Jürgen Melzer scheitert im Achtelfinale

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Das Tennis-Märchen von Jürgen Melzer in der Wr. Stadthalle endet im Achtelfinale.

Nach seinem Sensations-Sieg zum Auftakt über den Weltranglisten-14. Roberto Bautista Agut, muss er sich dessen spanischen Landsmann Albert Ramos-Vinolas mit 6:3, 4:6, 0:6 geschlagen geben.

Bitter: Melzer liegt im zweiten Satz zwei mal mit Break 2:1 bzw. 4:3 voran, muss aber jeweils das Rebreak hinnehmen. Danach wird der Spanier immer stärker, schafft den Satz-Ausgleich und geht im dritten Satz schnell mit 2:0 in Führung.

Melzer hat bei 0:2 noch drei Chancen auf das Rebreak, danach ist die Gegenwehr des 35-jährigen Deutsch-Wagramers aber erschöpft.

"Scheiße, wenn man so verliert"

"Es ist natürlich scheiße, wenn man die Partie so verliert", ärgert sich Melzer nach der Partie.

"Ich habe das Match im zweiten Satz völlig unnötig aus der Hand gegeben. Ich habe zu viele unerzwungene Fehler gemacht und es schlussendlich einfach nicht mehr unter Kontrolle gebracht. Am Anfang habe ich mich super wohl gefühlt."

Wobei der ehemalige Weltranglisten-Achte auch seinem Kontrahenten eine starke Steigerung im Spielverlauf zugesteht: "Er hat ab dem zweiten Satz weniger Fehler gemacht und immer öfter mit der Vorhand diktiert. Im ersten Satz waren aber auch meine Schläge länger."

Niederlage muss erst verdaut werden

Melzer werde nun "einige Tage brauchen", um diese Niederlage zu verkraften. "Denn die tut jetzt schon sehr weh", so Melzer, der sich mit den in Wien gewonnenen 45 Punkten von Position 417 unter die ersten 330 schieben wird. Bei einem Sieg hätte er weitere 100 Plätze gut gemacht.

"Ich habe in Wien auf jeden Fall gesehen, dass ich weiterhin dabei bin und mit diesen Spielern mitspielen kann."

Heuer will Melzer noch die Challenger-Turniere in Eckenthal und Bratislava bestreiten und danach eine volle Vorbereitung auf die kommende Saison absolvieren. "Wenn ich diesen Level halten kann, bin ich davon überzeugt, dass es wieder nach oben gehen wird", blickt er 2017 zuversichtlich entgegen.

Christian Frühwald

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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