Mirra Andreeva ist auf der WTA-Tour längst keine Unbekannte mehr. Die 19-Jährige führt die Riege der angriffslustigen Teenager an.
Während einige Spielerinnen in dieser Auflistung noch vom Anschluss an die Weltspitze träumen, ist die am 29. April 2007 in Krasnojarsk geborene Russin bereits fester Bestandteil der besten Tennisspielerinnen der Welt.
Bereits im Juli 2024, im Alter von 17 Jahren, gewann die 1,75 Meter große Andreeva, die Rechtshänderin ist und die Rückhand beidhändig spielt, in Iași ihren ersten WTA-Titel.
Der erste ganz große Coup folgte dann im Februar 2025: In Dubai kürte sie sich zur jüngsten Gewinnerin eines WTA-1000-Turniers und stieß damit erstmals in die Top 10 der Weltrangliste vor.
2026 wurde es Zeit für den ersten Grand-Slam-Titel: Gegen Maja Chwalińska kürte sich Andreeva zur jüngsten French-Open-Siegerin seit Monica Seles 1992. Aktuell befindet sie sich auf Platz fünf der WTA-Weltrangliste.
Gecoacht wird Andreeva von Conchita Martinez. Als Profispielerin war sie selbst mal Nummer zwei der WTA-Tour. Als Trainerin hat Martinez bereits die ehemaligen Weltranglisten-Ersten Garbine Muguruza und Karolína Plíšková betreut.
Iva Jovic (18)
WTA-Rangliste: 14
Die Kalifornierin wurde am 6. Dezember 2007 geboren, und ist damit rund zwei Monate älter als Lilli Tagger.
Bereits mit fünf Jahren hat Jovic mit dem Tennisspielen begonnen. Ihre ersten Schritte im Profi-Tennis hat sie bereits mit jungen 14 Jahren auf der ITF-Tour gemacht. Bei ihrem ersten Turnier auf dieser Ebene in Los Angeles erreichte sie auf Anhieb das Finale.
2024 debütierte sie auf der WTA-Tour bei den US Open. Da sie im Vorhinein die "USTA Girls 18s National Championships" gewinnen konnte, wurde ihr eine Wildcard zugesprochen. Mit 16 Jahren war sie die jüngste Teilnehmerin der damaligen Grand-Slam-Ausgabe und erreichte dank eines Sieges gegen Magda Linette sogar die zweite Runde.
Im nächsten Jahr sammelte sie immer mehr Ergebnisse auf der höchsten Leistungsebene und konnte beim WTA-500-Turnier im mexikanischen Guadalajara auch ihren ersten großen Titel feiern. Im Finale setzte sie sich gegen Emiliana Arango 6:4, 6:1 durch.
Aktuell befindet sich das US-amerikanische Talent auf Rang 14 der Weltrangliste - gleichzeitig auch ihr bisheriges Karrierehoch.
Victoria Mboko (19)
WTA-Rangliste: 15
Victoria Mboko wurde am 26. August 2006 in North Carolina in den USA geboren. Da die 19-Jährige allerdings im Alter von zwei Monaten mit ihren Eltern nach Toronto auswanderte, spielt sie heute für Kanada.
Mit 1,80 Metern gehört sie zu den größeren Spielerinnen der WTA-Tour. Jene Größe weiß Mboko auch gut für sich zu nützen.
Ihre ersten Titel auf der ITF-Tour konnte sie mit nur 15 Jahren feiern. Der große Durchbruch kam allerdings mit Jahresbeginn 2025: Auf der ITF-Tour gewann sie 22 Matches am Stück ohne Satzverlust, daraus resultierten vier Turniersiege.
Im August desselben Jahres bekam sie eine Wildcard für das WTA-1000-Turnier vor heimischem Publikum in Montreal. Hier startete sie einen Lauf, der in die Geschichte einging: Mit gerade mal 18 Jahren krönte sie sich zur Siegerin der National Bank Open 2025.
Dass ihr die Auslosung entgegenkam, kann man nicht behaupten: Auf ihrem Weg zum Titel schlug sie Sofia Kenin, Coco Gauff, Jelena Rybakina und im Finale Naomi Osaka.
Damit war sie die zweitjüngste Spielerin nach Serena Williams, die es geschafft hat, in einem Turnier vier Grand-Slam-Titelträgerinnen besiegen zu können. Der Triumph brachte sie erstmals in die Top 30 der Welt, heute liegt sie bereits in den Top 15.
Sára Bejlek (20)
WTA-Rangliste: 30
Die 20-Jährige ist eine von aktuell zehn tschechischen Spielerinnen in den Top 100 der WTA-Rangliste - und die einzige Frau in dieser Auflistung, die streng genommen keine Teenagerin mehr ist.
Sie wurde am 31. Jänner 2006 in Znojmo geboren und ist mit 1,63 Metern - im Vergleich zu den meisten Konkurrentinnen - relativ klein.
Zusätzlich ist sie eine von aktuell nur sechs Linkshänderinnen in den besten 100 der Weltrangliste. Das tut ihrem erfolgreichen Spiel jedoch keinen Abbruch.
Ihre Tenniskarriere ist bereits in jungen Jahren von Erfolg gekrönt gewesen. Ihren ersten Turniersieg auf ITF-Ebene feierte sie mit 15 Jahren beim Heimturnier in Olmütz. Auf Junioren-Ebene konnte sie 2023 im Doppel der French Open mit Partnerin Lucie Havlickova den Pokal in die Höhe stemmen.
Besonders auf Sand fühlt sich Bejlek wohl. Das zeigt auch der Umstand, dass sie bis 2025 alle ihre Titel ausschließlich auf der roten Asche gewann. Der langsame Belag kommt der Tschechin aufgrund ihrer starken, defensiven Spielweise entgegen.
Der große Durchbruch gelang dennoch auf Hartplatz: Als Qualifikantin spielte sich Bejlek bei den Mubadala Abu Dhabi Open 2026 bis ins Finale und besiegte dort Ekaterina Alexandrova in zwei Sätzen. Als Nummer 101 der WTA-Weltrangliste ins Turnier gestartet, machte sie einen gewaltigen Satz nach vorne und fand sich nach dem Titelgewinn plötzlich auf Platz 38 wieder.
Im direkten Duell zwischen Lilli Tagger und Bejlek steht es übrigens 1:1. Beide Matches wurden erst kürzlich, im Juli 2026, gespielt. Das zweite der beiden Spiele fand im Viertelfinale von Prag, auf dem Weg zu Taggers erstem WTA-Titel, statt.
Tereza Valentova (19)
WTA-Rangliste: 50
Die am 20. Februar 2007 geborene Tereza Valentova gilt als eines der größten Talente in der tschechischen Republik.
Sie ist 1,74 Meter groß, Rechtshänderin und spielt, so wie die meisten in ihrem Alter, die Rückhand beidhändig. Sie kommt zudem aus einer sportlichen Familie: Ihre Mutter, Jitka Janáčková, war in den 90er Jahren Olympiateilnehmerin im Kanu.
Bereits im Jahr 2021 erhielt die damals erst 14-jährige Valentova eine Wild Card für die Qualifikation der "WTA Prague Open". Im Jahr darauf bildete sie im Juniorinnen-Doppel der French Open gemeinsam mit Mirra Andreeva ein Paar. 2023 erreichte sie im Juniorinnen-Einzel der US Open das Finale, verlor dieses allerdings.
2025 setzte sie in Paris eines drauf: In der Jugend-Kategorie konnte sie sowohl das Einzel als auch das Doppel der French Open für sich entscheiden.
Im selben Sommer folgten zwei WTA-Challenger-Titel in Grado und Porto, im Oktober darauf die erste Finalteilnahme auf der WTA-Tour in Osaka. Auf ihren ersten großen Titel auf der WTA-Tour wartet die 19-Jährige allerdings noch.
Aktuell befindet sich Valentova auf Position 57 der Weltrangliste. Bemerkenswert ist hier, dass sie damit trotzdem nur die neuntbeste Tschechin im Ranking ist.
Alina Korneeva (19)
WTA-Rangliste: 69
Eine weitere talentierte Russin im Teenager-Alter ist Alina Korneeva. Die 1,80 Meter große Rechtshänderin ist am 23. Juni 2007 geboren und wird in manchen Kreisen als "Mini Sharapova" bezeichnet.
Schon im Alter von 15 Jahren gelang ihr im September 2022 in Casablanca ihr erster Turniersieg auf ITF-Ebene. 2023 gewann sie zudem das W100-Turnier in Figueira Da Foz - vor ihr hat noch keine jüngere Tennisspielerin ein Turnier in dieser Wertungsklasse gewinnen können.
Im selben Jahr gab es aber auch auf Juniorinnen-Ebene viel zu feiern: Sowohl die Australian Open als auch die French Open gingen an Korneeva. In Wimbledon ging die Reise bis ins Halbfinale.
2024 geriet die Karriere jedoch ein wenig ins Stocken: Im Frühjahr musste sich die Russin einer Handgelenksoperation unterziehen. Erst im September konnte sie wieder auf die Tour zurückkehren.
Im Jahr 2026 nahm die vielversprechende Tenniskarriere wieder etwas Fahrt auf. Im Februar ging der WTA-Challenger in Oeiras an Korneeva. Beim WTA-250-Turnier in Athen gelang ihr der Einzug ins Semifinale - erst gegen die Lokalmatadorin Maria Sakkari war Schluss.
Kristina Liutova (16)
WTA-Position: 125
Der momentan jüngste Shootingstar der WTA-Tour ist Kristina Liutova. Die Russin ist am 2. Februar 2010 geboren und somit erst 16 Jahre alt.
Zum Jahresbeginn stand noch die Nummer 714 in der Weltrangliste vor ihrem Namen. Mittlerweile ist es Platz 125.
Dafür verantwortlich ist ihr WTA-Debüt bei den "2026 Memphis Classics", die von Ende Juli bis Anfang August stattfanden. Als erste Spielerin, die in den 2010er Jahren geboren wurde, erreichte Liutova dort nämlich ein Finale auf der WTA-Tour - und das obwohl sie bereits als Qualifikantin in den Bewerb einstieg.
Auch das Endspiel gegen Darja Vidmanova konnte sie für sich entscheiden. Damit ist die Russin die jüngste Spielerin seit Coco Gauff bei den "2019 Linz Open", die ein WTA-Turnier gewinnen konnte (damals 15 Jahre).
Seit sechs Jahren trainiert die geborene Moskauerin in den USA. In einem regionalen Tennisblog aus den USA, der sich auf Jugendtennis fokussiert, sagte Liutova vor einem Jahr: "Ich möchte, dass es so bald wie möglich passiert. Ich möchte für die USA antreten, so früh, wie ich kann."