Kraft: "Beim Highlight die besten Anzüge"
ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl gibt sich zu diesem Thema bedeckt, spricht von handelsüblichen Stoffen, ganz normalen Sprunganzügen. Konkreter werden die Aktiven. "Das Material arbeiten wir im Sommer heraus und schauen einfach, dass es immer auf dem neuesten Stand ist. Die Anzüge sind dann extra für die WM gekommen", sagt Jan Hörl. Daniel Huber betont, dass die Anzüge im unmittelbaren WM-Vorfeld vor dem Vorbereitungskurs in Planica getestet worden seien.
"Das sind neue Stoffe und sie gehen auch ganz gut, wie man sieht", meint der Salzburger. Hörl wiederum ließ wissen, dass es kein Unterschied vom Stoff her sei. "Es ist etwas Gutes, man fühlt sich wohl und weiß, es funktioniert", erläutert der 22-Jährige. Aschenwald wiederum will festgehalten wissen, dass es nicht nur um die Anzüge gehe. "Sie funktionieren sehr gut, da haben wir Top-Serviceleute. Wir sind da sicher sehr gut aufgestellt gewesen, aber der Sprung muss auch passen."
Ein klares Statement gibt Stefan Kraft ab. "Wenn man bei der WM den besten Anzug hat, hat das eine Auswirkung. Da gibt es Stoffe, die muss man sich aufsparen, da ist nicht jeder gleich", gibt der Großschanzen-Weltmeister Einblick. "Ich bin froh, dass wir es geschafft haben, dass wir sehr coole Anzüge gehabt haben - beim Highlight die besten Anzüge." Dabei sei das speziell mental wichtig. "Damit du weißt, du hast jetzt einen coolen Anzug und das gibt einem noch einmal die zwei, drei Meter Lockerheit."
ÖSV-Adler "pfeifen": "Offenbar passiert etwas in der Luft"
Für die TV-Zuschauer und die Beobachter an der Schanze war zudem bei den Sprüngen der ÖSV-Adler ein Pfeifen zu vernehmen. Stecher: "Dass es schlussendlich zum Pfeifen gekommen ist, hat sich so ergeben." Für Huber lässt dieses Phänomen eines vermuten: "Offensichtlich passiert ein bisschen etwas in der Luft. Mir ist nur wichtig, dass der Anzug trägt. Ich glaube nur, dass sich die Anzüge auf der Kleinen nicht so ausgewirkt haben wie auf der Großen. Es geht vermutlich um die Geschwindigkeit."