Die Qual der Pick-Wahl

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Wer pickt welchen Gegner für die Playoffs?

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Die Capitals, Salzburg und der KAC stehen vor der Qual der Wahl – wer pickt welchen Gegner für die Playoffs? Ein Blick auf die Stärken und Schwächen der auszuwählenden Teams:

Innsbrucker Haie

Finger weg:

Ein Offensivpotential wie kaum ein Team in der Liga – ob Bishop-Spurgeon-Lammers oder Lamoureux-Clark-Smith: Tore sind immer garantiert. Dazu kommen auch in der dritten Linie Spieler wie Ondrej Sedivy oder Mario Huber, die ihre Stärken in der Offensive haben.

Bei Verletzungen sieht man schnell die mangelnde Tiefe im Kader, doch die Haie kamen fast ohne Ausfälle durch die Saison und sind auch jetzt wieder vollzählig.

Bitte zugreifen:

Keiner der Topspieler definiert sich über die Defensive, auch die Verteidiger Ross, Stach und DeSantis agieren meist vorwärtsgerichtet. Das eigene Drittel ist oft nur Freihandelszone, das Teamdenken scheint „Nach mir die (defensive) Sintflut“ zu sein.

Bei aller Hochachtung vor Andy Chiodos Arbeitspensum der letzten Jahre: Er ist kein Goalie, der alleine die Fehler seiner Vorderleute ausbügeln kann und lässt viele Tore aus größerer Distanz zu.

HCB Südtirol

Finger weg:

Die Bozner sind ein großgewachsenes Team, das vier gleichwertige Linien rollen und auch sieben Defender aufbieten kann.

Bei Vollbestand der Kräfte (und der ist für die Playoffs zu erwarten) verfügt Coach Tom Pokel über eine routinierte Truppe, die eklig zu bespielen ist.

Die Einheimischen wie Kapitän Alexander Egger, Markus Gander oder Marco Insam bluten rot-weiß und sind stets die Zugpferde des Teams.

Bitte zugreifen:

Die Pick Round fiel unterirdisch aus, ob da wirklich nur die abgegebenen Kearney und Metropolit schuld waren? Die im Laufe der Saison nachverpflichteten Mikko Luoma und Lindsay Sparks erwiesen sich bis jetzt nicht gerade als Hilfe.

Bozen ist nicht gerade ein High Scoring Team, in engen Partien fehlt oft ein weiterer Topscorer neben Brodie Reid.

Goalie Marcel Melichercik agiert oft verschlafen und lässt zu viele einfache Gegentore zu



Graz 99ers

Finger weg:

Ein Team mit einem heißen Goalie ist immer gefährlich – Sebastian Dahm war auch der Hauptgrund, dass die Grazer bis zum Schluss um einen Playoff-Platz mitmischten.

Neben Oliver Setzinger und Kyle Beach bringen sich nun auch andere Spieler im Scoring ein, die Low-Scoring Games für die 99ers entscheiden können.

Matt Pelech ist der vielleicht schmutzigste Spieler der Liga und kann den einen oder anderen Crack mit einem Cross- oder Kniecheck aus dem Playoff-Rennen nehmen.

Bitte zugreifen:

Die Grazer sind sowohl defensiv als auch offensiv gut, aber keineswegs überragend aufgestellt. Finden sich in einer Sieben-Spiele-Serie wirklich genügend Game Breaker?

Bei aller Schussgewalt: Kyle Beach widmet sich oft artfremden Angelegenheiten auf dem Eis und ist defensiv stets ein Risiko.

Robin Weihager und Michael Boivin sind immer wieder für „unforced errors“ im eigenen Drittel zu haben.

Orli Znojmo

Finger weg:

Erstmals in ihrer EBEL-Geschichte denken die Adler zuerst an die Defensive und befinden sich unter Coach Radek Simicek meist auf der richtigen Seite des Pucks.

Der flatterhafte Goalie Marek Schwarz hat sich zuletzt (auf seinem Niveau) stabilisiert und hat die Torhüterrotation mit Patrik Nechvatal vorläufig abgestellt.

Verletzungen (wie die vom heuer nie so recht fitten Kapitän Jiri Beroun) können meist gleichwertig aufgefangen werden.

Bitte zugreifen:

Znojmo tut sich heuer mit dem Scoren so schwer wie nie zuvor, einzig Rückkehrer Colton Yellow Horn ist eine stete Bedrohung des gegnerischen Tores.

Peter Pucher agiert mittlerweile völlig ohne Beinarbeit – wie soll er mit dem Tempo in den Playoffs zurechtkommen?

Bei aller defensiven und physischen Steigerung – reicht das wirklich für eine Playoff-Runde ohne Heimvorteil?

Dornbirner EC

Finger weg:

Die Bulldogs präsentierten sich zuletzt red hot – sechs Siege in sieben Spielen! Bei einem Sieg in Graz sollte die Euphoriewelle nahtlos in die Playoffs mitgenommen werden.

In den letzten Wochen leisteten neben den üblichen Verdächtigen (=Legionäre) auch Cracks wie Dominic Haberl, Kevin Macierzynski und Stefan Häussle Scorerbeiträge.

Bitte zugreifen:

Nach dem Ausfall von Drew Paris stehen weiterhin nur fünf ligataugliche Defender zur Verfügung – wie soll das bei drei Playoff-Partien pro Woche mit hoher Intensität ausgehen?

Florian Hardy steigerte sich in den letzten Wochen, aber Zweifel sind angebracht, ob er eine Playoff-Serie für sein Team entscheiden kann – siehe letzte Saison…

Textquelle: © LAOLA1.at

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