Stars und Sternchen der Eishockey-WM 2019

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Österreichs Eishockey-Fans fiebern der Weltmeisterschaft der besten 16 Nationen in der Slowakei entgegen. Vom 10. bis 26. Mai jagen beim östlichen Nachbarn in der Hauptstadt Bratislava sowie in Kosice jede Menge Top-Talente und verdiente Asse dem Puck nach.

Mit einem Team gespickt mit Super-Stars greift Russland nach Gold. Die von Alexander Ovechkin angeführte "Sbornaja" gilt als Favorit und soll erstmals seit 2014 wieder den Titel nach Russland holen.

Schweden, das den WM-Hattrick im Visier hat, sowie Kanada und die USA gelten als stärkste Herausforderer.

Als chancenreichste Außenseiter im Kampf um Medaillen gelten die Schweiz, Tschechien und Finnland.

A-WM in der Slowakei - Spielplan und Ergebnisse

Für das ÖEHV-Team, das in Bratislava spielt und die WM am Samstag (16:15 Uhr im LAOLA1-LIVE-Ticker) mit dem Spiel gegen Lettland beginnt, geht es um den Verbleib in der Elite-Klasse.

Vor den WM-Auftakt-Partie am Freitag nennt LAOLA1 einige Top-Stars und Top-Talente des Spektakels in der Slowakei.

Weltmeister und Stanley-Cup-Champion Ovechkin
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Alexander Ovechkin (Russland): Der Flügelstürmer der Washington Capitals ist der herausragende Torjäger seiner Generation. In der abgelaufenen Saison erzielte er 51 Treffer, übertraf zum achten Mal die 50-Tore-Marke und gewann zum achten Mal die "Maurice Richard Trophy" für den besten Torschütze der NHL. Der 33-Jährige war dreimal MVP der Liga, hat bereits dreimal WM-Gold (2008, 2012, 2014) und im Vorjahr mit Washington den Stanley Cup gewonnen.

Nikita Kucherov (Russland): Der Moskauer wurde 2011 erst als Nummer 58 gedraftet, hat sich bei Tampa Bay Lightning in den vergangenen drei Jahren aber zu einem Top-Spieler entwickelt. Nach Platz fünf (2016/17) und drei (2017/18) in der Punktewertung übertraf der 25-Jährige heuer als erster Spieler seit zwölf Jahren die Marke von 120 Scorerpunkten und gewann mit 128 Punkten die "Art Ross Trophy". Mit Tampa Bay erreichte er 2014/15 das Stanley-Cup-Finale, heuer war nach überlegenem Platz eins nach dem Grunddurchgang in der ersten Playoff-Runde sensationell Endstation.

Patrick Kane (USA): Der Kapitän des US-Teams ist dreifacher Stanley-Cup-Champion mit den Chicago Blackhawks (2010, 2013, 2015), holte sich als erster US-Amerikaner die "Art Ross Trophy" (Scorer-König 2015/16) und war schon MVP des Grunddurchgangs und Playoff-MVP. Der 30-Jährige, von Chicago 2007 als Nummer 1 gedraftet, gewann 2010 Olympia-Silber und war im Vorjahr Topscorer und MVP der WM. Heuer war der in Buffalo aufgewachsene Flügelstürmer mit 12 Mio. Dollar zweitteuerster Spieler der NHL und mit 110 Punkten (44 Tore, 66 Assists) so gut wie noch nie.

Deutschlands Top-Star Leon Draisaitl aus Köln
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Leon Draisaitl (Deutschland): Im medialen Schatten von Teamkollege Connor McDavid ist der Deutsche zum zweiten Superstar der Edmonton Oilers aufgestiegen. Der 23-Jährige war im Grunddurchgang mit 50 Treffern zweitbester Torschütze der Liga, nur knapp übertrumpft von Ovechkin (51). In der Scorer-Wertung war er heuer mit 105 Punkten die Nummer vier der Liga, an Einsatz-Minuten aller Stürmer sogar die Nummer eins. Draisaitl hat im Jahr 2017 einen Achtjahres-Vertrag über 68 Mio. Dollar unterschrieben.

Roman Josi (Schweiz): Der Verteidiger hat die Nashville Predators 2017 als Kapitän zu ihrem bisher einzigen Einzug ins Stanley-Cup-Finale und in der Saison darauf zur President's Trophy für das beste Team des Grunddurchgangs geführt. Mit der Schweiz gewann der 28-Jährige bei den Weltmeisterschaften 2013 und 2018 die Silber-Medaille, vor sechs Jahren holte er sich auch persönliche Auszeichnungen. Josi war 2013 punktebester Verteidiger des WM-Turniers und wurde zum besten Spieler (MVP) gewählt. Der Berner hat mit dem SC seiner Heimatstadt 2010 den Meistertitel geholt und war danach nach Nordamerika gewechselt.

Andrei Vasilevsky (Russland): Der Schlussmann von Tampa Bay Lightning ist zum zweiten Mal hintereinander für die "Vezina-Trophy" für den besten Torhüter der NHL nominiert. Der 24-Jährige aus Tjumen in Sibirien hat bereits in jungen Jahren große Erfolge gefeiert. Mit 19 gewann er mit der Sbornaja WM-Gold 2014 (zwei Einsätze), im darauffolgenden Jahr stand er mit Tampa Bay im Stanley-Cup-Finale, 2017 wurde er zum besten Torhüter des WM-Turniers gewählt.

Henrik Lundqvist (Schweden): "King Henrik" hat ein Jahrzehnt den Broadway regiert und geht als einer der ganz großen Torhüter in die NHL-Geschichte ein. Lundqvist ist seit seinem Debüt 2005 Einser-Torhüter der New York Rangers, mit mittlerweile 37 Jahren hat er in dieser Saison seine schlechtesten Statistik-Werte vorzuweisen, gilt aber immer noch als Top-Torhüter. Lundqvist war 2006 in Turin Olympiasieger, 2017 Weltmeister und gewann 2011/12 die "Vezina-Trophy" als bester Torhüter der NHL.

Top-Talent Jack Hughes wird während der WM 18
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Kommende Top-Stars auf dem Eis:

Jack Hughes (USA, 17): Der Center wird im kommenden Draft als Nummer eins gehandelt und wohl bei den New Jersey Devils landen. Hughes spielte bei der U18-WM Ende April groß auf und verfehlte mit 20 Scorerpunkten den Turnier-Rekord von Nikita Kucherov nur um einen Punkt. Er wird während der WM 18 Jahre alt und zum jüngsten US-Spieler in der WM-Geschichte. Sein Bruder Quinn - Verteidiger der Vancouver Canucks - ist ebenfalls in Kosice mit dabei.

Kaapo Kakko (Finnland, 18): Obwohl erst 18 Jahre, spielt Kakko schon seit zwei Jahren in der obersten finnischen Liga und hat heuer mit 22 Toren in 45 Spielen für TPS Turku einen Rekord für seine Altersklasse aufgestellt. Bei der U20-WM zu Jahreswechsel in Kanada erzielte er im Finale das Siegestor zum 3:2 gegen die USA. Für den kommenden NHL-Draft wird der rechte Flügel als Nummer zwei hinter Jack Hughes gehandelt - das Spiel USA gegen Finnland am 13. Mai wird daher auch zum Duell der beiden größten Talente des Jahrgangs 2001.

Pettersson - der mit Abstand beste Rookie der NHL
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Die Jung-Stars der WM:

Elias Pettersson (Schweden, 20): In der Saison 2017/18 war Pettersson mit nur 19 Jahren Topscorer und wertvollster Spieler (MVP) der schwedischen Liga. Im vergangenen Sommer wechselte er in die NHL und setzte bei den Vancouver Canucks seine Erfolgsstory fort. Der Stürmer war an Toren (28), Assists (38) und Punkten (66) mit Abstand bester Rookie der Liga. Der Top-Kandidat für die "Calder-Trophy" (bester Rookie) war bei der WM im Vorjahr für den späteren Weltmeister in fünf Spielen im Einsatz, ehe er wegen eines Daumenbruchs das Turnier beenden musste.

Nico Hischier (Schweiz, 20): Der Center wurde als erster Schweizer als Nummer 1 im NHL-Draft (2017 von den New Jersey Devils) gewählt, nachdem er schon mit 16 Jahren beim SC Bern debütiert hatte. In seiner zweiten NHL-Saison war er trotz Verletzungspause bester Vorbereiter der Devils (30 Assists), mit 47 Punkten zweitbester Scorer und gilt schon als Führungsspieler, was die Beförderung zum Co-Kapitän beweist. Sein Debüt in der "Nati" im April gegen Frankreich krönte er mit einem Hattrick.

Textquelle: © LAOLA1.at

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