Amerikanerin gute Figur.

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Bei Felix Neureuther...

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... drehte sich alles um die Geburt seiner Tochter.

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Doch auch er hielt seine Follower mit Schnappschüssen auf dem Laufenden.

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Eva-Maria Brem gewährte ebenfalls Einblicke in ihr Leben.

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Sei es aus dem Urlaub...

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... oder vom Training.

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Alexis Pinturault traute sich im Sommer und gab seiner langjährigen Freundin das Ja-Wort.

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Ansonsten ließ er die Muskeln spielen.

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Oder war in der Natur unterwegs.

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Federica Brignone geizte ebensowenig mit ihren Reizen.

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Die Italienerin ist in den sozialen Netzwerken äußert aktiv.

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Aktiv war auch Henrik Kristoffersen.

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Seien es Bilder aus dem Urlaub...

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... vom Training...

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... mit seiner Freundin...

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... oder einfach nur beim Chillen.

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Mikaela Shiffrin ließ ihre Fans und Follower mit solchen Schnappschüssen - die sie mit Mathieu Faivre zeigen - rätseln.

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Ansonsten hielten sich beim US-Youngster Training...

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... und Pics aus der Freizeit die Waage.

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Marcel Hirscher schaltete im Sommer bewusst etwas zurück.

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"Im Winter werden die Leute ohnehin mit Informationen zu und von mir überrollt. Irgendwann muss sie das ja auch nerven", begründet er selbst diesen Schritt.

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Ein Bild mit Motocross-Ass Matthias Walkner war aber doch drin.

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Ehe der Knöchelbruch, den Hirscher selbst via Social Media der Welt mitteilte, für einen Paukenschlag sorgte.

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Seither arbeitet der sechsfache Gesamtweltcupsieger einfrig am Comeback.

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Schwarz: Die Stimmung bei uns ist generell sehr gut. Wir sind alle ungefähr im gleichen Alter. In so einem Umfeld trainiert es sich auch leichter. Es ist viel Spaß und Freude dabei und da geht auch richtig viel weiter.

LAOLA1: Arten die Trainingsfahrten zu echten Rennen aus?

Schwarz: Wir kennen uns ziemlich gut und lange. Da wird bei jedem Lauf richtig gepuscht. Wenn da ein Kollege vorne liegt, will man ihn im nächsten Lauf überbieten. Da geht es in jedem Training um die Bestzeit.

LAOLA1: Nach Sölden folgt Levi: Der Slalom in Finnland gehört aber definitiv zu deinen Lieblings-Rennen, warum?

Schwarz: Ich mag Skandinavien und den Hohen Norden. Mir gefällt es in Finnland, Norwegen oder Schweden total gut. Wir trainieren immer wieder in Schweden. Und wenn man dann hinaufkommt nach Levi, dann geht mir das Herz auf, das hat definitiv ein cooles Flair. Da freue ich mich jetzt schon drauf.

LAOLA1: Die Highlights warten auf euch Slalom-Asse im Jänner und Februar mit den Kult-Rennen in Wengen, Kitzbühel und Schladming bzw. bei Olympia. Wie gehst du damit um?

Schwarz: Wichtig sind bereits die ersten Rennen – wie Levi, Val d‘Isere oder Madonna. Ich will vom ersten Slalom weg Gas geben und von da an die Form in den weiteren Winter gut mitnehmen.

LAOLA1: Bist du ein Thema für einen Olympia-Start in der Kombination? Wie viel Speed-Training hast du absolviert?

Schwarz: Zurzeit habe ich noch gar kein Speed-Training in den Beinen. Das ist sich noch nicht ausgegangen. In Neuseeland haben wir zwar die Ski dafür mitgehabt, aber da sind wir nicht zum Üben gekommen, da mit dem Slalom und Riesentorlauf-Training viel zu tun war. Wenn ich die Kombi dazu nehme, dann benötige ich ein seriöses Training, denn sonst brauche ich da gar nicht an den Start gehen. Für mich ist aber zuerst ganz wichtig, dass der Slalom perfekt passt, dass ich da bald um den Sieg mitreden kann. Danach würde ich dann auch die Kombi gerne fahren.

LAOLA1: Du zählst in den flachen Abschnitten zur absoluten Weltklasse, woran gilt es nun hart zu arbeiten?

Schwarz: Ich habe in Neuseeland und bei den Trainings auf den heimischen Gletschern brutal danach getrachtet, dass ich wieder konstant werde. Dass ich jeden Lauf durchkomme, dass ich jeden Lauf gut und konstant schnell fahre und dass ich meine kleinen Fehler Schritt für Schritt abbaue.

LAOLA1: Wie sieht es mit deinem Riesentorlauf-Schwung aus. Kann sich da auch ein weiteres Standbein entwickeln?

Schwarz: Ja, auf alle Fälle. In den technischen Disziplinen will ich vorne mitfahren. Im Riesentorlauf gilt es, sich jetzt einmal für die Top-30 zu qualifizieren und dann werde ich weitersehen.

LAOLA1: Kommt dir die neuerliche Material-Änderung entgegen?

Schwarz: Mir persönlich kommt das sehr entgegen. Ich bin mit den alten Ski nicht richtig ins Fahren gekommen. Ich fühle mich jetzt viel wohler, da ist bei mir schon eine Erleichterung zu spüren. Seit April teste ich die neuen Geräte, da gilt es hart weiterzuarbeiten und das Material voll auszureizen.

LAOLA1: Hast du im Weltcup einen Lieblings-Hang für den "Riesen"?

Schwarz: Die Klassiker wie Alta Badia oder Adelboden sind richtig coole Riesentorlaufhänge. Dort einmal zu gewinnen, wäre schon noch so ein Traum.

LAOLA1: Wie fühlt es sich an, wenn man den Helm bzw. den Helmsponsor wechselt?

Schwarz: Eine Material-Umstellung ist definitiv eine andere Geschichte, aber mit dem blauen Helm in die Saison zu starten, ist für mich eine echte Ehre. Mit dem UNIQA-Helm auf dem Kopf trete ich in große Fußstapfen. Wenn ich da an Benni Raich oder Steff Eberharter oder an meinen Landsmann Mothl Mayer denke, dann macht mich das schon sehr stolz, dass ich da jetzt auch dabeisein darf.

Textquelle: © LAOLA1.at

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