Nach der Langlauf-Staffel der Frauen über 4 x 5 km am Donnerstag ist die "Festival Arena" im Zentrum des Areals dann doch gut gefüllt. Allen voran die Norweger feiern den Sieg ihres Teams, doch der Schein trügt: Schon nach einem Kalt- oder Heißgetränk machen sich die meisten Besucher wieder auf den Heimweg und das Gelände leert sich.
"Wir werden die möglichen Gründe noch analysieren, aber mehrere kleine Probleme sind uns schon klargeworden", äußerte sich Enzo Smrekar, der Präsident des slowenischen Skiverbandes, vor wenigen Tagen.
Unter anderem macht er auch die relativ schwachen Leistungen der österreichischen und deutschen Athleten und Athletinnen im Vorfeld der Weltmeisterschaft für das geringe Zuschauerinteresse verantwortlich. Zudem würden viele Fans ihr Geld lieber für das anstehende Skiflug-Spektakel im April sparen.
Präsident hofft auf versöhnlichen Abschluss
Die größten Kritikpunkte betreffen allerdings die Preise. Stehplätze im Stadion sind erst um 60 bis 84 Euro zu bekommen. Für einen Sitzplatz sind an den meisten Wettkampftagen 99 Euro zu berappen. VIP-Tagestickets kosten sogar bis zu 400 Euro.
"Wir müssen die Kritik annehmen, die Menschen verstehen und auf sie hören", gibt Smrekar Fehler zu. Bei den abschließenden Sprungbewerben hofft er vor allem auf die heimischen Fans: "Ich glaube nicht, dass es für die Slowenen nur um die Preise geht. Bei den letzten Wettkämpfen erwarten wir viele slowenische Besucher."
Auch diejenigen, die die Weltmeisterschaft vor Ort verfolgen, wollen sich die gute Laune nicht verderben lassen. "Natürlich ärgern mich die Preise, die sind teilweise schon übertrieben. Aber im Endeffekt geht es um den Sport und wir haben trotzdem Spaß", meint ein junger Mann, der mit einer kleinen Gruppe die weite Reise aus Estland auf sich genommen hat.
Deren größte Medaillenhoffnung Kristjan Ilves startet zwar erst am Freitag in der Kombination, doch auch am Tag davor will man sich den Langlaufbewerb nicht entgehen lassen: "Wir haben für die ganze Woche gezahlt, also feuern wir heute eben die anderen Nationen an", meint er mit einem Schmunzeln.
"Wir machen das Beste daraus", entgegnet auch einer der wenigen Österreicher, der am highlight-armen Donnerstag den Weg über die Grenze nahm. "Morgen und am Samstag wird es noch einmal richtig laut, da bin ich mir sicher."
Man kann nur hoffen, dass sich dieser Optimismus bewahrheitet.