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99ers-Rückkehrer Harnisch: "Die WM war ein Riesenboost"

Tim Harnischs Stern ging bei der WM in Zürich auf. In der Vorbereitung auf die neue Saison verletzte er sich an der Schulter, gegen den KAC gibt er sein Comeback.

99ers-Rückkehrer Harnisch: "Die WM war ein Riesenboost" Foto: © GEPA

Für Verletzungen gibt es nie einen guten Zeitpunkt. Tim Harnisch hat einen besonders schlechten erwischt.

Während der Vorbereitung auf die neue Saison hat sich der 25-Jährige im dritten Testspiel der Graz99ers eine Schulterverletzung zugezogen. "Es schmerzt natürlich sehr, ich versuche, positiv zu bleiben", sagte der Stürmer kurz danach gegenüber LAOLA1.

Zwei Monate mussten der amtierende Meister der win2day ICE Hockey League ohne den ÖEHV-Teamspieler auskommen. Harnisch verpasste neben 15 Liga-Spielen auch alle Partien in der Champions Hockey League.

Am Freitag wird der gebürtige Niederösterreicher gegen den KAC (18:30 Uhr im LIVE-Ticker) sein langersehntes Comeback geben.

Anderes Meister-Gefühl als in Salzburg

Die Monate vor seiner Verletzung waren von vielen Highlights geprägt.

Im April gewann Harnisch mit Graz die Meisterschaft, es war bereits sein vierter Titel. Mit Red Bull Salzburg wurde er zuvor drei Mal Meister.

Dieser Titel hätte sich anders angefühlt, meint Harnisch. Alleine deshalb, weil er für Graz eine ganz andere Bedeutung hatte.

WM-Gewinner im ÖEHV-Team

Nach den Feierlichkeiten am Grazer Hauptplatz und auf Ibiza folgte der nächste Höhepunkt: Die erste WM-Teilnahme mit Österreich.

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Tim Harnisch war einer der Gewinner der letzten WM in Zürich.
Foto: ©GEPA

Unbekümmert lief der verlässliche Angreifer in Zürich auf, stand gegen die NHL-Stars Aleksander Barkov und Matthew Tkachuk seinen Mann. Beim 3:1-Sieg über Lettland steuerte er sogar einen Treffer bei. "Das war ein Highlight, aber es hat mehrere Sachen gegeben."

Das Zimmer in der Schweiz teilte er sich mit Peter Schneider. Der Routinier war beeindruckt, wie sich der WM-Debütant präsentiert hat. "Wir haben viel gequatscht, er hat mir paar Tipps gegeben. Die habe ich aufgenommen und gut umgesetzt", sagt Harnisch selbst.

Er zählte nach WM-Ende zu den großen Gewinnern im ÖEHV-Team. "Die WM war ein Riesenboost, super für's Selbstbewusstsein und hat mir sehr geholfen. Ich bin mit diesem Boost auch in die Vorbereitung gestartet."

Besseres Standing in Graz?

Zu realisieren, was in den letzten Monaten alles passiert ist, hat gedauert. "Es war ein großes, tolles Event nach dem anderen. Ich bin sehr glücklich, dass ich das alles erleben durfte. Mein Ziel ist, genau so weiterzumachen", so Harnisch.

Die Verletzung war in dieser Hinsicht ein Dämpfer, der ihn allerdings nicht aus der Bahn werfen soll. "Ich nehme den Boost weiter mit", betont der 25-Jährige.

Er glaubt, dass ihm die starke WM auch in Graz helfen wird. Harnisch: "Wenn man eine A-WM gespielt, dort auch eine gute Leistung gebracht hat, ist das auch für den Klub sehr vorteilhaft. Ich denke schon, dass mir das einen Push und ein besseres Standing gegeben hat."

Das darf er ab sofort beweisen - beginnend mit dem Pack-Derby gegen den Rekordmeister. Nächste Woche geht es für ihn mit Österreich zum Deutschland-Cup nach Düsseldorf.

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