Karen Chatschanow
KHA
Carlos Alcaraz
ALC
"Lange Reise": Alcaraz kehrt als Weltstar zurück nach Wien
Die Erste Bank Open sieht der Spanier als "wichtige Woche". Bei seinem letzten Auftritt in Wien war Alcaraz noch ein 18-jähriges Talent.
PRESENTED BY
Fünf Jahre, nachdem er als blutjunges Riesentalent, gerade einmal mit einem Titel im Gepäck, nach Wien gekommen ist, tritt Carlos Alcaraz zum zweiten Mal in der Stadthalle an.
Nun ist der mittlerweile 23-jährige Spanier ein Weltstar und siebenfacher Tennis-Grand-Slam-Sieger. Der charismatische, diesjährige Australian-Open-Champion trifft zum Auftakt auf den Russen Karen Khatchanov und ist möglicher Zweitrunden-Gegner von Jurij Rodionov, sollte dieser weiterkommen.
Darauf angesprochen, was er alles seit seinem ersten Auftritt bei den Erste Bank Open erreicht hat, schien er fast selbst ein wenig überrascht.
"Fünf Jahre können nichts sein, aber es war eine wirkliche lange Reise für mich. Ich habe großartige Dinge erreicht, seit dem ersten Mal als ich hier war und da bin ich wirklich stolz darauf", erklärte er auf APA-Nachfrage und fügte hinzu: "Aber ich bin immer noch derselbe Kerl mit den gleichen Träumen. Ich genieße es immer noch jedes Mal, wenn ich auf den Court gehe."
Lange Verletzungspause
Umso mehr, als er erkennen musste, wie schnell ihm seine Lieblingstätigkeit abhandenkommen kann.
Rund viereinhalb Monate musste Alcaraz dieses Jahr wegen einer Handgelenksverletzung pausieren, seit Wimbledon ist Jannik Sinner verletzt weg von der Bildfläche. Dementsprechend wenige Matches hatte Alcaraz dieses Jahr gegen Sinner, Alexander Zverev oder auch Novak Djokovic.
"Natürlich vermisse ich das. Die Art, wie dich diese Spieler pushen, ist anders. Wenn du gegen sie spielst, weißt du, woran du noch arbeiten musst. Ich vermisse diese Matches und auch, ihnen zuzuschauen", verriet der 27-fache Turniersieger.
Alcaraz lobt Zverev
Den Ausfall der beiden Topstars perfekt genutzt hat Zverev. Dass der 29-jährige Deutsche vielleicht schon in Wien, in jedem Fall aber in den nächsten Wochen, zur neuen Nummer eins wird, begrüßt Alcaraz.
"Sehr verdient. Tennis ist nicht nur auf den Platz gehen und spielen. Es geht um die Konstanz. Es gibt Spieler, die haben ein besseres Level, manche haben einen besseren körperlichen Zustand. Und Sascha hat beides."
Zverev habe das ganze Jahr spielen können, sei Woche für Woche ins Finale gekommen. "Er wurde nicht müde und hat viel gewonnen und ist zweifacher Grand-Slam-Champion. Ich bin glücklich darüber, weil ich weiß wie hart er um das Erreichen dieses Ziels gekämpft hat."
Wien für Alcaraz "wichtige Woche"
Der Anruf von Turnierboss Herwig Straka hat ihn recht schnell zur Zusage für Wien bewogen.
"Ich habe nicht viele Turniere dieses Jahr gespielt und ich brauche Matchpraxis, um mein bestes Level wiederzubekommen. Ich fühle, ich bin noch ein bisschen weg und möchte Schritt für Schritt näherkommen", stellte Alcaraz fest.
Bei so einer starken Besetzung ist es in Wien eine gute Chance, sich zu verbessern. "Es ist eine wichtige Woche für mich." Die vielleicht ja mit dem Traumfinale Zverev gegen Alcaraz endet.