Der topgesetzte Deutsche Alexander Zverev hat bei den US Open das nächste kräftezehrende Mammutmatch vermieden und ist im Eiltempo ins Achtelfinale eingezogen.
Der French-Open-Sieger gewinnt das Duell mit Alejandro Tabilo aus Chile mit 6:2, 7:6(2), 6:2.
Zverev gewinnt, aber wirft Schläger
Zverev übersteht bei seinem Sieg auch kurze Frustmomente. Er wirft seinen Schläger im dritten Satz genervt von eigenen Fehlern an die Wand hinter der Grundlinie im Arthur Ashe Stadium - darb aber dank einer stabilen Leistung nach 2:25 Stunden Spielzeit um 1.09 Uhr Ortszeit jubeln.
Für die ersten beiden Siege beim Grand-Slam-Turnier in New York hatte Zverev insgesamt noch neuneinhalb Stunden gebraucht. Nun spart der 29-Jährige wertvolle Energie für das Achtelfinale gegen den als Nummer 21 gesetzten Italiener Luciano Darderi.
Chance auf Titel wächst für Zverev
Die Chance auf den zweiten Grand-Slam-Titel wird für den Sieger von Roland Garros dabei auch aufgrund der schwächelnden Konkurrenz immer größer.
Am Samstag verabschiedeten sich sein amerikanischer Angstgegner Taylor Fritz und French-Open-Finalgegner Flavio Cobolli aus Italien als nächste Titelanwärter aus dem Turnier.
Zuvor waren auch der als Nummer drei gesetzte Felix Auger-Aliassime aus Kanada und Novak Djokovic früh gescheitert. Zudem fehlt Jannik Sinner als Weltranglistenerster verletzt.
Gauff und Rybakina weiter
Bei den Frauen stehen die als Nummer 2 gesetzte Kasachin Jelena Rybakina und Lokalmatadorin Coco Gauff (4) beim letzten Tennis-Grand-Slam des Jahres im Achtelfinale.
Rybakina kommt gegen die Ukrainerin Julija Starodubtseva beim 7:6(6), 6:3 nur im ersten Satz in Bedrängnis, als die Australian-Open-Siegerin einen Satzball abwehren muss. Gauff hat beim 6:3, 6:4 gegen die Spanierin Cristina Bucsa keine Mühe.
Osaka entschuldigt sich bei Fans
Die Japanerin Naomi Osaka richtet sich nach ihrem mühevollen Achtelfinal-Einzug indes mit voller Reue an das Publikum. Beim 6:3, 3:6, 7:5 über die Belgierin Elise Mertens hat die Japanerin immer wieder über sich selbst geschimpft und auch den Schläger auf den Platz geworfen.
"Ich war sehr negativ mit mir selbst, deshalb tut mir mein Verhalten wirklich leid", sagt die 28-Jährige im Interview auf dem Platz. "Es tut mir wirklich leid für die kleinen Kinder, die zugeschaut haben", ergänzt die zweimalige US-Open-Siegerin, die selbst Mutter einer Dreijährigen ist.
In der Runde der besten 16 wartet auf die Vorjahresfinalistin mit Rybakina eine schwere Aufgabe.