Russland von Olympia ausgeschlossen

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Paukenschlag im massiven Doping-Skandal rund um das russische Olympia-Team!

Wie das IOC angeführt von Präsident Thomas Bach nach einer Tagung des Internationale Olympischen Komitees in Lausanne bekannt gibt, wird die komplette russische Olympia-Mannschaft von den Winterspielen in PyeongChang 2018 ausgeschlossen.

Vereinzelten, sauberen russischen Sportlern und Sportlerinnen soll aber ermöglicht werden unter "neutraler Flagge" doch in Südkorea an den Start zu gehen.

Mutko auf Lebenszeit von Olympia verbannt

In Südkorea dürfen damit nur unbelastete russische Athleten "unter strikten Konditionen" teilnehmen. Sie werden unter IOC-Flagge starten. Ein Komplett-Ausschluss - es wäre der erste in der 121-jährigen Geschichte der Olympischen Spiele wegen Doping-Verstößen - blieb Russland erspart. Russland kann vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Einspruch einlegen.

Außerdem wurde der frühere russische Sportminister Witali Mutko, aktuell Vizepremier, Chef des russischen Fußball-Verbandes und WM-Organisationschef, für alle zukünftigen Olympischen Spiele ausgeschlossen. Das IOC hat auch entschieden, ROC-Präsident Alexander Schukow als IOC-Mitglied zu suspendieren.

Das IOC bestrafte damit das mutmaßlich staatlich orchestrierte Dopingsystem in Russland, das bei den Winterspielen in Sotschi vor vier Jahren seinen Höhepunkt erfahren hatte. Mit Hilfe des Geheimdienstes sollen zahlreiche Dopingproben von russischen Sportlern ausgetauscht worden sein.

Die wichtigsten Beschlüsse:

Die wichtigsten Beschlüsse des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als Reaktion auf den russischen Dopingskandal speziell in Bezug auf die Winterspiele im Februar in Pyeongchang in Südkorea:

- Das Russische Olympische Komitee (ROC) wird mit sofortiger Wirkung suspendiert. Es wird damit bei diesen Winterspielen keine Mannschaft stellen.

- Nur einzelne russische Athleten dürfen unter strengen Bedingungen im Februar in Pyeongchang starten. Diese eingeladenen Athleten werden unter dem Namen "Olympische Athleten aus Russland (OAR)" an Einzel- und Mannschaftswettbewerben teilnehmen. Sie treten mit Wettkampf-Utensilien mit dieser Aufschrift und unter der Olympischen Flagge an. Dazu wird bei einer Zeremonie die Olympische Hymne gespielt.

- Kein Beamter des russischen Sportministeriums darf bei den Olympischen Winterspielen akkreditiert werden.

- Der damalige Sportminister Witali Mutko und sein damaliger stellvertretenden Minister Juri Nagornych werden von allen zukünftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen.

- Der Sotschi-Organisationschef Dmitri Tschernyschenko muss sich aus der Koordinationskommission für die Winterspiele in Peking 2022 zurückziehen.

- Alexander Schukow wird als IOC-Mitglied suspendiert, da seine Mitgliedschaft an seine Position als ROC-Präsident gebunden ist.

- Weitere Maßnahmen des IOC gegen andere am System beteiligten Personen sind möglich.

- Das ROC muss die Kosten erstatten, die dem IOC durch die Untersuchungen entstanden sind, und trägt zur Einrichtung der Independent Testing Authority (ITA) mit einem Gesamtbetrag von 15 Millionen Dollar (12,64 Mio. Euro) bei, um die Kapazität und Integrität des globalen Anti-Doping-Systems aufzubauen.

 - Das IOC kann die Suspendierung des ROC vom Beginn der Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele 2018 an ganz oder teilweise aufheben, vorausgesetzt, dass diese Entscheidungen vom ROC und von den eingeladenen Athleten und Offiziellen vollständig respektiert und umgesetzt werden.

Russische Sportler werden vor CAS gehen

Russische Sportler werden vor dem Internationalen Sport-Gerichtshof (CAS) in Lausanne die Entscheidung das Internationalen Olympischen Komitees (IOC) anfechten. Das kündigte Alexander Schukow, Präsident des Russischen Olympischen Komitees (ROC) am Dienstagabend an.

Zudem sollen die russischen Olympia-Sportler am 12. Dezember entscheiden, ob sie zu den Winterspielen nach Pyeongchang fahren oder nicht. Das kündigte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Alexander Schukow, am Dienstag in Lausanne an. Zu der "Olympischen Versammlung" sollten die potenziellen Teilnehmer, Trainer und Verbandsvertreter kommen, sagte er der Agentur Tass zufolge.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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