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CHL: Österreichs Trio vor den Spielen der Wahrheit

Was ist für die heimischen CHL-Starter in den letzten Spielen möglich? LAOLA1-Experte Bernd Freimüller hat die Gegner unter die Lupe genommen:

CHL: Österreichs Trio vor den Spielen der Wahrheit Foto: © GEPA

Mit Red Bull Salzburg (3 Punkte), dem KAC (2) und den Graz 99ers (letzter Platz mit null Punkten) befinden sich die österreichischen CHL-Starter derzeit außerhalb der Playoffränge.

Alle drei Teams hatten auch in der ICE zuletzt ihre Probleme - gelingt doch noch ein Weiterkommen oder stehen jeweils zwei Pflichtaufgaben ins Haus?

Ein Blick auf die Gegner:

KooKoo Kouvola

(6. 10. in Klagenfurt, 19.15)

Weiß Gott, KooKoo hat derzeit andere Probleme als die CHL. Mit einem Punkt in der Liiga abgeschlagen Letzter und das in einer Saison, wo die letzten drei Teams absteigen müssen. Letztes Jahr ging noch alles auf, einem zweiten Platz im Grunddurchgang folgte sogar die Finalteilnahme, wo sich Favorit Tappara Tampere erst im siebten Spiel durchsetzte.

Im Sommer blieben mit Ville Meskanen, Miska Siikonen und Maple-Leafs-Pick Veeti Miettinen die drei Topscorer erhalten, sie brachten es aber bisher zusammen auf drei Tore. Diese Platzpatronen-Offensive kombiniert mit schwachen Goalieleistungen (KooKoo verbrauchte heuer schon vier Torhüter) lässt auch für den Rest der Saison nichts Gutes erwarten.

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Saipa Lappeenranta

(6.10. in Graz, 20.20)

Im Gegensatz zu KooKoo gelang Saipa ein guter Start in die Liiga, 20 Punkte aus 10 Spielen bedeuten den derzeitigen dritten Platz. Saipa hat sich nach dürftigeren Jahren in die finnische Elite gespielt – vor zwei Jahren noch im Finale, letzte Saison Bronze (die Liiga spielt wirklich ein kleines Finale).

Für den Aufstieg in der CHL würde dem Tabellenneunten wahrscheinlich schon zwei Punkte genügen. Defender Santeri Airola ist ein PP-Spezialist, der schon seit Jahren verlässliche Scorerzahlen aufweist. Sonst gibt es eher wenig herausragende Einzelkönner im Team, das acht Legionäre aus sechs verschiedenen Ländern aufweist.

Eisbären Berlin

(7. 10. in Salzburg, 20.20 & 14. 10. H gegen KAC, 19.30)

Auch ohne Erfolgscoach Serge Aubin, der sich im Sommer nach Bern verabschiedete, konnte kein großer Leistungseinbruch konstatiert werden. Zweiter Platz in der DEL, in der CHL müssen für den Vierzehnten allerdings noch Punkte her, um den Aufstieg zu schaffen.

Stark wie immer: Die beiden Topscorer Ty Ronning und Liam Kirk, die mit jeweils 13 Punkten aus 6 DEL-Spielen die Mannschaft offensiv tragen. Noch Luft nach oben hat allerdings Goalie-Neuverpflichtung JackLaFontaine, der derzeit im Schatten von Kollegen Jonas Nefflin steht. Die Fans in Salzburg können sich jedenfalls auf eine mit starken Legionären und deutschen Teamspielern gespickte Truppe freuen.

Skelleftea AIK

(13.10 H gegen Red Bull Salzburg, 19h)

Vierter in der SHL, in der CHL bereits für das Achtelfinale qualifiziert – der schwedische Meister wird seinem ausgezeichneten Ruf wieder einmal gerecht. Zwei Titel in den letzten drei Jahren, dazu auch ein kaum versiegender Nachschub an jungen Spielern (vier Draftpicks stehen im Kader).

Goalie Strauss Mann – einer von nur drei Legionären – war letzte Saison ein Schlüsselspieler im Team, gibt auch heuer weniger als zwei Gegentore pro Spiel her. Das war nach seiner Saison in Augsburg so nicht abzusehen.

Weitere Stars im Team: Offensiv-Defender Jonathan Pudas sowie Center Oscar Lindberg, der schon in der NHL, KHL und NL tätig war. Fraglich aber, ob Coach Daniel Hermansson sein bestes Team in die letzten beiden CHL-Spiele schickt.

Storhamar

(14.10, H gegen Graz 99ers, 19h)

Mit vier Punkten am 17. Platz der Gesamttabelle liegend – im Gegensatz zu den 99ers hat der norwegische Meister noch Chancen auf den Aufstieg. Das Spiel gegen die Steirer ist hier sicher die leichtere Aufgabe als das in Tampere gegen Tappara eine Woche zuvor.

Nach drei Meistertiteln in Folge liegt Storhamar derzeit nur am fünften Rang der heimischen EHL. Das Team von Petter Thoresen weist einige altbekannte Namen auf: Ex-Caps-Goalie Tyler Parks, den früheren Pioneers-Defender Christian Bull und den Ex-Grazer Simon Hjalmarsson. Dazu kommen noch Nationalspieler wie Jacob Berglund (ein gebürtiger Schwede), Eirik Salsten (in Iserlohn eher ein Flop) und der 36-jährige Andreas Martinsen.

Auf die 99ers wartet zum CHL-Ausklang nicht nur eine teure Reise, sondern auch ein schwer zu bespielender Gegner.

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