So cool und abgeklärt sich der gebürtige Villacher beim Interview präsentiert, steht er auch im Tor der 99ers.
Lange konnte er die Null festhalten, obwohl "ein paar schwierige" Situationen dabei gewesen seien. Doch der KAC verzweifelte immer wieder am Grazer Schlussmann.
Im zarten Alter von 27 Jahren hat der Kärntner wieder einmal eine Talentprobe abgeliefert. "Es war meine erste Partie gegen den KAC", erwähnt Wieser beiläufig.
Noch lieber gegen den VSV im Tor
Als Villacher sei es "richtig cool", gegen Klagenfurt aufzulaufen.
Wenn er es sich aussuchen könnte, würde er aber noch lieber gegen den VSV im Tor stehen. "Gegen die Heimat-Mannschaft zu spielen, ist immer etwas ganz Besonderes", sagt er.
Am Sonntag könnte der Goalie die Chance dazu bekommen, wenn die "Adler" in den Grazer Bunker kommen. Die Kräfte dafür hätte Wieser, obwohl er nun drei Spiele binnen fünf Tagen bestritten hat. "Ich bin fit, fühle mich gut."
Einladung zum Nationalteam
Das wird auch notwendig sein. Der 27-Jährige wurde von ÖEHV-Teamchef Roger Bader in den Kader für den Deutschland-Cup kommende Woche in Düsseldorf aufgenommen.
Es ist schön, dass ich die Einladung bekommen habe, gesehen werde und die Chance bekomme, bei so einem super Turnier dabei zu sein.
Dort soll Wieser - so wie auch David Kickert und Florian Vorauer - einen Einsatz bekommen. Es wäre sein drittes Länderspiel für Österreich.
Wieser freut sich: "Es ist schön, dass ich die Einladung bekommen habe, gesehen werde und die Chance bekomme, bei so einem super Turnier dabei zu sein."
Der Villacher fühlt sich bereit: "Ich habe mit den ganzen Spielen, die ich im vorigen Jahr und heuer bekommen habe, immer mehr Erfahrung und Selbstvertrauen gesammelt. Ich werde mit gutem Selbstvertrauen hinkommen."
Familie gibt Kraft und hält Wieser am Boden
Es ist die Belohnung für die starke Entwicklung, die Wieser in den letzten Monaten vollzogen hat.
Im April hexte er die 99ers nach dem Ausfall von Stamm-Torhüter Max Lagace zum ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. "Der Meistertitel war etwas ganz Besonderes, den habe ich erst ein Monat später realisiert", erklärt Wieser.
Er versucht, so gut es geht am Boden zu bleiben. Dabei helfen ihm seine Frau und Sohn Noah. "Die Familie ist für mich das Wichtigste", betont Wieser, "das ist der Platz, um abzuschalten. Meine Familie gibt mir so viel."