Gerald Melzer fordert Andy Murray alles ab

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Zur Sensation reicht es am Ende zwar nicht, trotzdem kann Gerald Melzer nach seinem Achtelfinal-Duell gegen Andy Murray in Doha hoch erhobenen Hauptes den Platz verlassen.

Der 26-jährige Niederösterreicher fordert der Nummer eins der Welt alles ab und muss sich nach 2:23 Stunden nur knapp mit 6:7 (6), 5:7 geschlagen geben.

Im zweiten Satz holt sich Murray das Break zum 4:3, Melzer kontert mit dem Rebreak zum 5:5. Danach legt der dreifache Grand-Slam-Sieger aber noch einmal einen drauf.

Davor wehrte Melzer im ersten Satz unglaubliche acht Satzbälle ab, ehe Murray mit viel Mühe den Sack zumachen konnte.

"Es war eine Ehre, gegen ihn spielen zu dürfen", sagte Melzer Minuten nach Matchende im Gespräch mit der APA.

"Dass der Center Court ein bisschen langsamer ist, war sicher nicht schlecht für mich. Ich bin echt zufrieden, war den ganzen Tag über schon nervös, habe aber schnell den Rhythmus gefunden. Den ersten Satz hätte ich genauso gewinnen können."

Murray seit 26 Matches ungeschlagen

Der erst vor Kurzem von der Queen zum Ritter geschlagene Brite ist auf der ATP-Tour nach dem Erfolg über Melzer seit bereits 26 Matches in Folge ungeschlagen - die bislang längste Sieges-Serie seiner Karriere!

Murray hatte lobende Worte für Melzer über: "Er hat großartiges Tennis gespielt und einen Großteil des Matches dominiert. Ich habe ihm gesagt, dass er im Ranking nach oben klettern wird, wenn er weiter so spielt."

Melzer freute sich über die Anerkennung. "Er hat gesagt, dass ich gut gespielt habe. So etwas ist schon sehr bedeutend für mich", erklärte der Österreicher.

Murray, der in Doha 2008 und 2009 den Titel holte, bekommt es nun im Viertelfinale mit dem Spanier Nicolas Almagro zu tun.

Leichter Ranking-Rückfall für Melzer

Melzer wird trotz seiner tollen Vorstellung in der Wüsten-Metropole im Ranking etwas an Boden verlieren.

Da er im Vorjahr das Challenger-Turnier in Bucaramanga gewann, fallen dem Niederösterreicher in der kommenden Woche 90 Punkte aus der Wertung. 20 dieser Punkte hat er dank seines Erstrunden-Sieges über Paul-Henri Mathieu verteidigt, womit er am Montag knapp aus den Top 80 fallen würde.

Angesichts der in dieser Woche gezeigten Leistungen wird es für den Deutsch-Wagramer in den nächsten Wochen aber wohl schon wieder bald aufwärts gehen im ATP-Ranking.

Textquelle: © LAOLA1.at

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