Trotz Tief: Thiem steht vor Karriere-Hoch

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Dominic Thiem könnte schon bald ein neues Karriere-Hoch in der ATP-Weltrangliste erreichen.

Aktuell liegt das ÖTV-Ass auf Rang sechs und damit so hoch wie nie zuvor. Trotz seines kleinen Tiefs (zuletzt nur ein Sieg bei vier Niederlagen) könnte sich der 24-jährige Niederösterreicher in der ATP-Weltrangliste in der kommenden Woche nochmals verbessern. Dazu bedarf es nicht einmal eines guten Abschneidens beim ATP-1000-Turnier in Paris.

Möglich macht dies die ATP-Arithmetik: In dieser Woche fallen die Vorjahres-Punkte aus Paris und London (ATP-Finals) aus der Wertung. Während Thiem kaum etwas zu verteidigen hat, fallen etwa dem verletzten Briten Andy Murray (aktuell noch auf Rang drei) dicke Zähler weg, weshalb er hinter den Lichtenwörther und sogar aus den Top 10 fallen wird.

Thiem in "bereinigter Wertung" Vierter

Auch Maric Cilic, aktuell noch knapp vor Thiem, hat viel zu verteidigen. Im Vorjahr schaffte es der Kroate in Paris bis ins Halbfinale, während Österreichs Aushängeschild in der 2. Runde die Segel streichen musste.

Im "Live-Ranking" vor Turnierbeginn in Frankreich, quasi der "bereinigten Wertung" ohne die Punkte aus dem Vorjahr, liegt Thiem deshalb vor Cilic und Grigor Dimitrov (BUL) auf Rang vier.

Das aktuelle "Live-Ranking" vor Paris:

Rang Spieler NAT Punkte
1 Rafael Nadal ESP 10475
2 Roger Federer SUI 9005
3 Alexander Zverev GER 4410
4 Dominic Thiem AUT 3735
5 Marin Cilic CRO 3635
6 Grigor Dimitrov BUL 3570
7 Stan Wawrinka SUI 3150
8 David Goffin BEL 2895
9 Pablo Carreno Busta ESP 2615
10 Novak Djokovic SRB 2585

Nach einem Freilos zum Auftakt könnte der Schützling von Günter Bresnik in Paris mit einem Sieg in der zweiten Runde gegen Peter Gojowczyk (GER) schon den Grundstein für den Sprung auf Platz vier schaffen. Die historische Verbesserung hängt aber auch vom Abschneiden seiner beiden Kontrahenten Cilic und Dimitrov ab.

Thiem wäre schneller als Muster

Die beiden müssten jedoch (deutlich) weiter kommen als der Österreicher, um ihn zu überholen.

Womöglich war diese Chance auch ausschlaggebend dafür, dass Thiem nach einer ursprünglichen Absage nach den Erste Bank Open nun trotz körperlicher Probleme doch in der "Stadt der Liebe" antritt.

Sollte sich Thiem im Ranking tatsächlich verbessern, wäre er in dieser Hinsicht auch drei Jahre schneller dran, als einst Thomas Muster. Die ehemalige Nummer eins der Welt schaffte es im Sommer 1995, also mit 27 Jahren, erstmals unter die ersten Fünf bzw. Vier.

Textquelle: © LAOLA1.at

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