Am Ende steht Respekt

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Am Ende steht Respekt

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Abgekämpft, verschwitzt und gezeichnet durch ein blaues Auge.

Die Kapitäne Matthias Trattnig und Gerhard Unterluggauer standen symbolisch für die Halbfinalserie zwischen Red Bull Salzburg und dem VSV.

Jenes Best of seven (Endstand 4:2), welches durch den Final-Einzug Znojmos (4:2 in der Serie gegen Linz) letztlich über die Vergabe des österreichischen Meistertitels entschied, bot praktisch alles, was von echtem Playoff-Hockey erwartet wird.

Enge Matches (fünf von sechs Partien endeten mit nur einem Tor Unterschied), ein oft wechselndes Momentum sowie hohes Tempo mit vielen Härteszenen. Garniert durch die beiden wahrscheinlich besten Torhüter-Leistungen, welche die bisherigen Playoffs gesehen haben.

Eine hartumkämpfte Halbfinalserie, an deren Ende Respekt stand.

„Den Villachern gehört meine volle Anerkennung, sie haben so diszipliniert gespielt und waren über sechs Spiele ein harter Gegner“, zog der Salzburger Head Coach Dan Ratushny nach dem 2:1-Sieg am Donnerstag-Abend seinen Hut. Und er war nicht der einzige auf Seiten des nun siebenfachen Meisters.

 
Noch - wenn man so will - schönere Worte fand RBS-Kapitän Trattnig. „Ich möchte den Villachern gratulieren“, verwies er auf die vollbrachte Kehrtwende der Adler während der Saison. „Gratulieren dazu, welchen Weg sie im Oktober eingeschlagen haben, mit vier Linien und mit jungen Österreichern zu spielen“, spielte er auf die Entwicklung von Talenten wie Christof Kromp oder Christian Jennes an.

Sterlings Nackenschlag

Beim VSV konnte man mit den aufmunternden Worten nach dem Ausscheiden naturgemäß nicht viel anfangen, es überwog der Frust über das verpasste Finale.

„Wir sind 60 Minuten voll marschiert und haben auch viele Schüsse auf das gegnerische Tor gebracht“, resümierte Unterluggauer. Doch zu oft stellte sich RBS-Goalie Juuso Riksman, der erst während der Viertelfinalserie gegen den KAC den Vorzug gegenüber Standard-Torhüter Luca Gracnar bekam, als unüberwindbare Hürde heraus.

Und gerade als es Robin Weihager mit dem Ausgleich zum 1:1 (51.) einmal gelungen war, den Bann zu brechen, traf Brett Sterling (52.) im Gegenzug mitten in den Villacher Jubel hinein zur neuerlichen Salzburger Führung. Pures Gift für die Moral einer jeden Mannschaft.

„Wir können heute niemandem einen Vorwurf machen“, schloss ein abgekämpfter Unterluggauer nach seinem 850. Liga-Spiel.

Pause erwünscht

Die Salzburger bekommen nun eine Woche Zeit, ehe am 1. April mit dem Heimspiel gegen Znojmo die Finalserie um den EBEL-Titel losgeht. „Sieben Spiele gegen den KAC, jetzt sechs gegen den VSV, das zehrt schon an den Kräften. Wir haben schon den einen oder anderen kränkelnden Spieler in der Mannschaft“, kommt die Verschnaufpause für Trattnig und Co. gerade recht.

Bei Gegner Znojmo heißt es nach dem 5:2 am Donnerstag in Linz, das das erste EBEL-Finale der Klub-Geschichte fixierte, ebenfalls Akkus aufladen. „Wir müssen die Zeit nutzen, um ein paar kleinere und größere Wehwehchen auszukurieren“, meinte Verteidiger Andre Lakos.

Geht es nach dem Wiener, ist die Marschrichtung im Endspiel für die Tschechen klar: „Wenn wir unser Spiel aufziehen und nicht auf die anderen warten, dann ist alles möglich.“

Eine harte Finalserie ist garantiert. Schließlich begegnen dort einander die Nummer eins und zwei der Pickround.


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