Die CHL-Gegner des KAC in der Analyse

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Die Champions Hockey League geht wieder los!

Mit der vierten Auflage stellt sich die CHL auf ganz neue Beine. Neben rein sportlichen Qualifikationskriterien haben sich die Vorrundengruppen auf vier Teams vergrößert, jeder Teilnehmer hat also mindestens sechs Spiele, um sich zu beweisen.

Mit Meister Vienna Capitals, Vizemeister KAC und EBEL-Hauptrunden-Zweitem EC Red Bull Salzburg sind drei Teams aus Österreich mit dabei. LAOLA1-Scout Bernd Freimüller analysiert alle Gegner der heimischen Vereine.

Auf diese Teams trifft der KAC in Gruppe H:

Rapaces de Gap (Frankreich)

Auswärts: 24. August (20:30 Uhr), Heim: 2. September (19:30 Uhr)

Das gilt es zu wissen:

Zwei Meistertitel in den letzten drei Jahren der Ligue Magnus – 16 Abgängen im Sommer stehen 15 Zugänge gegenüber, Meistercoach Luciano Basile muss ein völlig neues Team bilden – Mit Maurin Bouvet stand genau ein Crack im letzten WM-Aufgebot der Franzosen.

Er kann dem KAC wehtun:

Der 24-jährige Center Dimitri Thillet verbessert sich von Jahr zu Jahr und könnte sowohl im Klub, als auch im Nationalteam vor einem Durchbruch stehen.

Wen könnte man über kurz oder lang in der EBEL sehen?

Die League Magnus bringt zwar einige Nationalspieler, aber kaum Top-Legionäre hervor. Kann sich der kleinwüchsige (1,68 m) ECHL-Goalie Jeff Lerg hier für bessere Ligen anbieten?

Erfolgssaussichten:

Das französische Eishockey wird schon seit Jahren unterschätzt, die Liga wird auch kaum gescoutet. Aber ein Gedanke an den Aufstieg scheint utopisch.

Frölunda HC (Schweden)

Auswärts: 26. August (15:00 Uhr), Heim: 31. August (19:30 Uhr)

Das gilt es zu wissen:

Eine Finalniederlage und zuletzt zwei Siege: Frölunda HC dominierte in den letzten Jahren die CHL – Das berühmte Hockey Gymnasium brachte in den letzten Jahre einige NHLer hervor, etwa Superstar Erik Karlsson, Rangers-Goalie Henrik Lundqvist, Alexander Steen, John Klingberg, Louie Eriksson und Lars Eller – Mit Offensivverteidiger Henrik Tommernäs wanderte ein wichtiger Mann zu Servette Genf ab – Frölunda bestreitet schon seit Jahren seine CHL-Heimspiele nicht im zentral gelegenen Scandinavium, sondern in der sonst den Nachwuchsteams vorbehaltenen Halle Frölundaborg

Er kann dem KAC wehtun:

Vielleicht nicht gerade die richtige Kategorie, aber alleine wegen ihm lohnt sich der Weg in die Messehalle: Der leichtfüßige Defender Rasmus Dahlin gilt bereits jetzt als aussichtsreichster Kandidat für den Top-Pick im Draft 2018. Er vereinigt wunderbare Beine, Spielintelligenz, sanfte Hände und einen durchaus ausbaufähigen Körper.

Wen könnte man über kurz oder lang in der EBEL sehen?

Ryan Lasch hat bei seinem Comeback in Göteborg gerade für drei Jahre unterschrieben. Von einem Abgang in eine schwächere Liga ist der 30-Jährige wohl noch etwa fünf Jahre entfernt, wenn seine Beine (ohnehin nicht unbedingt seine größte Stärke) stark nachlassen.

Erfolgssaussichten:

Frölunda gilt natürlich zusammen mit den ZSC Lions als Topfavorit für den Aufstieg. Das Team ist so prominent besetzt, dass sich kein Klagenfurter Eishockeyfan das Heimspiel entgehen lassen sollte.

ZSC Lions (Schweiz)

Heim: 3. Oktober (19:30 Uhr), Auswärts: 11. Oktober, (19:45 Uhr)

Das gilt es zu wissen:

Zwei Viertelfinalausscheiden en suite – das sollte einer Organisation wie dem ZSC nicht passieren. Das schwedische Trainerduo Hans Wallson und Lars Johansson ist zwar nur für die letzte Saison verantwortlich, müssen aber heuer sicher liefern – Natürlich wieder prominente Namen auf den Legionärspositionen: Kevin Klein verließ die NHL und soll vor allem in der Kabine ein Leader sein. Sniper Drew Shore beendete die letzte Saison in Vancouver, agierte davor beim Lokalrivalen aus Kloten – Das Heimspiel gegen den KAC findet nicht im Hallenstadion, sondern in Dübendorf statt.

Er kann dem KAC wehtun:

Fredrik Pettersson – der gedrungene schwedische Flügel ist an guten Tagen ein steter Unruheherd und aufgrund seiner nimmermüden Beinarbeit nur schwer festzumachen.

Wen könnte man über kurz oder lang in der EBEL sehen?

Der ZSC kann sich das Beste vom Besten leisten, Geld spielt eigentlich keine Rolle. Schweizer Cracks gehen sowieso nicht ins Ausland und die Legionäre kann man sich auch nur im Greisenalter in der EBEL vorstellen.

Erfolgssaussichten:

Der ZSC ist von vorne bis hinten stark besetzt und gilt neben Frölunda als klarer Favorit für den Aufstieg. Nach dem enttäuschenden Ende der letzten Saison sollten die Schweizer auch in der CHL schon fokussiert sein, so sie ihre Coaches nicht loswerden wollen…



Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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