Barbara Schett über Williams: "Nicht akzeptabel"

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Barbara Schett, eine der besten österreichischen Tennisspielerinnen aller Zeiten und Turnierbotschafterin für das "Upper Austria Ladies Linz", äußerte sich jüngst gegenüber dem "Kurier" über das Fehlverhalten von Serena Williams im US-Open-Finale.

"Ich finde, das Verhalten von Serena Williams im Finale nicht aktzeptabel. Sie hatte sich nicht im Griff", meint die 42-Jährige. "Was mich besonders enttäuscht, ist, dass sie die Sache bis heute nicht einsieht und die WTA auch hinter ihr steht."

Lobende Wort gab es für Finalgegnerin Naomi Osaka: "Mit Naomi Osaka hat eine Spielerin mit attraktivem Spiel den Durchbruch geschafft, den man ihr schon lange vorausgesagt hat."

Zusammenarbeit mit einem Star

Barbara Schett ist als Eurosport-Expertin bei Grand-Slam-Turnieren unterwegs. Dort arbeitet sie mit einem Superstar der Szene, Mats Wilander. "Wir verstehen uns blendend, da hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Wir bügeln sogar unsere Fehler gegenseitig aus", sagte Schett.

Schett und Wilander begrüßen in ihrer Sendung "Game, Schett, Mats" immer wieder einige Topspieler. "Mats war ein siebenfacher Grans-Slam-Sieger. Es ist ein Vorteil, die Spieler freuen sich, wenn sie zu uns kommen."

Schett lebt mit ihrem Ehemann und Ex-Profi Joshua Eagle und ihrem Sohn Noah nördlich von Brisbane. Über ihre Reisen meint sie: " Am Jahresende werde ich sechs Monate in Australien, vier Monate unterwegs und zwei Monate in Österreich gewesen sein."

Herzensaufgabe Generali Ladies Linz

Barbara Schett wird heuer bereits zum 13. Mal Turnierbotschaterin des "Upper Austria Ladies Linz" sein. "Es ist die größte Damensport-Veranstaltung in Österreich überhaupt."

Besonders die Turnierdirektorin Sandra Reichel wird bei ihr hervorgehoben: "Sensationell, was Sandra Reichel jährlich gelingt. Diese Dichte an Weltklasse-Spielerinnen ist auch heuer unglaublich."

Schett findet zudem das Turnier sei "Wichtig für die Region, aber wichtig für ganz Österreich. Auch deshalb, weil Damen-Tennis bei uns gegenüber dem Herren-Tennis oft belächelt wird."

Aufschwung bei ÖTV-Damen

Auch wenn sich seit 2013 keine ÖTV-Dame mehr für das Turnier in Linz qualifizieren konnte, so sieht Schett doch eine Entwicklung im österreichischen Damen-Tennis: "Ich finde aber, es tut sich was. Das Wild-Card-Turnier für junge Österreicherinnen hier war sehr gut, die 16-jährige Mavie Österreicher hat gute Anlagen."

"Ich gastiere oft beim steirischen Tennisverband, dort läuft es sehr gut. Der Stützpunkt Südstadt auch für Mädchen ist richtig, viele orientieren sich an den Burschen", sagt Schett. "Ich habe das Gefühl, dass man im Tennisverband mehr für die Damen tun möchte."

Keine Freude hat sie allerdings mit dem neuen Herren-Daviscup-Finalturnier: "Ich war in Graz beim Daviscup und dachte mir: Das soll es in dieser Form nicht mehr geben? Ich halte auch den November-Termin für ungeeignet."

Textquelle: © LAOLA1.at

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