Thiem: "Junge Spieler üben extremen Druck aus"

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Bei einem Medientermin in Wien wurde Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem am Dienstag als neuer Markenbotschafter der UniCredit Bank Austria AG präsentiert.

Zwei Tage nach seinem verlorenen Endspiel in Barcelona gegen Superstar Rafael Nadal ließ der 23-jährige Niederösterreicher die abgelaufene Tennis-Woche mit seinem Sieg über den Weltranglisten-Ersten Andy Murray noch einmal Revue passieren.

Außerdem richtete Thiem auch eine Kampfansage an Nadal mit Hinblick auf die French Open („Mein absolutes Highlight!“). „Mein großes Ziel ist ein Grand-Slam-Titel!“

Dominic Thiem über…

…seine Bilanz nach der Barcelona-Woche:

Es war eine extrem gute Woche. Vor allem war es etwas Besonderes, mit Andy Murray im Halbfinale erstmals eine Nummer eins der Welt zu schlagen. Das Finale war auch okay, Rafael Nadal hat aber wirklich sehr, sehr gut gespielt. Beim nächsten Mal muss ich einfach einige Sachen besser machen, damit ich ihn über das ganze Match so fordern kann, wie ich es schon im ersten Satz gemacht habe.



…die Unterschiede zu Nadal:

Der erste Satz gegen Nadal war auf einem sehr hohen Niveau. Wenn ich es schaffe, mein Spiel bis zum Ende durchzuspielen, dann kann ich diese Spieler noch mehr fordern. Bis es zum Duell mit Murray gekommen ist, habe ich drei schwierige Spiele gewinnen müssen. In der Vergangenheit habe ich es nicht immer geschafft, diese Spiele so souverän zu gewinnen, dass ich überhaupt in die Situation komme, gegen die ganz Großen antreten zu dürfen.

…das Gefühl, nach dem Murray-Sieg am nächsten Tag auf Nadal zu treffen:

Ich habe mich am Finaltag sehr frisch gefühlt. Es gibt eigentlich nichts Besseres, als zwei Tage hintereinander gegen solche Kaliber zu spielen. Es gibt kaum Erfahrungen, aus denen man mehr lernen kann. Körperlich habe ich mich echt gut gefühlt. Ich hoffe, dass mir so etwas noch oft passieren wird.

…Video-Analysen nach besonderen Matches:

Ich schaue mir das extrem gerne noch einmal an. Auf Video sieht man viele Dinge, die man am Platz nicht erkennen kann.

…seine Formsteigerung in den vergangenen Monaten:

Zwischen Miami und Monte Carlo habe ich sehr, sehr gut trainiert. In Monte Carlo habe ich nicht ganz meine Topleistung abrufen können. Wobei sich natürlich die Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr geändert haben. 2016 wäre ich mit einer Viertelfinal-Niederlage gegen einen Top-10-Spieler wie Goffin zufrieden gewesen. In Barcelona habe ich von Anfang an sehr konzentrierte Leistungen abgerufen und mich mit einem großartigen Sieg über Murray belohnt. Im Finale gegen Nadal hätten wahrscheinlich auch andere verloren. Bei den Schlägen gibt es nichts Großes, was ich verbessern muss. Gegen Nadal hätte ich aber zum Bespiel den Return besser spielen können, damit er nicht jedes Mal seine Vorhand einsetzen kann. Das wäre eine kleine Verbesserung, die aber zu einer großen Veränderung führen könnte. Das geht gegen jeden Spieler.

…seine persönliche Reife:

Das ist ein automatischer Prozess. Je älter man wird, umso mehr Lebenserfahrungen kann man sammeln. Dadurch wird man reifer. Im letzten Jahr war alles noch extrem neu für mich. Jeder neue Erfolg war auch für mich eine Sensation. Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Ich muss bei jedem Turnier meine Leistung abrufen. Wenn man selbst sieht, dass man dazu in der Lage ist, beruhigt das einen selbst auch ein bisschen.

…seine Ziele:

Mein großes Ziel ist ein Grand-Slam-Titel. Das ist natürlich sehr schwierig. Ich muss noch viele Sachen verbessern. Wenn ich meine Schwächen ausmerze, bekomme ich hoffentlich die Chance auf so einen großen Titel.

…seine Stellung als jüngster Spieler in den Top 10:

Das beruhigt mich nicht. Es kommen sehr viele junge Spieler nach, die auch auf mich extremen Druck ausüben. Manche Leute sind drei, vier Jahre jünger als ich. Ich will meinen Platz da vorne natürlich halten. Dafür muss ich aber jede Woche meine Leistung abrufen.

Die French Open sind sicherlich mein ganz großes Highlight. Ich werde darauf hinarbeiten, dass ich dort mein bestes Tennis abrufen kann.

Thiem fiebert Roland Garros entgegen

…seine schrittweisen Fortschritte:

Ich bin der Typ, der Schritt für Schritt geht. Ich war nie der Kyrgios, der mit 19 Jahren den Nadal in Wimbledon rausnimmt. Ich glaube aber, dass das auch seine guten Seiten hat. Man muss immer alles verbessern, die anderen stehen auch nicht still. Auf dem höchsten Level entscheiden Kleinigkeiten.

…den Stellenwert der Sandplatz-Saison:

Sand ist sicher mein Lieblingsbelag, ich lege aber trotzdem nicht meine ganze Saison auf die Sandplatz-Saison aus. Mittlerweile fühle ich mich auf allen Belägen sehr wohl. Da ich auf Sand aufgewachsen bin, ist es natürlich trotzdem meine Lieblingszeit im Jahr. Die French Open sind sicherlich mein ganz großes Highlight. Ich werde darauf hinarbeiten, dass ich dort mein bestes Tennis abrufen kann.

…seine Verpflichtungen außerhalb des Platzes:

Das hat sich stark verändert. Es gibt bei den Turnieren viel mehr Presse- und Sponsoren-Termine. Wie an die höhere sportliche Belastung gewöhnt man sich aber auch daran. Wenn ich vor zwei Jahren so viele Presse-Termine gehabt hätte wie vergangene Woche in Barcelona, wäre ich wahrscheinlich am Abend eingegangen und hätte am nächsten Tag nicht einmal mehr ein Match spielen können. Mittlerweile habe ich das deutlich besser im Griff.

Die besten Bilder von Dominic Thiem in der Tennis-Saison 2017:

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Dominic Thiem beginnt die Saison 2017 im australischen Brisbane.

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Nach seinem Auftaktsieg über Sam Groth, scheitert der Lichtenwörther in drei Sätzen am Bulgaren Grigor Dimitrov.

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In Sydney läuft es ähnlich: Nach Freilos und Auftaktsieg über Gastao Elias ist gegen den überraschend stark spielenden Briten Daniel Evans im Viertelfinale Endstation.

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Dann stand auch schon das erste Saison-Highlight auf dem Programm: In Melbourne startete Thiem mit einem Vier-Satz-Erfolg über Struff ins erste Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Auch gegen den jungen Australier Jordan Thompson benötigte der Niederösterreicher vier Sätze.

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Und auch gegen den Franzosen Benoit Paire musste Thiem einen Satzverlust einstecken.

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Trotz teilweise schwankender Leistungen schafft es Thiem dadurch relativ souverän ins Achtelfinale.

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Dort kommt es zum Treffen mit seinem guten Freund David Goffin. Erneut wurde der Belgier seinem Ruf als "Thiem-Angstgegner" gerecht.

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In vier Sätzen hat der Belgier das bessere Ende für sich.

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Der Start in die Hallen-Saison läuft nicht nach Wunsch: Auftaktniederlage in Sofia gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili.

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In Rotterdam lief es dank Siegen über Alexander Zverev und Gilles Simon schon besser. Im Viertelfinale verlor Thiem gegen Pierre-Hugues Herbert.

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So richtig rund läuft es dann allerdings bei seiner Rückkehr auf seinen Lieblingsbelag Sand beim ATP-500-Turnier in  Rio de Janeiro.

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Dank Siegen über Janko Tipsarevic, Dusan Lajovic, Diego Schwartzman und Albert Ramos-Vinolas stürmte Thiem souverän ins Endspiel.

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Dort überließ er auch seinem Finalgegner Pablo Carreno-Busta keinen Satzgewinn. 

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In beeindruckender Manier sichert sich Thiem nach Acapulco 2016 den zweiten 500er Titel seiner Karriere.

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Ein prominenter Gratulant überreicht den Siegerpokal: Der dreifache French-Open-Sieger Gustavo Kuerten!

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Da schmerzt es auch nicht, dass es danach in Acapulco nicht mit der Titelverteidigung klappt: Viertelfinal-Aus gegen den späteren Sieger Sam Querrey.

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Über Süd- und Mittelamerika geht es für Thiem schließlich nach Nordamerika: Im kalifornischen Indian Wells steigt das - so sagt man - fünfte Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Bei dem dortigen ATP-1000-Event fühlt sich der Österreicher von Beginn an pudelwohl.

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Nach seinem Freilos in Runde eins fertigt Thiem den Franzosen Jeremy Chardy mit 7:6 (2), 6:2 ab.

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Auch der Deutsche Mischa Zverev ist den druckvollen Schlägen des ÖTV-Stars nicht gewachsen.

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Da bleibt dann auch mal Zeit für ein kleines Trainingsmatch mit Superstar Rafael Nadal.

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Während Nadal an Federer scheitert, stürmt Thiem mit einem glatten 6:2, 6:4-Erfolg über Gael Monfils ins Viertelfinale.

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Damit schafft es Thiem zum bereits vierten Mal in seiner Karriere bei einem ATP-1000-Turnier unter die letzten Acht.

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Dort wartet mit dem Schweizer Stan Wawrinka die Nummer drei der Tennis-Welt.

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Die beiden liefern sich ein hochklassiges Duell. Am Ende hat der Schweizer ganz knapp im Tiebreak des dritten Satzes die Nase vorne.

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Weniger gut läuft es danach in Miami: Schon in seinem Auftaktspiel muss sich Thiem dort dem jungen Kroaten Borna Coric nach einer durchwachsenen Leistung geschlagen geben.

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Mit der Rückkehr auf seinen Lieblingsbelag Sand läuft es für Thiem dann wieder besser.

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Beim ATP-1000-Turnier in Monte Carlo scheitert er erst im Viertelfinale an Angstgegner David Goffin.

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In Barcelona (ATP 500) schafft er nach einem Sieg über Andy Murray - seinem ersten über eine amtierende Nummer eins - den Sprung ins Endspiel.

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Erst dort ist dann gegen den unumstrittenen Sandplatz-König Rafael Nadal Endstation.

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Auch beim 1000er in Madrid stürmt Österreichs Aushängeschild ins Endspiel.

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Gegner ist erneut Rafael Nadal. Thiem bringt den Spanier ins Wanken, verliert in einem hochklassigen Match aber in zwei Sätzen.

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Weiter geht es beim 1000er Turnier in Rom, wo Thiem wieder für Schlagzeilen sorgt.

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Im Viertelfinale besiegt er Rafael Nadal und ist damit der erste Spieler, der den Spanier nach 17 Siegen in dieser Saison auf Sand bezwingen kann.

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Im Halbfinale ist der Tank gegen Novak Djokovic leer - die Woche kann dennoch als weiterer, großer Erfolg betrachtet werden.

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Bei den French Open zeigt sich Thiem hingegen wieder in absoluter Bestform. Ohne Satzverlust stürmt er ins Viertelfinale, wo es zur Revanche gegen Djokovic kommt.

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Und auch dem "Djoker" lässt er diesmal keinen einzigen Satzgewinn. Im dritten Satz demoliert er den Superstar sogar mit 6:0.

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Erst gegen Sandplatz-König Rafael Nadal ist dann wie befürchtet im Halbfinale Endstation. Trotzdem kann Thiem mit der Sandplatz-Saison zufrieden sein.

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Auf Rasen läuft es dann leider etwas holprig. In Halle (2. Runde) und Antalya (1. Runde) setzt es gegen Robin Haase bzw. Ramkumar Ramanathan frühe Niederlagen.

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Die Befürchtungen hinsichtlich Wimbledon bestätigen sich aber zum Glück nicht: Mit Siegen über Pospisil, Smon und Donaldson zieht der Niederösterreicher sicher erstmals in seiner Karriere ins Achtelfinale ein.

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Dort ist dann Endstation gegen den starken Rasen-Spieler Tomas Berdych: Allerdings erst sehr knapp nach fünf hartumkämpften Sätzen.

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Nach einer kurzen Pause startet Thiem in Washington in die Hartplatz-Saison. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Henri Laakson geht es gegen Angstgegner Kevin Anderson.

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Und auch im sechsten Duell mit dem Südafrikaner setzt es eine Niederlage: Mit 6:7 muss sich Thiem im dritten Satz hauchdünn geschlagen geben.

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Noch früher Endstation ist für Dominic Thiem beim Rogers Cup, dem ATP-Masters-1000 von Montreal. Zum Auftakt geht es in der zweiten Runde gegen den Argentinier Diego Schwartzman.

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Thiem vergibt insgesamt vier Matchbälle und muss sich schon im ersten Match der Nummer 36 der ATP-Weltrangliste 4:6,7:6(7),5:7 geschlagen geben.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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