NHL macht für Olympia 2018 keine Pause

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Die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang werden ohne NHL-Cracks über die Bühne gehen.

Die nordamerikanischen Eishockey-Liga gibt am Montag bekannt, dass die Meisterschaft 2017/18 während der Spiele im Februar 2018 nicht unterbrochen wird. "Für uns ist das Thema damit offiziell geschlossen", heißt es in eine Statment.

Die beste Liga der Welt hatte seit 1998 stets eine Pause eingelegt, damit die besten Spieler der Welt an den Olympischen Spielen teilnehmen können.

Clubs dagegen

Nun ist die Liga nach monatelangen Verhandlungen nicht mehr zu einer 17-tägigen Unterbrechung bereit. "Die überwältigende Mehrheit der Clubs ist vehement dagegen, den Spielbetrieb zu unterbrechen", schrieb die NHL auf ihrer Website. Für Österreich hat das keine Auswirkungen, weil das Nationalteam die Qualifikation für Pyeongchang verpasst hat.

Man sei offen gewesen für Vorschläge des IOC, des Internationalen Eishockeyverbands (IIHF) und der Spielergewerkschaft, um die Clubbesitzer umzustimmen. "Es ist aber kein bedeutender Dialog zustande gekommen", schrieb die NHL weiter. "Offen gesagt sehen wir nicht, was die Teilnahme bei Olympia uns bringen könnte", hatte der stellvertretende NHL-Boss Bill Daly bereits im Jänner gesagt.

Südkorea kein Eishockeymarkt

Einige der Starspieler hatten sich allerdings lange für eine Teilnahme stark gemacht - vergeblich, wie sich nun zeigt. Am Ende ging es wohl auch nicht mehr um die Kosten, denn noch vergangene Woche hatte die IIHF unter dem Schweizer Präsidenten Rene Fasel erklärt, die zuletzt stets vom IOC übernommenen Reise- und Versicherungskosten von NHL-Spielern übernehmen zu wollen. Die Clubchefs wollen aber offensichtlich nicht mitten im Winter - in der Hauptsaison für Eishockey - den Betrieb unterbrechen.

Eine Rolle dürfte auch spielen, dass Südkorea im Gegensatz zu den Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi kein traditioneller Eishockeymarkt mit entsprechenden Werbemöglichkeiten ist. Damit werden die großen Nationen erstmals seit Lillehammer 1994 mit eigentlichen B-Teams antreten müssen. Sportliche Profiteure könnten Teams mit vielen Spielern in den starken europäischen Ligen sein.

Auch 2022 keine Pause in NHL?

Ob die NHL für die Winterspiele 2022 in Peking pausiert, ist nach der Entscheidung von New York mehr als fraglich. Zwar will die Liga auf dem dort deutlich attraktiver angesehenen Markt Fuß fassen und vereinbarte vor kurzem zwei Vorbereitungsspiele im Herbst 2017 in China. "Wenn sie nicht nach Korea gehen, wird es sehr schwer für sie, nach Peking zu kommen", hatte Fasel aber bereits gesagt.

Für die großen Stars ist die Entscheidung eine herbe Enttäuschung. Vor allem etliche Spieler aus Russland könnten die Liga nun verlassen. Superstar Aleksander Owetschkin von den Washington Capitals etwa hatte immer wieder gesagt, notfalls auch ohne Genehmigung in Südkorea spielen zu wollen.

"Ich bin sicher, dass wirklich jeder bei Olympia spielen will", sagte Owetschkin immer wieder. "Das ist toll fürs Eishockey, toll für uns und toll für unsere Länder." Sein Team-Besitzer Ted Leonsis hatte dem bereits nachgegeben und seinem besten Spieler zugesichert, die Freigabe für Olympia geben zu wollen. Mit seiner Haltung dürfte Leonsis indes nahezu alleine dastehen.

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