Thiem hofft erneut auf Davis-Cup-Reform

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Dominic Thiem wird bekanntlich beim Davis-Cup-Duell mit Rumänien (15. bis 17. September) in Wels nach eineinhalb Jahren sein Comeback im ÖTV-Team geben.

"Die Davis-Cup-Woche macht sehr viel Spaß und im Herbst passt es ganz okay rein und es ist ein Heimspiel in Wels", freut sich der 23-Jährige, der aber gleichzeitig seinen bereits bei LAOLA1 (Hier geht's zur Story) geäußerten Wunsch nach einer Veränderung des Bewerbs erneuert: "Der Davis Cup gehört reformiert, ja definitiv - weil immer weniger (Top-)Spieler spielen."

VIDEO - Thiems großes Lebensziel:


Schweiz als Beispiel

"Viele Topnationen spielen ein Jahr top aufgestellt und im nächsten Jahr spielen sie in der Weltgruppe mit der Nummer 300 und 200. Das gehört irgendwie geändert", präzisierte Thiem wohl auch in Anspielung auf Beispiele wie die Schweiz, die mit den Topstars Roger Federer und Stan Wawrinka den Davis Cup gewonnen hat und dann in schwacher Besetzung im Jahr darauf chancenlos war.

Der internationale Tennisverband (ITF) hat die Zeichen der Zeit nun erkannt und berät seit einiger Zeit hinter den Kulissen über mögliche Reformen. Möglicherweise werden die Pläne, die angeführt von Fußball-Star Gerard Pique einen Nationen-Weltcup in Form einer Endrunde vorsehen, die ITF weiter beschleunigen. Der Abwehr-Routinier von Barca hat Unterstützung der Topspieler Andy Murray, Rafael Nadal und Novak Djokovic sicher.

Thiem von Pique-Vorschlag begeistert 

Auch Thiem ist von der Idee, die Pique im Übrigen auch schon mit ATP-Tour-Boss Chris Kermode besprochen hat, begeistert. "Das ist eine Superidee. Er ist ein absoluter Weltstar, wenn der das unterstützt, ist es erstens einmal eine Superwerbung fürs Tennis, zweitens habe ich auch gehört wie der Bewerb ausschauen soll, das hört sich alles sehr gut an", erklärte der Weltranglisten-Siebente gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. 16 Teams sollen sich den Nationencup-Sieger in Endrundenform und an einem Schauplatz ausmachen. "Es geht mehr in Richtung Fußball-WM, EM-Endrunde."

Auch im Davis Cup wird ein Format mit nur einem Schauplatz zumindest angedacht. Allerdings waren gerade im Davis Cup die Faktoren Heim-Spiel oder Auswärts-Partie, eigene Wahl des Belages und Ähnliches auch spannende Faktoren in der Vergangenheit. Was meint Thiem dazu? "Wie oft hat man ein legendäres Match gesehen in letzter Zeit? Meistens waren die Hallen halbleer", sagt Thiem.

"Das wäre eine eine Riesensache"

Und auch im Fußball gäbe es nicht immer Heimvorteil. "Vielleicht kann man den Bewerb wirklich so groß machen, dass wirklich ein paar Fans auch mitreisen. Im Fußball hat bei einer WM auch immer nur eine Mannschaft den Heimvorteil, die Atmosphäre ist trotzdem unfassbar. Natürlich wird man das nie hinbekommen im Tennis, aber wenn man es in die Richtung lenken könnte, wäre es eine Riesensache."

Auf sein Comeback nach knapp eineinhalb Jahren im ÖTV-Team Mitte September freut sich Thiem aber. "Es wird sicher eine coole Sache. Ich hoffe, dass viele Leute kommen, weil es macht viel mehr Spaß, wenn das Stadion voll ist, als wenn es weniger als halbleer ist", appelliert Thiem schon jetzt an die Fans. Zudem sei das Duell freilich auch wichtig, um nicht auch noch gegen den Abstieg spielen zu müssen.

Antonitsch kein Reform-Fan

In Sachen Reform des Davis Cups ist einer der "Drei Musketiere" von legendären Heim-Spielen wie im Praterstadion gegen die USA oder in Unterpremstätten gegen Deutschland gegen derart radikale Änderungen. "Ich bin auch zu sehr Traditionalist", sagte Alexander Antonitsch im Gespräch mit der APA. "Manche Änderungen würde ich verstehen. Aber Heim- und Auswärtsspiele sind für mich die Kernstücke vom Davis Cup, so haben wir einen Tennisboom erlebt. Da lebt das Tennis. Meinen Belag, meine Bälle und mein Publikum: wenn man das wegnimmt, ist der Davis Cup dann tot", glaubt der Kärntner und Kitzbühel-Turnierdirektor.

Vorstellen kann sich Antonitsch eine Zwei-Tages-Variante, auch um die manchmal sinnlosen Sonntags-Matches (weil die Entscheidung schon am Tag zuvor fiel) zu vermeiden. Zudem würde Antonitsch auch das Nominieren von mehr als vier Spielern zulassen. Die Wiedereinführung von Weltranglistenpunkten wäre freilich auch eine wichtige Maßnahme.

Kommen neuen Regeln auf der Tour?

Nicht nur in Sachen Davis Cup, auch für die Tour selbst wird schon seit Längerem an neuen Regeln gefeilt, die das Tennis abschätzbarer, von der Dauer her verkürzen sprich TV-konformer machen sollen. Beim "NextGen"-Finale der Top-Unter-21-Spieler in Mailand, das dieses Jahr zum ersten Mal ausgetragen wird, werden eine Reihe neuer Regeln getestet: Stoppuhr, Sätze nur noch bis 4 Games (Tiebreak bei 3:3) und ohne Vorteil, zudem auch keine "let-rule" (Netzroller bei Aufschlag zählt).

Thiem äußerte sich in Rom auch dazu: "Ich bin kein großer Fan der let-rule, weil es nicht wirklich nötig ist und das Spiel auch nicht wirklich schneller macht", sagte der Niederösterreicher. Das System mit nur vier Games pro Satz habe er bei einer Exhibition in Sydney schon einmal getestet und auch da habe ein enges Match über zweieinhalb Stunden gedauert. "Die Shot-clock ist eine gute Sache, aber die anderen zwei Sachen.. Wir werden wir sehen, wie es in Mailand ist."

Die auf der WTA-Tour praktizierte Möglichkeit, den Coach auf den Platz zu holen, interessiert Thiem nicht. "Das mag ich nicht. Es ist eine spezielle Sache in diesem Sport, dem Gegner ohne Hilfe gegenüberzutreten. Es wäre aber gut, wenn man keine Verwarnung bekäme, wenn der Coach etwas von außen zeigen könnte."

Die besten Bilder von Dominic Thiem in der Tennis-Saison 2017:

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Dominic Thiem beginnt die Saison 2017 im australischen Brisbane.

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Nach seinem Auftaktsieg über Sam Groth, scheitert der Lichtenwörther in drei Sätzen am Bulgaren Grigor Dimitrov.

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In Sydney läuft es ähnlich: Nach Freilos und Auftaktsieg über Gastao Elias ist gegen den überraschend stark spielenden Briten Daniel Evans im Viertelfinale Endstation.

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Dann stand auch schon das erste Saison-Highlight auf dem Programm: In Melbourne startete Thiem mit einem Vier-Satz-Erfolg über Struff ins erste Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Auch gegen den jungen Australier Jordan Thompson benötigte der Niederösterreicher vier Sätze.

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Und auch gegen den Franzosen Benoit Paire musste Thiem einen Satzverlust einstecken.

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Trotz teilweise schwankender Leistungen schafft es Thiem dadurch relativ souverän ins Achtelfinale.

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Dort kommt es zum Treffen mit seinem guten Freund David Goffin. Erneut wurde der Belgier seinem Ruf als "Thiem-Angstgegner" gerecht.

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In vier Sätzen hat der Belgier das bessere Ende für sich.

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Der Start in die Hallen-Saison läuft nicht nach Wunsch: Auftaktniederlage in Sofia gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili.

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In Rotterdam lief es dank Siegen über Alexander Zverev und Gilles Simon schon besser. Im Viertelfinale verlor Thiem gegen Pierre-Hugues Herbert.

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So richtig rund läuft es dann allerdings bei seiner Rückkehr auf seinen Lieblingsbelag Sand beim ATP-500-Turnier in  Rio de Janeiro.

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Dank Siegen über Janko Tipsarevic, Dusan Lajovic, Diego Schwartzman und Albert Ramos-Vinolas stürmte Thiem souverän ins Endspiel.

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Dort überließ er auch seinem Finalgegner Pablo Carreno-Busta keinen Satzgewinn. 

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In beeindruckender Manier sichert sich Thiem nach Acapulco 2016 den zweiten 500er Titel seiner Karriere.

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Ein prominenter Gratulant überreicht den Siegerpokal: Der dreifache French-Open-Sieger Gustavo Kuerten!

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Da schmerzt es auch nicht, dass es danach in Acapulco nicht mit der Titelverteidigung klappt: Viertelfinal-Aus gegen den späteren Sieger Sam Querrey.

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Über Süd- und Mittelamerika geht es für Thiem schließlich nach Nordamerika: Im kalifornischen Indian Wells steigt das - so sagt man - fünfte Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Bei dem dortigen ATP-1000-Event fühlt sich der Österreicher von Beginn an pudelwohl.

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Nach seinem Freilos in Runde eins fertigt Thiem den Franzosen Jeremy Chardy mit 7:6 (2), 6:2 ab.

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Auch der Deutsche Mischa Zverev ist den druckvollen Schlägen des ÖTV-Stars nicht gewachsen.

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Da bleibt dann auch mal Zeit für ein kleines Trainingsmatch mit Superstar Rafael Nadal.

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Während Nadal an Federer scheitert, stürmt Thiem mit einem glatten 6:2, 6:4-Erfolg über Gael Monfils ins Viertelfinale.

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Damit schafft es Thiem zum bereits vierten Mal in seiner Karriere bei einem ATP-1000-Turnier unter die letzten Acht.

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Dort wartet mit dem Schweizer Stan Wawrinka die Nummer drei der Tennis-Welt.

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Die beiden liefern sich ein hochklassiges Duell. Am Ende hat der Schweizer ganz knapp im Tiebreak des dritten Satzes die Nase vorne.

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Weniger gut läuft es danach in Miami: Schon in seinem Auftaktspiel muss sich Thiem dort dem jungen Kroaten Borna Coric nach einer durchwachsenen Leistung geschlagen geben.

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Mit der Rückkehr auf seinen Lieblingsbelag Sand läuft es für Thiem dann wieder besser.

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Beim ATP-1000-Turnier in Monte Carlo scheitert er erst im Viertelfinale an Angstgegner David Goffin.

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In Barcelona (ATP 500) schafft er nach einem Sieg über Andy Murray - seinem ersten über eine amtierende Nummer eins - den Sprung ins Endspiel.

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Erst dort ist dann gegen den unumstrittenen Sandplatz-König Rafael Nadal Endstation.

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Auch beim 1000er in Madrid stürmt Österreichs Aushängeschild ins Endspiel.

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Gegner ist erneut Rafael Nadal. Thiem bringt den Spanier ins Wanken, verliert in einem hochklassigen Match aber in zwei Sätzen.

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Weiter geht es beim 1000er Turnier in Rom, wo Thiem wieder für Schlagzeilen sorgt.

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Im Viertelfinale besiegt er Rafael Nadal und ist damit der erste Spieler, der den Spanier nach 17 Siegen in dieser Saison auf Sand bezwingen kann.

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Im Halbfinale ist der Tank gegen Novak Djokovic leer - die Woche kann dennoch als weiterer, großer Erfolg betrachtet werden.

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Bei den French Open zeigt sich Thiem hingegen wieder in absoluter Bestform. Ohne Satzverlust stürmt er ins Viertelfinale, wo es zur Revanche gegen Djokovic kommt.

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Und auch dem "Djoker" lässt er diesmal keinen einzigen Satzgewinn. Im dritten Satz demoliert er den Superstar sogar mit 6:0.

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Erst gegen Sandplatz-König Rafael Nadal ist dann wie befürchtet im Halbfinale Endstation. Trotzdem kann Thiem mit der Sandplatz-Saison zufrieden sein.

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Auf Rasen läuft es dann leider etwas holprig. In Halle (2. Runde) und Antalya (1. Runde) setzt es gegen Robin Haase bzw. Ramkumar Ramanathan frühe Niederlagen.

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Die Befürchtungen hinsichtlich Wimbledon bestätigen sich aber zum Glück nicht: Mit Siegen über Pospisil, Smon und Donaldson zieht der Niederösterreicher sicher erstmals in seiner Karriere ins Achtelfinale ein.

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Dort ist dann Endstation gegen den starken Rasen-Spieler Tomas Berdych: Allerdings erst sehr knapp nach fünf hartumkämpften Sätzen.

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Nach einer kurzen Pause startet Thiem in Washington in die Hartplatz-Saison. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Henri Laakson geht es gegen Angstgegner Kevin Anderson.

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Und auch im sechsten Duell mit dem Südafrikaner setzt es eine Niederlage: Mit 6:7 muss sich Thiem im dritten Satz hauchdünn geschlagen geben.

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Noch früher Endstation ist für Dominic Thiem beim Rogers Cup, dem ATP-Masters-1000 von Montreal. Zum Auftakt geht es in der zweiten Runde gegen den Argentinier Diego Schwartzman.

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Thiem vergibt insgesamt vier Matchbälle und muss sich schon im ersten Match der Nummer 36 der ATP-Weltrangliste 4:6,7:6(7),5:7 geschlagen geben.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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