Großschanze: Hayböck fällt im Finale zurück

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Keine Einzel-Medaille für die ÖSV-Adler in Pyeongchang!

Michael Hayböck, der nach dem ersten Durchgang noch auf Platz zwei lag, fällt im zweiten Sprung zurück und belegt am Ende nur Rang sechs.

Gold geht an den Polen Kamil Stoch. Er gewinnt mit 3,4 Punkten Vorsprung auf den Deutschen Andreas Wellinger. Bronze geht an den Norweger Robert Johansson (+10,4).

Hayböck fehlen 7,6 Punkte auf eine Medaille. Stefan Kraft landet auf Platz 18, Clemens Aigner und Manuel Fettner hatten sich als 31. und 32. nach dem ersten Durchgang nicht für einen zweiten Sprung qualifiziert.

Für Stoch war es nach dem Doppel-Erfolg von Sotchi der dritte Olympiasieg.

Hayböck freut sich über bestes Ergebnis

Das Team von ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin hat mit dem Teambewerb am Montag nur noch eine Möglichkeit, die ersten Winterspiele seit 2002 ohne Edelmetall zu verhindern. Doch die Chance ist gering.

Hayböck wusste, dass für ihn nach gutem Training und 140 Metern im ersten Durchgang viel möglich gewesen wäre. "Im ersten Moment war ich schon enttäuscht, weil ich gemerkt habe, es wäre wirklich drinnen gewesen", sagte der Oberösterreicher. "Ich freue ich mich aber, dass ich genau bei den Olympischen Spielen meinen besten Wettkampf der Saison gemacht habe."

Hayböck war nach dem 17. Platz auf der Normalschanze mit dem großen Bakken in Pyeongchang/Alpensia auf Anhieb viel besser zurechtgekommen. Das zeigte er auch im ersten Durchgang, in dem er nur Kamil Stoch den Vortritt lassen musste. Der zweite Durchgang gelang Hayböck mit 131 Metern nicht mehr nach Wunsch. Es war ein Spiegelbild der gesamten bisherigen Saison des ÖSV-Teams.

Hayböck war beim Absprung zu spät dran und dann touchierten auch noch die Ski-Enden. "Mich ärgert es, weil ich ein bisschen zu spät war. Ich habe noch versucht, jeden Meter herauszukitzeln, aber habe dann gesehen, die grüne Linie ist zu weit weg", sagte der 26-Jährige.

Für Hayböck, der im Spätherbst einen Bänderriss im Knöchel erlitten hatte und bei der Skiflug-WM stürzte, war es zwar die beste Saisonplatzierung - bei Olympia freilich ein Titel ohne Wert.

Kehrt Schlierenzauer ins Team zurück?

Mit seinem sechsten Rang war Hayböck dennoch klar der Beste des ÖOC-Quartetts. Doppel-Weltmeister Stefan Kraft landete nur auf Rang 18. Clemens Aigner (31.) und Manuel Fettner (32.) hatten es knapp, aber doch nicht einmal in die Entscheidung der besten 30 geschafft. Dieses Duo sprint am Sonntag mit Gregor Schlierenzauer zwei Plätze für den Teambewerb aus.

Stimmen:

Michael Hayböck: "Es ist enttäuschend. Ich weiß, dass was drin gewesen wäre. Aber ich freue mich, dass ich genau bei Olympia meinen besten Wettkampf gemacht habe. Der 2. Sprung war nicht gut, ich habe noch probiert, alles herauszuholen, aber es hat nicht gereicht. Ich weiß, dass was drin gewesen wäre. Eine Medaille wäre Überraschung gewesen, aber ich bin nicht unzufrieden. Das ist mit Abstand mein bestes Saisonergebnis - wenn auch mit bitterem Beigeschmack."

Stefan Kraft: "Es wollte nicht sein, ich hätte mir einen besseren Wind gewünscht. Es war bei diesen Spielen bis jetzt nicht viel Positives dabei, darauf gilt es aber zu lernen. Wir haben am Montag noch eine Chance im Team."


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