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Novak: "Es wäre sicher mehr drin gewesen"

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Mit Dennis Novak verabschiedete sich am Dienstag kurz nach Dominic Thiem auch der zweite Österreicher im Einzel-Bewerb von Wimbledon.

„Ich bin natürlich enttäuscht, weil auf jeden Fall mehr drin gewesen wäre, wenn ich besser serviert hätte“, ärgerte sich der 25-jährige Niederösterreicher nach der knappen Vier-Satz-Niederlage gegen den Ungarn Marton Fucsovics.

„Ich hab echt ganz gut begonnen. Im zweiten Satz bin ich leider etwas passiver geworden und habe auch nicht mehr ganz so gut serviert wie in den letzten Wochen. Der dritte Satz war dann ein bisschen komisch. Ich habe nach einem 2:5-Rückstand Satzbälle abgewehrt und dann bei 6:5 versäumt, den Satz auszuservieren. Der vierte Satz ist mir mit viel zu vielen leichten Fehlern davon gelaufen. Am Ende hat er verdient gewonnen“, analysierte Novak die Partie.

In der Weltrangliste wird die aktuelle Nummer 104 der Welt in zwei Wochen auf einen Platz um die 120 zurückfallen, da er im Vorjahr aus der Qualifikation die dritte Runde erreichte.

"Stolz" auf erneute Qualifikation

Da er vor einer Woche beim Challenger in Ilkley im Endspiel nach einem vergebenen Matchball und dadurch den erstmaligen Sprung in die Top 100 verpasste, war Novak trotzdem nicht unzufrieden mit seiner diesjährigen Performance in Wimbledon.

„Ich bin stolz darauf, dass ich mich nach der bitteren Final-Niederlage von Ilkley in Wimbledon wieder qualifizieren konnte. Das haben mir wohl nicht viele zugetraut und ich habe mir selbst beweisen können, dass ich das kann. Nun gilt es, diesen Weg fortzusetzen.“

Novak setzt auf Julian Knowle

Diesen Weg wird Novak weiterhin gemeinsam mit Julian Knowle bestreiten. Der 44-jährige Vorarlberger beendete erst vor Kurzem seine aktive Karriere und agiert seit Mitte Mai als Touring Coach des Wiener Neustädters.

„Ich komme mit Julian echt gut aus. Er hat sehr viel Erfahrung, kennt sich gut aus und hat aus seiner Karriere das Bestmögliche herausgeholt. Er ist ein sehr gescheiter Mensch, der die Gegner sehr gut analysieren kann. Mir hat bislang immer jemand gefehlt, der mich auf die Matches gut einstellen und mir Zeichen geben kann, wenn ihm was auffällt“, setzt Novak große Stücke auf den ehemaligen US-Open-Gewinner im Doppel.

Vorfreude auf Hartplatz-Saison

Nach einer kurzen Pause wird Novak in der kommenden Woche in der deutschen Liga spielen. Danach stehen mit Bastad, Gstaad und Kitzbühel drei ATP-Sandplatz-Turniere auf dem Programm.

„Wenn ich viele Punkte hole, könnte ich auf Hartplatz trainieren und dann direkt zu den US Open gehen“, will sich Novak noch nicht auf eine genaue Turnierplanung festlegen. Grundsätzlich überwiegt aber auf jeden Fall die Vorfreude auf die Hartplatz-Saison. „Das liegt mir einfach viel mehr als Sandplatz.“

Verbesserungspotenzial, um endlich den langersehnten Sprung in die Top 100 zu schaffen, sieht Novak vor allem im Aufschlag. „Ich brauche mehr Percentage und mehr Tempo. Grundsätzlich gilt es aber natürlich, alles zu verbessern.“

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