Gerald Melzer im Kitzbühel-Viertelfinale

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Vorjahres-Halbfinalist Gerald Melzer steht bei den Generali Open in Kitzbühel im Viertelfinale. Der mit einer Wild Card ausgestattete Niederösterreicher gewinnt am Mittwoch im Achtelfinale gegen den Kolumbianer Santiago Giraldo mit 6:3, 7:6 (1).

Der Qualifikant eliminierte in seinem Erstrunden-Spiel den zweifachen Kitzbühel-Sieger Robin Haase (NED).

Nächster Gegner Melzers ist der Portugiese Joao Sousa, der den an Nummer drei gesetzten Italiener Paolo Lorenzi mit 6:7 (5), 6:4, 6:1 besiegt.

"Wenig anbrennen lassen"

"Heute habe ich wenig anbrennen lassen. Das Break, das ich im zweiten Satz bekommen habe, da hat er sehr gut gespielt und viel Risiko genommen", sagte der 27-jährige Melzer, dessen verletzter Bruder Jürgen diesmal aus der Ferne zuschaut.

Nun scheint auch dem jüngeren Melzer Kitzbühel auch als Schauplatz endgültig ans Herz gewachsen zu sein. "Ja, absolut. Für mich war es immer der größte Wunsch, in Österreich gut zu spielen. Das ist mir jahrelang nicht gelungen, aber seit letztem Jahr fühle ich mich super wohl und genieße es einfach, da drinnen zu stehen."

Auch Melzer freute sich freilich für Ofner mit, ebenso wie für das österreichische Tennis. "Ich glaube, das Turnier kann sich jetzt nichts Besseres wünschen, dass zwei Österreicher morgen auf dem Center Court spielen. Das ist sehr erfreulich, und auch dass es nicht die immer gewohnten Gesichter sind", sagte der Niederösterreicher.

Klare Niederlage im letzten Duell

Gegen Joao Sousa hat Melzer bisher erst einmal beim Davis Cup im Vorjahr in Portugal gespielt. Damals hatte Sousa auf Hartplatz in der Halle mit 3:0-Sätzen gewonnen. Doch am Donnerstag ist der Weltranglisten-150. "Gastgeber" und spielt auf seinem Lieblingsbelag Sand.

"Ich habe damals ziemlich eine auf den Deckel bekommen, aber ich glaube, dass es da ein bisserl anders wird. Ich werde schauen, dass ich ihm mein Spiel aufzwingen werde", hoffte Melzer.

Melzer schiebt sich mit dem Erfolg wieder in die Top 130 zurück. An die Rückkehr in die Top 100 bzw. die fixe Qualifikation für die US Open will er aber nicht denken. "Nein, ich habe mich oft genug zerstört an diesem Ziel, dass ich im Grand-Slam-Hauptbewerb sein möchte. Ich schaue einfach, dass ich viele Siege kriege und körperlich fit werde."

"Ofi strotzt vor Selbstvertrauen"

Gewinnen Melzer und Ofner am Donnerstag, dann steht sogar ein Österreicher fix im Endspiel, denn es käme zum direkten Duell der beiden Lokalmatadore. Was sagt Melzer zu Ofners rasantem Aufstieg?

"Ich hätte gern das Selbstvertrauen, das Ofi hat. Das braucht man als Spieler. Er hat ein sehr gefährliches Spiel, spielt im Moment sehr gut und strotzt vor Selbstvertrauen. Dem kann man nur Respekt zollen."

Nur noch ein Gesetzter dabei

Aus internationaler Sicht haben sich am Mittwoch die Nummern eins, drei (Titelverteidiger Paolo Lorenzi), vier (Gilles Simon), sechs (Jan-Lennard Struff) und sieben (Jiri Vesely) verabschiedet. Von den acht Gesetzten ist nur noch die Nummer zwei des Turniers, Fabio Fognini (ITA), im Bewerb.

Im Doppel stehen Max Mirnyi/Philipp Oswald (BLR/AUT) nach einem 4:6, 7:6 (3), 10:6 gegen Marcin Matkowski/Nenad Zimonjic (POL/SRB-1) bereits im Halbfinale. Julian Knowle/Matwe Middelkoop (AUT/NED) gewinnen in der ersten Runde gegen Tommy Haas/Sebastian Ofner (GER/AUT) 6:1, 6:4.

Aufgrund der Wetterprognosen wird am Donnerstag übrigens schon um 11.00 Uhr mit dem Spielbetrieb begonnen. Philipp Kohlschreiber beginnt gegen Dusan Lajovic, danach nicht vor 12.30 trifft Fognini auf Thomaz Bellucci.

Im dritten Spiel auf dem Center Court misst sich Ofner mit Renzo Olivo und danach spielt Melzer gegen Sousa.

Textquelle: © LAOLA1.at

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