Davis Cup: Rabenschwarzer Tag für ÖTV-Team

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Österreich steht im Davis-Cup-Duell der Europa-Afrika-Zone I (2. Runde) mit Weißrussland nach dem ersten Tag mit dem Rücken zur Wand.

Zunächst unterliegt Gerald Melzer in Minsk der weißrussischen Nummer zwei Egor Gerasimov mit 3:6, 3:6, 3:6. Der Niederösterreicher findet nie wirklich ins Spiel und kann nicht mit der Nummer 263 der Welt mithalten.

Anschließend zieht auch Bruder Jürgen Melzer gegen Weißrusslands Nummer eins Ilya Ivashka (ATP 172) den Kürzeren und verliert 6:7(8), 3:6, 6:4, 6:7(1).

Doppel LIVE:

"Völlige Chancenlosigkeit"

"Völlige Chancenlosigkeit, der andere hat keine Fehler gemacht. Ich habe den Rhythmus überhaupt nie gefunden", gestand ein enttäuschter Gerald Melzer. "Ich hatte nie die Chance, ihm wehzutun."

"Ich war überrascht, wie gut Ivashka gespielt hat. Von Anfang bis Ende. Er hat nie Schwächen gezeigt, unglaublich serviert und die Punkte zu Ende gespielt", analysierte Jürgen Melzer. "Ich habe aber auch nicht schlecht gespielt, es waren ein paar Games, die entschieden haben - vor allem, wenn ich Break vor war und immer gleich das Rebreak kassiert habe", blickte der 35-jährige Niederösterreicher zurück.

Österreichs Routinier liegt in den ersten beiden Sätzen jeweils mit einem Break voran, kassiert aber stets das Re-Break und muss beide Durchgänge abgeben. Nach dem Gewinn des dritten Satzes wehrt der frischgebackene Vater im vierten Satz zwei Matchbälle ab und rettet sich in den Tie-Break. Dort behält Ivashka klar die Oberhand.

Auch Kapitän Stefan Koubek zeigte sich nach Tag eins in Minsk ernüchtert. "Natürlich ist es schade, wie es gelaufen ist. Ein 1:1 hätte mich entspannter schlafen lassen. Jürgen war gut in der Partie, aber Ivashka war richtig, richtig gut. Ich muss ihm gratulieren.

"Doppel muss uns am Leben halten"

Der erhoffte Aufstieg ins Weltgruppen-Play-off im Herbst ist damit in Weite Ferne gerückt. Das ÖTV-Team muss alle drei verbleibenden Matches am Samstag (Doppel) und Sonntag (zwei Einzel) gewinnen, um die Pleite noch zu verhindern.

"Jetzt muss uns das Doppel am Leben halten, das wird schwer genug. Gehen wir mit 1:2 in den Schlusstag, wird es für Gerald ganz schwer. Ivashka hat gegen mich wirklich eine Kampfansage gemacht", war sich Jürgen Melzer bewusst.

"Prinzipiell fühle ich mich wohl auf diesem langsamen Platz. Ich weiß, dass das die entscheidende Partie sein kann. Deswegen werde ich mich am Samstag noch einmal voll konzentriert vorbereiten", versprach sein Bruder.

Im Falle einer Niederlage trifft Österreich vom 15. bis 17. September im ersten von zwei möglichen Play-off-Spielen der Europa-Afrika-Zone I gegen den Abstieg zu Hause auf Rumänien.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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