Deutscher Franz Reindl ist neuer IIHF-Präsident
Der 71-Jährige setzte sich in zwei Wahlgängen durch. Er ist schon seit Jahrzehnten im deutschen Eishockey engagiert.
Franz Reindl ist neuer Präsident des Eishockey-Weltverbands IIHF.
Der 71-jährige Deutsche ist der insgesamt 15. Präsident des IIHF und der erste Deutsche seit Gunther Sabetzki, der zwischen 1975 und 1994 dem Verband vorstand. Bereits 2021 war Reindl am Posten interessiert, konnte sich aber nicht durchsetzen.
Insgesamt neun Personen hatten sich um das Amt beworben, sechs davon zogen ihre Bewerbung noch vor der Wahl zurück. Im ersten Wahlgang erhielt keiner der drei Angetretenen die Mehrheit. Petr Briza (Tschechien) erzielte 41,03 Prozent der Stimmen (48 Stimmen), Reindl kam mit 36 Stimmen auf 30,77 Prozent, Aivaz Omorkanov (Kirgisistan) wählten 33 Stimmberechtige (28,21 Prozent)
Mit 60 zu 57 Stimmen im zweiten Wahlgang wurde Reindl mit 51,28 Prozent zum neuen Präsidenten gewählt.
Jahrzehntelange Eishockey-Erfahrung
Als Eishockeyspieler war Reindl Teil von Deutschlands Bronze-Mannschaft bei Olympia 1976, später arbeitete er als Trainer in der deutschen Liga, war zwischen 1992 und 2014 General Manager des Nationalteams und zwischen 1994 und 1996 auch CEO der DEL. 2001, 2010 und 2017 war Reindl für die Organisation von Eishockey-Weltmeisterschaften in Deutschland verantwortlich.
2014 bis 2022 war Reindl Präsident des Deutschen Eishockey-Bunds, ab 2016 Mitglied im IIHF Council.
Reindls Amtszeit als Präsident der IIHF dauert bis Oktober 2030.