Klar habe ich gegen Jannik Sinner dieses Jahr fünf Mal verloren. Vom Tennisspielen her, wenn er fit war, war er der beste Spieler der Welt, keine Frage. Aber ich finde, dass ich die beste Saison gehabt habe."
"Fitness und fit sein ist ein Riesenteil vom Sport. Wenn ich eine Offseason mache und vier Wochen Training habe, dann mache ich ungefähr fünf bis sechs Stunden am Tag Fitnesstraining und spiele ein- bis eineinhalb Stunden Tennis - dafür, damit ich fit bleibe und keine Verletzungen habe."
Dass Sinner vor seiner Verletzung klar die Nummer eins war, bestritt auch Zverev nicht. "Da wäre ich ein Idiot. Klar habe ich gegen Jannik Sinner dieses Jahr fünf Mal verloren. Vom Tennisspielen her, wenn er fit war, war er der beste Spieler der Welt, keine Frage. Aber ich finde, dass ich die beste Saison gehabt habe."
Bis Wimbledon habe er keine Ahnung gehabt, wie er Sinner biegen könne, ab dem knappen Finale habe er diese aber gehabt.
Bresnik traute Zverev 2022 Sieg über Nadal in Paris zu
Österreichs Trainer-Guru Günter Bresnik hatte Zverev schon vor vielen Jahren als mögliche Nummer eins prophezeit. Im Gespräch mit der APA erinnerte Bresnik auch an die French Open 2022, als sich Zverev im Halbfinalduell gegen Paris-König Rafael Nadal beim Stand von 6:7, 6:6 einen dreifachen Bänderriss zuzog.
"Er wäre damals im Stande gewesen, dass er Nadal auf Sand schlägt. Es ist nicht nur das Turnier brausen gegangen, sondern es ist ein ganzes Jahr verloren gegangen. Aber wie er von der Verletzung zurückgekommen ist, Hut ab", erklärte Bresnik.
Zverev hatte damals rund sechs Monate pausiert und benötigte noch einige Monate, um wieder voll auf Touren zu kommen. Ein Jahr später kam er bei den French Open wieder ins Halbfinale. Bresnik glaubt, dass Zverev länger Platz eins zieren wird.
"Wenn du zwei Grand Slams gewinnst und ein Finale spielst: Wie soll er bis nächstes Jahr Paris abgelöst werden?", fragte Bresnik, der mit dem Deutschen in Wien lange am Trainingsplatz gesprochen hat. "Da merkt man schon, der ist mit sich ins Reine gekommen."
Bresnik hob auch die Rolle von Zverevs Mutter Irina hervor. "Ich habe immer gesagt, das ist die beste Technik-Trainerin in dem ganzen Team. Sie hat vielen anderen Jugendlichen, die ich auch kenne, gut Tennis spielen beigebracht."