RB Salzburg erzwingt Entscheidungsspiel

 

Die EBEL-Halbfinalserie zwischen den spusu Vienna Capitals und Red Bull Salzburg geht über die volle Distanz.

Dafür verantwortlich ist Raphael Herburger, der die Mozartstädter in Halbfinale sechs zum 3:2-Overtimesieg (0:1,0:1,2:0,1:0) schießt. Er trifft in Minute 64 im Powerplay aus kurzer Distanz.

In der regulären Spielzeit sieht es nach Treffern von Nödl (20.) und Wall (33.) lange Zeit nach dem Finaleinzug der Wiener aus, doch Raffl (49.) und O'Neill (60.) retten die Bullen in die Overtime.

In dieser wird Peter Schneider mit einer unglücklichen Strafe zum tragischen Held. Der Saison-MVP schlenzt den Puck im eigenen Drittel über das Plexiglas und schenkt Salzburg so das spielentscheidende Powerplay.

Caps waren auf Finalkurs

Im sechsten Aufeinandertreffen mit Salzburg gelang wie auch schon in allen vorangegangenen Partien den Capitals das 1:0. Kapitän Andreas Nödl fälschte 15 Sekunden vor Ende des ausgeglichenen Auftaktdrittels einen Schlenzer von Benjamin Nissner unhaltbar ab.

Davor hatte es gute Möglichkeiten auf beiden Seiten mit einem Stangenschuss für Salzburg und deren zwei für die Gäste gegeben.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn hatten die mittlerweile spielbestimmenden Wiener bei einem weiteren Gehäusetreffer von Sondre Olden erneut Pech. In der 33. Minute sorgte Alex Wall dann aber doch für das 2:0, sein Schuss fand unter Mithilfe von Tormann Steve Michalek den Weg ins Tor.

Salzburger bewiesen Comeback-Qualitäten

Vor dem Drittelende vergaben die über weite Strecken ideenlos wirkenden Salzburger zunächst eine längere 5:3-Überzahl, damit schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch das 1:2 von Thomas Raffl (49.) nach einem seltenen Abwehrfehler der Caps zur Mitte des Schlussabschnitts ließ sie wieder Hoffnung schöpfen. 36 Sekunden vor dem Ende gelang Will O'Neill mit einem platzierten Handgelenksschuss sogar noch der Ausgleich.

Damit gab es zum vierten Mal in dieser Serie eine Verlängerung, in welcher die Salzburger das bessere Ende für sich hatten. Raphael Herburger (64.) nützte in Überzahl ein ideales Zuspiel von Ryan Duncan aus kurzer Distanz zur Entscheidung.

"Das spricht für den Charakter der Mannschaft. Wir kämpfen, egal wie es steht. Keiner von uns gibt auf. Wir haben das Momentum nach dem 2:2 mitgenommen", jubelte Herburger bei "Sky". Peter Schneider war hingegen tief enttäuscht. "Das ist natürlich bitter, jetzt müssen wir am Freitag gewinnen. Wir hätten den Sack einfach zumachen müssen, das Spiel hätte nie in die Overtime gehen dürfen", sagte der Liga-MVP der Capitals.


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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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