Damen-Teams für RTL und Slalom stehen fest

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Österreichs Ski-Damen starten mit dem Riesentorlauf am Montag (3 Uhr im LIVE-Ticker) in die Olympischen Spiele.

Die Starterinnen sind bekannt: Neben Stephanie Brunner, die Außenseiterchancen auf eine Medaille hat, gehen Bernadette Schild, Ricarda Haaser und Anna Veith beim ersten Rennen an den Start.

Die Salzburgerin hat vor vier Jahren in Sotschi - damals noch als Anna Fenninger - Silber in der Disziplin geholt, in der Österreichs Damen noch kein Olympia-Gold geschafft haben. Die Hoffnung, dass sich das ändert, ist auch diesmal nicht sonderlich groß.

"Ich sehe den Riesentorlauf-Start als Vorteil, weil das den Druck für den Super-G nimmt", sagt die RTL-Weltmeisterin von 2015.

Quartett für Slalom so gut wie fix

Praktisch fest steht auch schon das ÖSV-Aufgebot für den zwei Tage später findenden Slalom. Neben Schild sind Katharina Liensberger, Katharina Gallhuber und Brunner für das Rennen eingeplant, das mit Mikaela Shiffrin eine Topfavoritin hat und in dem Gold und Silber vergeben zu sein scheinen.

Selbst im dritten Rennen, dem Super-G am 17. Februar, liegt derzeit mit Veith, Cornelia Hütter, Weltmeisterin Nicole Schmidhofer und Tamara Tippler das Aufgebot auf der Hand. Nur für die Abfahrt hat man noch keinen Modus festgelegt.

Es kann sein, dass alle sechs Kandidatinnen Ausscheidung fahren. "Aber natürlich hat Hütter auch eine gute Chance, fix gesetzt zu sein", verwies Kriechbaum auf den Sieg der Steirerin in Lake Louise. "Wir schauen uns auf jeden Fall zuerst den Super-G an."

Kontingent in Kombi wird wohl nicht ausgeschöpft

Kurios ist, dass man in der abschließenden Kombination (23.2.) vermutlich das Kontingent gar nicht ausschöpfen wird. Neben Ramona Siebenhofer und Haaser drängt sich niemand wirklich auf und mit Michaela Kirchgasser wurde die zuletzt mit Abstand beste Kombiniererin nicht erst für die Spiele nominiert.

Die aktuelle WM-Dritte hatte beim Versuch, in letzten Winter ihrer Karriere nochmals bei Olympia zu starten, freilich viel gegen sich. In erster Linie eine Dezember-Verletzung, die sie lange bremste. Zudem gibt es derzeit viele Spezialistinnen im ÖSV-Damenteam. "Wir hatten aber nur elf Startplätze. Leider war dann für Kirchi kein Platz mehr", erklärte Kriechbaum.

Emotional, so der Chef, wäre man durchaus für Kirchgasser gewesen. "Man muss das aber auch denen gegenüber rechtfertigen, die bessere Ergebnisse hatten."

ÖSV-Team im Umbruch

Das Team sei gerade extrem im Umbruch. "Bis auf Veith, Hütter, Schild und Schmidhofer ist unsere Olympiamannschaft gegenüber Sotschi komplett neu. Wir haben viele neue Gesichter. Darauf nimmt Olympia aber keine Rücksicht."

Über Medaillenchancen in Woche eins wollte sich der Damenchef vorerst nicht groß äußern. "In der Favoritenrolle sind wir aber nicht unbedingt", meinte er. Wiewohl: "Schild war im Slalom zwei Mal am Podium und auch Brunner hat im Riesentorlauf Chancen."

Medaillen-Erwartungen würden für ihn aber keine besonders große Rolle spielen. "Sondern vielmehr, wie man am besten zum optimalen Zustand kommt, um im Rennen mitmischen zu können."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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