John Hughes verlässt Red Bull Salzburg

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John Hughes verlässt den EC Red Bull Salzburg. Nach sieben Jahren mit 441 Einsätzen in der EBEL bzw. ICE, bei denen er 136 Tore und 352 Assists beisteuerte sowie die Titel 2015 und 2016 bejubeln konnte, zieht der 33-jährige Kanadier weiter.

Hughes spielte 2008 im Alter von 20 Jahren eine erste Saison bei Salzburg (17 Tore, 41 Assists in 56 Spielen), zog dann aber kurzzeitig nach Finnland und Deutschland weiter. 2010 war er zurück in der EBEL: Erst zwei Jahre bei Ljubljana, dann zwei Jahre beim VSV, ehe ab 2014 die jetzt endende Ära bei den "Bullen" begann.

2015/16 war Hughes gar Punkte-Leader der EBEL, zum zweiten Mal in seiner Karriere nach 2013/14 beim VSV. Zweimal war der MVP von 2011/12 in seiner Salzburg-Zeit auch Punkte-Leader in den Playoffs (2014/15 und 2017/18), dazu einmal Top-Torschütze der Liga (2016/17 mit 32 Treffern).

Einige Legionäre sind seit Jahren Bestandteil der ICE Hockey League. Aber warum reichte es nicht für mehr? LAOLA1-Experte Bernd Freimüller mit einer Einschätzung:

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John Hughes - seit elf Jahren in der Liga (Ljubljana, VSV, Salzburg)

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Stärken: Kann Plays machen, von denen andere nur träumen. Pin-Point Passer, keine Panik mit dem Puck. NHL-Hände.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Defensive und physische Schwächen, tendiert dazu, Spiel zu verlangsamen. Das beste Beispiel dafür, dass sich ein Spieler und eine Liga gesucht und gefunden haben.

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Drohung seines Agenten vor den CHL-Spielen gegen München, dass ihn ein DEL-Team abwerben könnte, kostete dem RB-Management nur einen Lacher.

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Jean-Philippe Lamoureux - seit zehn Jahren in der Liga (Ljubljana, VSV, Capitals, Salzburg)

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Stärken: Seit Jahren der beste und konstanteste Goalie der Liga. Top-Technik, liest Spiel besser als seine Kollegen, hält Konzentration immer hoch. Athletik auch mit 36 noch ausgezeichnet.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Die Größe - Goalies unter 1,80m werden in den letzten Jahren scheel angesehen. Ein SHL-Team, das vor Jahren Interesse hatte, machte deswegen auch wieder einen Rückzieher.

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Wäre aber auch ausgezeichneter DEL-Goalie (oder vielleicht auch Tschechien oder Finnland) geworden.

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Marc-Andre Dorion - seit neun Jahren in der Liga (Black Wings, Capitals, Black Wings)

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Stärken: Smart, wenn er etwas Zeit und Raum hat (z.B. im Powerplay), kommen seine Pässe punktgenau. Verteidigt durch Positionierung und Stock. Wie fast alle Spieler in dieser Aufstellung fast ohne Verletzungspausen.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Großteil seiner Punkte (Assists) waren kurze Powerplay-Pässe auf Sebastien Piche in beider Glanzzeit. Nicht physisch und erste Schritte waren nie die besten. Top-4-Mann in DEL wäre ein Stretch gewesen.

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Jamie Fraser - seit zehn Jahren in der Liga (Ljubljana, Capitals, VSV)

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Stärken: Findet unter Druck den Weg aus der Zone, kann Scheibe tragen und gut zirkulieren. Top-Backhand beim Klären der eigenen Zone. Produziert schon seit Jahren regelmäßig. Völlig verletzungsresistent.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Kein besonderer Grund, hätte in seiner besten Zeit sicher auch einen guten DEL-Blueliner abgegeben. Leichte Schwierigkeiten beim Rückwärtslaufen und durchschnittlicher Hockey Sense (ab und zu "Forced Plays") sind Details.

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Michael Ouzas - seit zehn Jahren in der Liga (Zagreb, Black Wings, Fehervar)

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Stärken: In seiner guten Zeit ein aktiver, athletischer Reflexgoalie mit guter Beinarbeit.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Mangelnde Größe, Stil etwas zu "busy". Auch öfters von Verletzungen gestoppt. Nun hat er sein letztes ICE-Spiel vermutlich gespielt, Fehervar hat seinen Vertrag zuletzt aufgelöst.

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Olivier Magnan - seit neun Jahren in der Liga (Dornbirn)

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Stärken: Gibt im Rahmen seiner Möglichkeiten alles, kämpft, blockt Schüsse.

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Immer mit einem überschaubaren Price-Tag, daher im Ländle heimisch geworden. Andere Defensivverteidiger in Dornbirn waren nicht entscheidend besser.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Je mehr er spielt, desto schlechter wird er - vor allem, wenn er im Powerplay ran muss. Eiszeit sollte streng limitiert sein. Kein Spiel mit der Scheibe. Ein Dutzendmann für bessere Ligen.

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Rick Schofield - seit acht Jahren in der Liga (Bozen, VSV, Black Wings, Salzburg)

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Stärken: Hat sich von einem Drittlinien-Center zu einem der Top-Pivots der Liga entwickelt. Produziert ohne Defensive zu vernachlässigen, top bei Faceoffs. Körper auch mit 33 in Top-Verfassung.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Keine richtige Begründung, vielleicht weil er bei aller Klasse keine absolut herausragende Eigenschaft mitbringt.

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Hätte aber auch in der DEL (Rob Daum wollte ihn nach Iserlohn holen) reüssieren können, wenn auch nicht in Top-Linie.

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Taylor Vause - seit sechs Jahren in der Liga (Bozen, Capitals)

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Stärken: Einer der absoluten Top-Speedster der Liga und im PK eine Waffe. Übt stetig Druck auf Gegner aus. Kein Top-Linien-Mann, aber konstante Produktion.

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Schwächen: Im Nahverkehr mit körperlichen Defiziten, die sich in einer größeren Liga stärker auswirken würden. Zuletzt auch kleiner Rückgang seiner Beinarbeit. (Relativ) großer Fisch in kleinem Teich hier, Alternative wäre kleiner Fisch in großem Teich gewesen.

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Joel Broda - seit sechs Jahren in der Liga (Bozen, Black Wings, Dornbirn, Innsbruck, Graz)

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Stärken: Wenn im Vollbesitz seiner Kräfte, ein konstanter Produzent. Kann Goalies mit seinem Schuss überwältigen.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Nach drei guten Saisonen in Bozen und Linz der Abstieg nach Dornbirn – das ging schon in die falsche Richtung, danach Schulterprobleme.

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Beinarbeit war nie die beste, kann (wie bisher in Graz) schwerfällig auftreten.

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Andrew Yogan - seit fünf Jahren in der Liga (Bozen, Innsbruck, Fehervar, Dornbirn)

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Stärken: In der offensiven Zone mit der Scheibe auf seinem Stock ein Top-Mann. Kann 1-1-Duelle gewinnen, stets schussbereit, kann aber auch gute Plays machen. Seit Jahren ein Top-Produzent mit mehr als einem Punkt pro Spiel.

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Warum es nicht für eine bessere Liga reichte? Hat selbst in der ICE eine Reputation als "Good Bad-Team-Player". "Defensivschwächen" als Vorwurf ist aber zu ungenau und schwammig.

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Dreht Motor meist nur auf, wenn es um Offensive geht, bei Puck Recovery und -Pressure geht Drehzahl schnell runter.

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Ty Loney - seit drei Jahren in der Liga (Graz, Capitals)

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Stärken: Ums Tor herum kombiniert er große Reichweite mit feinen Händen, kann Scheibe in Top-Cornern versenken. Auf engem Raum von kleinen ICE-Defendern fast nicht zu stoppen. Top im 1-1.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Kein Urgestein, könnte nach Auslaufen seines Vertrags in Wien noch in die DEL lugen. Entschied sich auch für die Capitals und gegen Krefeld.

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Mangelnde Hingabe zur Defensivarbeit und vor allem behäbige erste Schritte sind da die Fragezeichen.

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