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CAS lässt Russland wieder zu Eishockey-Weltmeisterschaften zu

Die IIHF will das Urteil akzeptieren, drückt aber genau wie der nächste WM-Ausrichterverband DEB ihren Unmut und Bedenken darüber aus.

CAS lässt Russland wieder zu Eishockey-Weltmeisterschaften zu Foto: © imago images / TT

Der internationale Sportgerichtshof CAS öffnet die Tür für Russlands Rückkehr zu Eishockey-Weltmeisterschaften im Jahr 2027.

Damit wird Russland wieder an fünf Endrunden des kommenden Jahres teilnehmen:

  • Männer-Weltmeisterschaft 2027

  • U20-Weltmeisterschaft 2027

  • Frauen-Weltmeisterschaft 2027

  • U18-Frauen-Weltmeisterschaft 2027

  • U18-Männer-Weltmeisterschaft 2027

Der Weltverband IIHF möchte das Urteil akzeptieren, drückt allerdings seine Enttäuschung darüber aus: "Die IIHF bleibt bei ihrer Ansicht, dass die Entscheidung notwendig war, um die Sicherheit aller Teilnehmer und die Integrität ihrer Wettbewerbe zu bewahren. Während die IIHF die Autorität des CAS respektiert und gemäß seines Urteils handeln wird, ändert dieser Ausgang nichts an den Bedenken."

Enormer organisatorischer Aufwand

Darüber hinaus seien alle betroffenen Endrunden schon in der fortgeschrittenen Planungsphase, die Wiedereingliederung russischer Nationalmannschaften würde einen enormen organisatorischen Aufwand bedeuten - abgesehen von den Folgen außerhalb des Wirkungsbereichs der IIHF, wie etwa der Garantie, dass alle russischen Spieler Visa erhalten würden.

"Die Entscheidungen des CAS ziehen die praktischen Elemente nicht in Betracht, welche nicht sofort umgesetzt werden können", heißt es dazu. Details dazu, wie und in welchem Zeitraum das Urteil umgesetzt wird, sollen erst folgen.

Auch der deutsche Eishockey-Verband DEB, Ausrichter der nächsten A-WM, gibt eine Stellungnahme ab:

"Unsere Position ist unverändert: Wir lehnen die Rückkehr russischer Nationalmannschaften zu internationalen Eishockeyturnieren ab. Das haben wir als IIHF-Mitglied sowohl gegenüber dem IIHF Council als auch in der Anhörung vor dem CAS klar und unmissverständlich vertreten. Das Urteil verändert die Ausgangslage für die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland grundlegend. Eine Zulassung Russlands hat für uns als Gastgeber erhebliche sicherheitsrelevante, politische und wirtschaftliche Folgen. Wir werten das Urteil jetzt gemeinsam mit der IIHF aus und informieren über die nächsten Schritte", heißt es vom Vorstandsvorsitzenden Frank Lutz.

Ukraine muss wohl weichen

Sollte Russland tatsächlich in die WM 2027 eingegliedert werden, müsste ausgerechnet die Ukraine als zweiter Aufsteiger der B-WM 2026 dafür weichen.

Rechtlich ist dies gedeckt, weil alle Teilnehmer der B-WM zustimmen, dass nur der Gruppensieger fix aufsteigt. Der Gruppenzweite muss stets erst vom IIHF-Council bestätigt werden.

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