Zagreb-Präsi: "Werden stabilen Finanzplan haben"

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Am Tag der EBEL-Wiederaufnahme von Medvescak Zagreb meldet sich der Präsident des Vereins, Damir Gojanovic, in einem umfassenden Interview auf der Klub-Website zu Wort.

Dabei spricht er über Erwartungen, finanzielle Rahmenbedingungen und sportliche Möglichkeiten der Kroaten.

"Die EBEL ist ein Ort, wo wir den Klub schon einmal revitalisiert haben, wo vor acht Jahren das große und würdige 'neue alte Medvescak', wie wir es heute haben, aufgebaut wurde", freut sich Gojanovic über die Rückkehr.

Besonders der internationale Charakter der Liga, der mit dem Umstieg trotz des Wegfalls der KHL-Gegner bestehen bleibt, wird von ihm hervorgehoben.

Die EBEL ist kein Rückschritt

In den letzten vier Jahren habe man sich an das "beste Hockey, dass man sich außerhalb Nordamerikas vorstellen" könne, gewöhnt. Hätte ihm jemand eine solche Episode in der Vereinsgeschichte vorausgesagt, hätten denjenigen "alle ausgelacht", so Gojanovic.

Dennoch sei der erneute Eintritt in die EBEL als neuer, positiver Schritt in der Geschichte von Medvescak Zagreb zu betrachten.

"Wir werden uns gemeinsam weiterentwickeln. Die EBEL eröffnet dem Klub neue Dimensionen und neue Gefühle bei unseren Fans, denn letztendlich geht es immer noch um unseren Verein", will Gojanovic die vermeintlich kleinere Liga, in die seine Mannschaft wechselt, nicht als kleinere Aufgabe verstehen.

Auch Kroaten knabbern an der Punkteregel

Wie man sich sportlich für die EBEL aufstellen will, könne noch nicht gesagt werden.

"Es wäre naiv, über Namen, Wünsche und Pläne zu sprechen, wenn die Verhandlungen noch nicht einmal begonnen haben", erklärt Gojanovic das Thema Kader zum "Geschäftsgeheimnis".


Ein Save zwischen Glück und Können:

(Text wird unterhalb fortgesetzt)


Es sei aber durchaus möglich, KHL-Spieler mit in die EBEL zu nehmen: "Aber es werden noch keine Namen genannt, weil die bisherigen KHL-Spieler sicher zuerst ein neues KHL-Team suchen wollen."

Auch in Kroatien sei die Punkteregelung natürlich ein vorrangiges Thema. "Unsere sportliche Leitung erhält die Anweisung, mit jungen und einheimischen Spielern zu planen. Aber eines soll klar sein: In unserer ersten Mannschaft können all jene spielen, die ihre Qualitäten beweisen. Beweise dich, und du wirst spielen."

Altlasten sollen getilgt werden

Einen finanziellen Rahmen kann der Vereinspräsident auch abstecken.

"Wir gehen davon aus, dass wir zur Durchführung einer EBEL-Saison ein Budget von 2,5 Millionen Euro brauchen, und dass wir dieses Geld durch Sponsoren in Kroatien und Europa aufstellen können."

Nur knappe 20 Prozent des Geldes könnten durch Eintrittsgelder und Vermarktungsrechte lukriert werden.



Eines will Gojanovic aber klipp und klar sagen: "Wir werden mit einem stabilen und tragfähigen Finanzplan in die EBEL kommen."

Die Altlasten, die man etwa durch ausständige Spielergehälter mitzerrt, werden nicht in Vergessenheit geraten: "Es ist kein Geheimnis, dass es noch einige ungelöste Beziehungen gibt, und wir alles tun, um dem nachzukommen. Einige ehemalige Spieler haben zu verstehen gegeben, dass sie mit uns an einer Lösung arbeiten wollen, andere beschweren sich in sozialen Netzwerken, damit müssen wir umgehen können. Das schadet allen, vor allem uns in unseren Bestrebungen."

"Wir werden allen Verpflichtungen nachkommen und es tut uns leid, dass das in einigen Fällen verspätet passiert. Aber das ist die Realität, in der wir leben, wir sind auch auf Ressourcen von anderen Seiten angewiesen", entschuldigt sich der Präsident.

Gibt es wieder beeindruckende Kulissen?

Bei den sportlichen Erwartungen und möglichen "Specials", wie einem erneuten Winter Classic oder Spiele in der 15.000 Zuschauer fassenden "Arena Zagreb", heißt es bei Damir Gojanovic dann aber doch: Klotzen statt kleckern.

"Zunächst gilt es, ein Team zusammenzustellen, es zu einer Einheit zu formen und Erfahrungen zu sammeln. Dann kann man an die Playoffs denken. Wenn wir Glück haben, würde mir ein EBEL-Finale in Zagreb natürlich gefallen", sollen die Brötchen mittelfristig große sein.

Bezüglich der Arena und dem Winter Classic sei natürlich der finanzielle Faktor ein Kriterium. Aber: "Wir wissen, wie wir solche Herausforderungen anzugehen haben. Wenn es im Interesse unserer Sponsoren liegt, können wir jederzeit mit den Vorbereitungen eines solchen Spektakels beginnen."

Jetzt geht es für Medvescak nur mehr darum, sich an die eigenen Pläne zu halten.


Textquelle: © LAOLA1.at

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