Selbst Top 3 in Wien waren nicht unmöglich
Übrigens: Alcaraz ist nicht als "Ersatz" für Sinner zu verstehen. Straka hätte auch mit einem Extrainvestment die Chance ergriffen, möglicherweise sogar die Top 3 in Wien zu haben.
"Wir hätten ihn trotzdem genommen, auch wenn es kitschig und übertrieben vielleicht wäre." Doch es gelte, Alcaraz, der einmal 2021 und noch jung in Wien war, von der tollen Energie des Wiener Turniers zu überzeugen. "Ich hoffe schon, dass er dann öfter auch wiederkommt."
Auch Superstar Novak Djokovic war schon viel länger Thema für Wien. Doch durch seinen körperlichen Zusammenbruch bei den US Open hat der Major-Rekordsieger alles auf Stopp gestellt.
"Er hat sich dann wochenlang nicht entschieden. Wir waren schon kurz vor dem Unterschreiben, aber er hat nicht final zugesagt." Der 39-Jährige spielt nun in Basel. "In der Reihenfolge, in der es passiert ist, habe ich ihn dann nicht mehr genommen."
Nur Rodionov mit ÖTV-Wildcard
Aus österreichischer Sicht hat im Einzel nur Jurij Rodionov eine Wildcard für den Hauptbewerb erhalten. "Auch weil es zur Zeit kein zweiter Österreicher verdient, muss man ehrlich sagen", erklärte Straka.
Neben ihm haben Alcaraz, Grigor Dimitrov und zuletzt der aussichtsreiche Spanier Martin Landaluce "Freikarten" erhalten. In Letzterem erkennt Straka eine Zukunftsaktie, es steckt auch kein Deal dahinter, versicherte er.
Landaluce hat nämlich den gleichen Manager wie Alcaraz. Frühes Vertrauen in junge Spieler habe sich schon sehr oft ausgezahlt und der Steirer erwähnt u.a. auch Sinner, der einst mit Wildcard in Wien am Start war.
Schwärzler bei Bresnik
So bleiben Lukas Neumayer und Joel Schwärzler Wildcards für die stark besetzte Qualifikation. Beide Spieler sind nun übrigens unter den Fittichen von Trainerguru Günter Bresnik.
Denn der ehemalige Thiem-Macher hatte schon zuletzt mit Schwärzler in der Südstadt trainiert, mehrere Medien berichteten nun über eine gestartete Zusammenarbeit des strengen Bresnik mit dem etwas schlampigen Talent.
Erwartet werden wieder über 80.000 Fans, vielleicht fällt der Vorjahresrekord (82.000). Dass das Turnier in den Herbstferien stattfindet, bewertet Straka nicht zu hoch. "Ich habe gelernt, wenn du ein attraktives Produkt hast, ist es völlig egal, wie das Wetter ist oder ob Ferien sind."
Die Zweitlocation Marxhalle sei ein "Herbstferienprodukt, wenn sich Leute kurzfristig entscheiden". Fix ist übrigens schon, dass Wien auch über 2028 hinaus bei diesem Herbsttermin bleiben wird.