Zverev verhindert Auftaktniederlage: Zittern bis Mitternacht
Neben Alexander Zverev mühte sich auch Flavio Cobolli - Elena Rybakina und Coco Gauff sind dagegen mit souveränen Auftaktsiegen weiter.
Alexander Zverev, nach der Absage von Jannik Sinner bei den US Open topgesetzt, hat zum Start einen Kraftakt benötigt.
Auf dem Weg in die 2. Runde des letzten Tennis-Grand-Slam-Turniers des Jahres rang der Deutsche den Italiener Lorenzo Sonego nach 4:53 Stunden in fünf Sätzen nieder. 6:4,3:6,6:7(7),7:5,6:4 - nach einem zwischenzeitlichen Leistungseinbruch durfte der French-Open-Sieger erst um 1.55 Uhr Ortszeit über einen Zittersieg jubeln.
Zverev entgeht historischer Schmach
In der Geschichte des Profitennis waren zuvor seit 1968 nur sechs topgesetzte Spieler bei einem Grand-Slam-Turnier bereits in der ersten Runde gescheitert. Diese historische Schmach konnte sich Zverev ersparen.
Sonego, die Nummer 89 im Ranking, vermochte bisher einzig in Wimbledon mit dem Vorstoß in die 3. Runde einigermaßen zu überzeugen. Für Zverev geht es nun gegen den Franzosen Quentin Halys.
Auch Paris-Finalist Flavio Cobolli rettete sich nach einem Zweisatzrückstand noch in einen Fünfsatzsieg. Der als Nummer fünf gesetzte Italiener gewann gegen den Argentinier Francisco Comesana nach 4:13 Stunden 3:6,2:6,6:3,6:4,6:4.
Rybakina mit Fragezeichen
Um einiges kürzer war der Erstrunden-Auftritt von Elena Rybakina - trotz Fragezeichen im Vorfeld. In Cincinnati hatte sich die als Nummer zwei eingestufte Kasachin an der Achillessehne verletzt.
"Ich habe die ganze Woche nicht gespielt, also sieben Tage kein Tennis und im Grunde auch nicht allzu viel im Fitnessstudio. Es ist also ein großartiges Ergebnis nach zehn Tagen seit dieser Art von Verletzung", sagte Rybakina nach dem 6:3,6:2-Erfolg gegen Thea Frodin (USA).
In Flushing Meadows hat sie die Chance, die Belarussin Aryna Sabalenka als Weltranglistenerste abzulösen. Auch Publikumsliebling Coco Gauff ließ beim 6:3,6:4 gegen die Türkin Zeynep Sonmez nichts anbrennen.
Der letzte Erstrunden-Spieltag konnte auf den Nebenplätzen wegen Regens in New York erst mit knapp vierstündiger Verspätung gestartet werden.