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Federer und Nadal gegen Djokovic-Plan

Die beiden Tennis-Legenden halten nichts von Djokovic' jüngster Initiative

Federer und Nadal gegen Djokovic-Plan Foto: © GEPA

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Novak Djokovic bestimmt derzeit das Tennis-Geschehen - auf und abseits des Platzes.

Mit dem Sieg beim von Cincinnati nach New York verlegten Masters 1000 hat er nun jedes Masters-Turnier zumindest zwei Mal gewonnen. Insgesamt ist es sein 35. Turniersieg auf höchster ATP-Ebene - womit er mit Rafael Nadal gleichgezogen hat.

Abseits des Platzes sorgt er mit der Neugründung einer Spielervereinigung für Aufsehen. Der von ihm unmittelbar vor den US Open bekanntgegebene Plan eines eigenen Spielerverbands "Professional Tennis Players Association" (PTPA) samt Zurücklegung seines Präsidentenamtes im Spielerrat der ATP hat gemischte Reaktionen hervorgerufen.

"Zeit für Einheit, nicht Trennung"

Dass diese Aktion auch dann passiert, wenn die beiden anderen großen Dominatoren im Tennis, Roger Federer und Rafael Nadal, nicht anwesend sind, könnte als Schachzug interpretiert werden. Die beiden meldeten sich mittlerweile zu Wort und stehen zur ATP.

"Die Welt durchlebt eine schwierige und komplizierte Zeit. Ich glaube persönlich, dass wir in diesen Zeiten ruhig und gemeinsam in dieselbe Richtung arbeiten sollten", verlautete Nadal auf Twitter und fügte hinzu, "Es ist Zeit für Einheit, nicht Trennung."

Federer: "Wichtig, vereint zu bleiben"

Der 20-fache Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer stimmte Nadal zu.

"Es sind herausfordernde Zeiten, aber ich glaube, es ist entscheidend für uns, als Spieler und als Sport, vereint zu bleiben, um den besten Weg nach vorne zu ebnen."

Djokovic hätte Nadal und Federer gerne dabei

Djokovic meinte dazu, dass er Federer und Nadal sehr gerne dabeihaben würde: "Aber ich verstehe, dass es unterschiedliche Meinungen gibt."

Zum Zeitpunkt meint er: "Es ist wie wenn man ein Baby hat. Die Zeit dafür ist nie richtig oder immer richtig." Momentan gelte es aber herauszufinden, wie viele Spieler sich dieser Initiative anschließen wollen.

Andy Murray will das Papier nicht unterschreiben und der ATP mehr Zeit geben. "Das aktuelle Management sollte auch etwas Zeit bekommen, um seine Vision zu implementieren", sagte der Schotte. ATP-Boss Andrea Gaudenzi ist erst seit Jänner im Amt, der ehemalige Weltklassespieler aus Italien ist für vier Jahre gewählt.

 

 

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