Vienna Capitals drehen irres EBEL-Finale 2

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Die EBEL-Finalserie steht nach Spiel 2 2:0. Die Vienna Capitals gewinnen beim KAC 5:4 nach Overtime, drehen dabei 0:3- und 1:4-Rückstände.

Im 1. Drittel treffen Lundmark (5./PP), Koch (11.) und Neal (15./PP).

Die Caps finden im 2. Drittel in die Partie, aber nur Brocklehurst netzt (34.).

Nach Bruckers 4:1 (42.) gleichen die Caps durch McKiernan (44.) sowie Fraser (58.) und Tessier (59.) ohne Keeper am Eis doch noch aus. Pollastrone wird der Overtime-Held für die Wiener (72.).


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(Spielbericht wird unterhalb fortgesetzt)


Capitals im ersten Drittel nicht anwesend

Nach der 1:4-Auswärtsniederlage in Wien zeigt sich der KAC von Beginn an sehr aggressiv. Man will den Auftakt vergessen machen.

Die Hausherren erarbeiten sich schnell eine Überlegenheit, die bei einem 4:3-Überzahlspiel durch Jamie Lundmark in der 5. Minute auch zum Führungstreffer genutzt wird. Capitals-Keeper Jean-Philippe Lamoureux wird geschickt die Sicht verstellt, der Puck kullert zwischen seinen Beinen ins Tor.

Ähnlich ist es auch beim 2:0 in der 11. Minute durch Thomas Koch kurz nach dem Ende einer neuerlichen Überzahl. Mit seinem insgesamt 13. Finaltor, wieder durch die Beine von Lamoureux, sorgt er für neuerlichen Jubel der Zuschauer.

Die bald wieder in Unterzahl agierenden Gäste (im ersten Drittel vier Strafen gegenüber nur einer der Kärntner) erhalten dann zunächst einen nicht gewerteten Schlittschuh-Treffer des KAC, doch im Finish der Zwei-Minuten-Strafe gelingt Matthew Neal in der 15. Minute schon das 3:0 für die Rotjacken.

Erst kippt das Momentum, dann der Score

Nach der ersten Pause kommen die Wiener weit aggressiver auf das Eis. Nach einem Pfostenschuss von Riley Holzapfel (30.) riechen die Gäste Lunte, und Aaron Brocklehurst sorgt vier Minuten später für den verdienten ersten Treffer der Caps.

Die Wiener sind auch in der Folge dem Anschlusstreffer näher, als die Hausherren einem Ausbau der Führung. Caps-Coach Serge Aubin wechselt die Linien durch, die Wiener sind dann die stärkere Mannschaft im Mitteldrittel.

Im Finish erzielt Andreas Nödl (37.) beinahe einen Shorthander, die Caps sind auch in dieser Unterzahl stärker.

Der Schlussabschnitt beginnt gleich mit einem Paukenschlag, als Marco Brucker in der 42. auf 4:1 erhöht. Zu diesem Zeitpunkt dachte wohl kaum jemand an einen langen Abend in der Stadthalle.

Doch nach einem neuerlichen Stangenschuss der Gäste stellt Ryan McKiernan mit einem satten Distanzschuss (44.) schnell wieder den alten Rückstand zum 2:4 her.

Die Caps beweisen enorme Kampfkraft, während sich die Kärntner zu sehr auf das Halten des Ergebnisses beschränken.

Pollastrone der Overtime-Held

Etwas mehr als drei Minuten vor Schluss nehmen die Wiener Goalie Kickert nach einer Auszeit vom Eis, Jamie Fraser nutzt diesen Vorteil sofort zum Anschlusstreffer in der 57. Minute.

Die Wiener drücken in dieser Phase enorm und bekommen den Lohn: Kelsey Tessier schafft in der 59. Minute doch noch den Ausgleich.

In der Overtime hält Kickert zunächst in der 63. Minute bei einer großen KAC-Chance, und die Hausherren können auch eine Überzahl von der 69. Minute an nicht zu einem Treffer nutzen.

Kurz nach Ende des Powerplays ist es Jerry Pollastrone, der die Wiener mit seinem Treffer erlöst. "Das war ein unglaubliches Gefühl", freut er sich. "So zurückzukommen, das war groß für uns."

Den Capitals fehlen auf ihren insgesamt zweiten Meistertitel nun nur noch zwei Siege, am Dienstag geht es in Wien weiter (20:15 Uhr, LIVE im LAOLA1-Ticker).

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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