Thiem peilt erstmaligen Einzug in die Top 5 an

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Eine Woche nach dem bitteren US-Open-Aus im Achtelfinale gegen Juan Martin Del Potro richtet Dominic Thiem seinen Blick wieder in die Zukunft.

Die "Enttäuschung" ist abgehakt. In den noch ausstehenden zweieinhalb Monaten dieser Tennis-Saison hat sich der 24-Jährige viel vorgenommen.

"Ich stehe jetzt seit über einem Jahr in den Top Ten. Schön langsam wird es Zeit für den nächsten Schritt", stellt der Niederösterreicher klar. "Die Top 5 habe ich bis jetzt relativ knapp verpasst. Ich hoffe, dass es bis zum Ende des Jahres hinhaut."



Thiem im Jahres-Ranking auf Rang vier

Das Fundament für den erstmaligen Sprung in die prestigeträchtigen Top 5 hat Thiem in den vergangenen Monaten bereits gelegt. Im Race, der Jahreswertung, liegt er mit 3.175 erspielten Punkten hinter Rafael Nadal (9.365), Roger Federer (7.505) und Shooting-Star Alex Zverev (4.220) immer noch auf Platz vier.

Da der fünftplatzierte Stan Wawrinka seine Saison verletzungsbedingt bereits beendet hat, hat er auf seine nächsten Verfolger Grigor Dimitrov (3.105), Marin Cilic (2.995) und Pablo Carreno Busta (2.595) schon ein schönes Punktepolster aufgebaut.

Thiem: "Es schaut gut aus"

Da mit Shanghai und Paris-Bercy nur mehr zwei ATP-1000-Turniere auf dem Programm stehen, gibt es abgesehen vom World Tour Finale in London nicht mehr sehr viele Punkte zu holen.

ATP Race (Jahres-Wertung)

Platz Spieler Land Punkte
1. Rafael Nadal Spanien 9.365
2. Roger Federer Schweiz 7.505
3. Alexander Zverev Deutschland 4.220
4. Dominic Thiem Österreich 3.715
5. Stan Wawrinka Schweiz 3.150
6. Grigor Dimitrov Bulgarien 3.105
7. Marin Cilic Kroatien 2.995
8. Pablo Carreno Busta Spanien 2.595
9. Novak Djokovic Serbien 2.585
10. Sam Querrey USA 2.435

Ein Umstand, dem sich auch Thiem bewusst ist: "Es schaut gut aus", meint Thiem, der mit einer etwas erfolgreicheren US-Hartplatz-Tournee durchaus schon in den vergangenen Wochen den Sprung in die Top 5 schaffen hätte können.

Viele verletzte Top-Stars

Grundsätzlich ist sich Thiem aber auch bewusst, dass er dabei von den zahlreichen Verletzten auf der Tour profitiert. Schließlich haben Djokovic, Wawrinka und Nishikori ihre Saison bereits beendet. Andy Murray droht wegen seiner Hüftprobleme ein ähnliches Schicksal.

"Wenn ich jetzt in die Top 5 gerutscht wäre, hätte es sicher einen anderen Stellenwert als normal, weil derzeit sehr viele Spieler verletzt sind. Von daher hätte das auch gar keine so große Bedeutung gehabt, weil man punktemäßig gar nicht so viel brauchen würde", gibt sich Thiem gewohnt demütig.

Verletzte Stars: "Ein Riesenpech!"

Einen besonderen Grund für die aktuelle Misere der Superstars sieht der Lichtenwörther übrigens nicht. "Die meisten dieser Spieler sind schon über 30 Jahre alt, da sind Abnützungserscheinungen normal. Früher haben die meisten Spieler ja gar nicht über dieses Alter hinaus spielen können. Es ist einfach ein Riesenpech, dass es heuer so viele erwischt hat."

Eine Meinung, die übrigens Herwig Straka, Turnierdirektor der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle, nicht nur teilen, sondern sogar mit Zahlen belegen kann. "Es gibt eine offizielle ATP-Statistik, die sogar zeigt, dass wir heuer elf Prozent weniger Verletzte als normal haben. Diesmal hat es einfach die Top-Spieler erwischt."

Thiem sieht noch einige "Baustellen"

Nichtsdestotrotz sei "die Rangliste" für Thiem sowieso "immer sekundär. Mein Hauptaugenmerk liegt immer noch darauf, ein bessserer Spieler zu werden. Natürlich ist schon vieles gut, es gibt aber überall noch Baustellen. Manche Konzentrationslücken gehören noch geschlossen. Das sieht man bei jedem Match. Wenn ich diese ausmerze, werde ich ein besserer Spieler und das wirkt sich dann auch wieder auf die Ergebnisse aus."

In der absoluten Weltklasse sei es freilich nicht mehr so leicht, sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen. "Die Luft ist da oben schon sehr dünn. Es dauert sehr lange, bis man Veränderungen sieht", so Thiem.

An Motivation mangle es Thiem übrigens auch nach acht Turniersiegen und über acht Millionen Dollar Preisgeld nicht. "Im Tennis ist es nicht schwierig, sich immer wieder zu motivieren, weil man ja doch immer wieder verliert. Selbst ein Nadal, der eine großartige Saison spielt, hat heuer schon neun Mal als Verlierer den Platz verlassen müssen. Da sieht man dann auch immer wieder viele Möglichkeiten, die man verbessern kann."

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