Bitter! Stockbruch kostet Eberhard Medaille

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Schade! Österreich verpasst die erste Medaille bei Olympia 2018 in Pyeongchang durch Julian Eberhard im Biathlon-Sprint der Herren über 10 Kilometer knapp.

Der 31-Jährige verpasst Bronze um 0,7 Sekunden und muss sich dabei über einen Schießfehler und einen Stockbruch ärgern, die das Edelmetall gekostet haben.

Gold geht an Arnd Peiffer (GER), der wie Silber-Sensationsmann Michal Krcmar (CZE/+4,4 Sek.) bei windigen Bedingungen als einziger Läufer der Top-15 fehlerfrei bleibt.

Bronze holt der Südtiroler Dominik Windisch (+7,7 Sek.).

Die Saisondominatoren Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bö schießen sich dagegen überraschend aus dem Medaillenrennen. Der Franzose landet mit drei verfehlten Scheiben auf Rang acht. Der Norweger muss sich nach vier Strafrunden mit Rang 31 zufriedengeben.

Dominik Landertinger wird 25. (1 Fehler/+57,4 Sek.), Simon Eder belegt den 28. Rang (2/+1:03,7 Min.). Tobias Eberhard verpatzt das Liegend-Schießen mit vier Fehlern völlig, wird schließlich mit fünf Fehlern 77. von 87 Gestarteten (+2:45,5 Min.) und verpasst die Qualifikation für die Verfolgung.

Trauer vor allem um Gold

"Ich bin klar gestartet, um den Sieg zu holen. Jetzt fehlen acht Sekunden. Es ist sehr böig, ich habe eine lange Stocklänge, habe den Stock zwischen die Beine bekommen und ihn mit dem eigenen Ski abgebrochen. Das kann bei Windrennen passieren. Ich bin vielleicht 300 Meter ohne Stock gelaufen", kommentiert Julian Eberhard im "ORF"-Interview.

"Das ist bitter, vor allem, wenn man sieht, vor der Abfahrt - 500 Meter vor dem Ziel - war ich klar Zweiter. Wichtig ist, dass ich mich körperlich sehr wohl fühle. Ich habe einen Fehler geschossen, wenn ich den nicht gemacht hätte, wäre es sich auch ausgegangen. Neun Treffer bei dem Wind sind aber eine gute Leistung."


VIDEO - Als es bei Julian Eberhard "Klick" gemacht hat:

(Text wird unterhalb fortgesetzt)


Die Bedingungen seien schwierig, aber in Ordnung gewesen. "Ganz schlüssig wird man da sowieso nicht, weil der Gegenwind auch beim Laufen eine Rolle spielt. Da weiß man nicht, ob das ein Vor- oder Nachteil war."

Eder glaubt an gutes Verfolgungs-Ergebnis

Der nach seinem Bandscheibenoperation noch nicht ganz in alter Stärke angetretene Ex-Massenstartweltmeister Landertinger (ein Fehlschuss) ist nicht unzufrieden. "Ich habe alles raugeholt, was gegangen ist. Läuferisch war es ein bisschen zäh. Das Schießen war gut, ich darf mich nicht beklagen", meint der 2014 im Sprint noch zweitplatzierte Tiroler.

Eder vergibt seine Chancen bereits früh mit zwei verfehlten Scheiben im Liegendanschlag, stehend trifft er dann alle Scheiben. "Am Schluss ist mir leider ein bisschen die Kraft ausgegangen. Ich war gescheit mit dem Rücken zur Wand. Bei mir war es so, dass ich gar keinen Wind gehabt habe. Es ist halbwegs gegangen, und war vertretbar", meint der Massenstart-WM-Bronzemedaillengewinner, der sich in der Verfolgung einen Spitzenplatz zutraut.

"Ich habe schon größere Rückstande gehabt und bin dann noch in die Top fünf gelaufen."

Peiffer ist total entspannt

Tobias Eberhard ist nach insgesamt fünf Fehlschüssen in Verfolgung nur noch Zuschauer. "Ich habe reagiert vor dem Schießen, dann ist der erste Fehler passiert. Dann habe ich noch einen Fehler gemacht, dann habe ich nicht mehr gewusst, wo ich bin. Die Fahnen reagieren ein bisschen träge, da ist es schwierig einzuschätzen. Ich habe gerade gehört, dass der Julian die Bronzemedaille um sieben Zehntel verpasst. Das ist dann auch bitter", sagt der ältere der Eberhard-Brüder.

Goldmedaillengewinner Peiffer darf hingegen die bereits dritte deutsche Goldene bejubeln.

"Ich bin total entspannt jetzt, weil ich mit dieser Medaille in meinem Leben nicht mehr gerechnet hätte. Es war nicht einfach zu schießen. Dass ich mit null durchkomme, freut mich natürlich total. Heute war ich ein bisschen entspannter. Dass es am Ende für ganz oben reicht, hätte ich nicht unbedingt für möglich gehalten", meint der 30-Jährige.

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Ersatz-Programm statt Olympia-Abfahrt! Die besten Bilder vom 2. Olympia-Tag:

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Auch wenn das Bild anderes vermuten lässt: Der Mann mit der Nummer 7 ist der Olympiasieger im Skiathlon.

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Kurz nach dem Start gestürzt liegt Krueger bereits 40 Sekunden zurück - und jubelt am Ende doch noch über Gold.

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Bilder von der Abfahrts-Absage

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