Premierengegner für Thiem in Indian Wells

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Dominic Thiem bekommt es nach seinem Freilos in der zweiten Runde des ATP-Masters in Indian Wells mit einem Franzosen zu tun.

Jeremy Chardy setzt sich gegen den rumänischen Qualifikanten Radul Albot mit 7:6(2), 6:2 durch.

Damit kommt es am Samstag erstmals zum Duell zwischen dem Weltranglisten-9. aus Österreich und der Nummer 80 des ATP-Rankings.

In der 3. Runde wartet entweder Mischa Zverev (GER/ATP-33.) oder Joao Sousa (POR/ATP-37.). Im Vorjahr erreichte Thiem in Indian Wells das Achtelfinale.

Auf Zverev trifft Thiem bereits am Freitagabend (MEZ) in der ersten Doppel-Runde. An der Seite des Deutschen Philipp Kohlschreiber trifft er auf Mischa und dessen Bruder Alexander.

Thiem tankt Kraft im Indianer-Reservat

Das Duo Thiem/Kohlschreiber hat sich praktischer Weise ergeben, weil der Österreicher in Indian Wells von Kohlschreibers Trainer Stephan Fehske betreut wird. Günter Bresnik wird Thiem erst wieder übernächste Woche beim Masters-1000-Turnier in Miami begleiten. Der Südafrikaner Gary Muller, zuletzt vor allem beim Turniersieg Thiems in Rio de Janeiro für den Niederösterreicher zuständig, steht aktuell nicht zur Verfügung.

Dennoch telefoniert Bresnik zwei Mal täglich mit Thiems Interimsbetreuung. Die Basis für die Zusammenarbeit mit Fehske brachte auch die gemeinsame Saison-Vorbereitung von Thiem und Kohlschreiber im Dezember auf Teneriffa.

Thiem kommt jedenfalls gut ausgeruht nach Indian Wells. "Er hat zwei Tage lang nichts gemacht", sagte Bresnik der APA. "Dann war er einen Tag in der Wüste in einem Indianer-Reservat und hatte danach Werbeaufnahmen für adidas und Babolat." Nachdem dies für seine Ausrüster erledigt gewesen war, nahm der Weltranglisten-Neunte in der kalifornischen Wüste wieder intensiver das Training auf.

Thiems Auftaktgegner Chardy bezeichnet Bresnik als "unangenehmen Gegner, der war schon einmal erste 25". "Weiter braucht man auch noch gar nicht schauen", lehnte Bresnik einen Blick tiefer in den Raster ab. Denn unterschätzt wollte er den Auftaktgegner des ÖTV-Asses auf keinen Fall wissen.

Turniersieg "ohne gut zu spielen"

Thiems Turniersieg in der Olympia-Stadt 2016 lobte der Betreuer freilich in höchsten Tönen. "Ich würde Rio als sein Meisterstück bezeichnen", meinte Bresnik, allerdings in einem interessanten Konnex. "Denn ohne gut zu spielen, ein 500er zu gewinnen, sagt schon viel aus." Thiem habe auch beim Turnier am Rande des Karnevals Luft nach oben gehabt. Was ihm fehle, ist die Konstanz in seinem Spiel. Bresnik: "Da sind noch zu viele Ausrutscher nach oben und nach unten."

Das auszumerzen, sei das primäre Ziel. Daher sei die zu verbessernde Punkteausbeute bei 1000er-Turnieren nicht vorrangig. "Klar kann Dominic bei einem 1000er in ein Halbfinale kommen, wenn er es schon bei einem Grand Slam war", erklärte Bresnik. Um das zu erwarten, sei sein Spiel aber noch nicht solide genug. Anders bei Novak Djokovic (SRB), Andy Murray (GBR), Rafael Nadal (ESP) und Roger Federer (SUI). "Es ist nur ein kleiner Kreis von denen, die da immer in den 1000er-Semifinali sind."

Auch Murray kennt seinen Gegner

Der topgesetzte Murray kennt bereits seinen Gegner in Indian Wells. Der Schotte trifft auf Vasek Pospisil. Der kanadische Qualifikant ringt Yen-Hsun Lu aus Taipeh 6:7(6), 6:4, 6.3 nieder. David Goffin (BEL-11) bekommt es mit dem 20-jährigen Youngstar Karen Khachanov (RUS) zu tun, der das Generationen-Duell gegen den 14 Jahre älteren Tommy Robredo (ESP) mit 6:1, 7:5 für sich entscheidet.



Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Warum Thiem 2017 besser ist als der Thiem von 2016

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