Borna Coric stoppt Federer-Serie im Halle-Finale

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Nichts wird es mit dem 10. Turniersieg für Roger Federer in Halle. Der Schweizer muss sich im Endspiel der Gerry Weber Open Borna Coric geschlagen geben.

Der Kroate setzt sich mit 7:6(6), 3:6, 6:2 durch. Es ist sein zweiter Sieg auf der ATP-Tour nach dem Premieren-Sieg beim ATP 250 in Marokko.

Damit stoppt er Federers Erfolgslauf auf Rasen: Der Schweizer muss sich erstmals seit Stuttgart 2017 und 20 Siegen in Folge geschlagen geben. Damit verpasst er seinen 99. Turniersieg auf der Tour und verliert am Montag auch die Nummer-1-Position in der Weltrangliste.

Der Schweizer hätte seinen Titel in Halle verteidigen müssen, um die knappe Führung auf Rafael Nadal zu behaupten. Durch die Final-Niederlage fällt er ab Montag um 50 Punkte hinter den Spanier zurück.

Federer lässt Chance aus

Das Finale von Halle ist hart umkämpft. Im ersten Satz gibt es nur eine Breakchance (für Federer). Der Schweizer gibt bei eigenem Aufschlag im gesamten ersten Satz nur 6 Punkte ab - zwei davon allerdings im Tie-Break. Dabei serviert er bei 6:4 bereits auf den Satzgewinn, Coric macht danach aber vier Punkte in Serie.

Im zweiten Satz schafft Federer das Break zum 5:3 und gleicht souverän aus. Im dritten Satz nimmt Coric der Schweizer Legende gleich zwei Mal den Aufschlag ab und jubelt über seinen ersten Sieg bei einem ATP-500-Turnier. Seinen bisher einzigen Sieg auf der ATP-Tour feierte der 21-Jährige im April beim ATP 250 in Marrokko.

Federer "beeindruckt" von Coric

Eine Woche vor Wimbledon zeigte sich Federer noch nicht von seiner besten Seite. Der 20-fache Grand-Slam-Sieger saß somit nur eine Woche auf dem ATP-Thron. Nach dem Sieg in Stuttgart hatte er am Montag seine 310. Woche als Nummer eins in Angriff genommen. Der Schweizer verpasste bei der zwölften Finalteilnahme seinen zehnten Turniersieg in Halle und den insgesamt 99. auf der Tour.

Für Federer war es die erst dritte Niederlage in diesem Jahr. "Ich war beeindruckt von ihm. Er war am Ende immer einen Tick besser und hat seine Chancen genutzt", lobte Federer nach dem Matchball seinen Gegner, den 34. der Weltrangliste. "Ein Finalsieg wäre natürlich positiver gewesen. Jetzt muss ich mich mehr selbst motivieren. Aber die Erfahrung habe ich, das kann ich", sagte Federer mit Blick auf Wimbledon, wo er als Titelverteidiger antritt. Trotzdem will er in den letzten Tagen vor Turnierstart nicht zu viel trainieren, sondern "an den Sachen feilen, die hier noch nicht so gut gelaufen sind." Ansonsten setzte er auf Regeneration: "Wimbledon wird hart, da musst du ausgeruht sein."

Textquelle: © LAOLA1.at

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