Machtdemonstration: Thiem vs. Djokovic chancenlos

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Bitterer Abend für Dominic Thiem.

Der 23-jährige Niederösterreicher scheitert im Halbfinale des ATP-1000-Turniers von Rom sang- und klanglos mit 1:6, 0:6 an Novak Djokovic. Der an Nummer zwei gesetzte Serbe ist von Beginn weg der dominante Spieler und nimmt Thiem gleich den ersten Aufschlag ab.

Im zweiten Durchgang erarbeitet sich Thiem zwei Breakbälle, kann diese jedoch nicht verwerten und geht nach einer Stunde als Verlierer vom Court.

Im Head-to-Head erhöht Djokovic auf 5:0.

Im Finale bekommt es die langjährige Nummer eins der Welt mit dem deutschen Youngster Alexander Zverev (GER/16) zu tun.

Djokovic fehlt auf Thiems Liste

Für Thiem war das nach dem emotionalen Hoch vom Vortag vielleicht die bitterste Niederlage seiner Profizeit. Djokovic, der am Nachmittag das am Freitag abgebrochene Viertelfinale gegen Juan Martin Del Potro noch sicher gewonnen hatte, zeigte sich von Beginn weg in unwiderstehlicher Form. Thiem hingegen fand nie wirklich in sein Spiel.

Zwar begann das mit Spannung erwartete Generationenduell mit einem 20-Schläge-Ballwechsel, den Thiem mit einem Vorhand-Crosswinner gewann. Doch schon sehr bald stand fest, dass Djokovic der einzige der aktuellen Top Five bleiben wird, den Thiem auch im fünften Anlauf noch nicht knacken konnte.

Der achtfache Turniersieger und Madrid-Finalist war meilenweit entfernt von der nächsten Überraschung. Dabei hatte man Thiem vor Beginn noch durchaus Chancen eingeräumt.

"Nadal-Taktik" geht nicht auf

Djokovic zog mit Breaks zum 2:0 und 4:0 in Windeseile davon und schrie nach dem zweiten Serviceverlust seines Gegners laut in Richtung Thiem und ballte die Faust. Djokovic schien wild entschlossen, es dem Youngster zeigen zu wollen.

Nach mehr als 20 Minuten und einem 0:5 gelang Thiem endlich das erste Game, zu diesem Zeitpunkt hätte niemand gedacht, dass es gar das einzige bleiben sollte.

Thiem versuchte es mit ähnlicher Taktik wie gegen Nadal mit viel Druck, war aber von Beginn zu fehlerhaft. Zudem hatte Djokovic immer die besseren Antworten parat. Breaks zum 1:0 und 3:0 im zweiten Satz kommentierte der am Montag 30 Jahre alt werdende Djokovic wieder mit lautem Kampfesschrei und Faust in Richtung Thiem.

Djokovic wie in besten Zeiten

Dem Schützling von Günter Bresnik gelang es in der Folge nicht mehr, dem wie in Trance agierenden "Djoker" Paroli zu bieten. Im vierten Game hatte Thiem zwar zwei Breakbälle, doch auch dies war ihm nicht vergönnt. Nach exakt 59:37 Minuten war das Match zu Ende.

Im Endspiel trifft Djokovic am Sonntag (nicht vor 16.00 Uhr/live Sky) auf den nächsten Herausforderer der jungen Generation, den erst 20-jährigen Deutschen Alexander Zverev. Djokovic ist in dieser Form freilich haushoher Favorit auf seinen fünften Rom-Titel bzw. den 31. auf Masters-1000-Niveau. Zverev steht erstmals überhaupt in einem ATP-Masters-1000-Turnier-Endspiel, ein Kunststück, das Thiem vor einer Woche in Madrid erstmals gelungen war.

Thiem muss dieses Match nun möglichst schnell abhaken, denn sein Leistungspotenzial spiegelt dieser Tag bei weitem nicht wider. Der Niederösterreicher bereitet sich nun auf die French Open vor, wo er im Vorjahr mit dem Einzug ins Halbfinale (Aus gegen Djokovic) sein bisher bestes Major-Resultat abgeliefert hat.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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