Nadal stoppt den Erfolgslauf von Thiem

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Der Erfolgslauf von Dominic Thiem bei dem mit 2,373 Millionen Euro dotierten ATP-500-Sandplatz-Turnier in Barcelona wird am Sonntag von Sandplatz-König Rafael Nadal gestoppt.

Der spanische Superstar sichert sich mit einem 6:4, 6:1-Erfolg über den 23-jährigen Niederösterreicher seinen insgesamt bereits zehnten Titel in der katalonischen Hauptstadt.

Thiem kann sich mit 300 Weltranglisten-Punkten - er bleibt damit im ATP-Ranking auf Platz neun - und einem Preisgeld von 227.585 Euro trösten.



Der 23-jährige Niederösterreicher unterlag dem Weltranglisten-Fünften im vierten Duell zum dritten Mal. Für Thiem war es in seinem zwölften ATP-Tour-Endspiel die vierte Niederlage.

Nadal hat damit nach Monte Carlo auch in Barcelona seinen bereits zehnten (!) Titel geholt und ist weiter auf Kurs "Triple-10": Sein großes Ziel ist es freilich, auch bei den French Open ab Ende Mai seinen zehnten Triumph zu feiern.

Thiem: "Es gibt schlimmere Sachen"

"Gratuliere, Rafa. Zehn Titel, hier und in Monte Carlo - unglaublich. Ich habe diese Woche hier wirklich genossen. Es gibt schlimmere Sachen als gegen den besten Spieler auf Sand aller Zeiten zu verlieren", sagte Thiem auf der "Pista Nadal", dem nach dem Mallorquiner benannten Center Court, der neuerlich mit 8.400 Zuschauern ausverkauft war.

Auch Nadal lobte seinen Finalgegner: "Dominic, gut gemacht, tolle Woche, es tut mir leid für heute. Aber du spielst großartig und ich bin sicher, dass du diese Trophäe sehr bald zuhause haben wirst."

Die besten Bilder von Dominic Thiem in der Tennis-Saison 2017:

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Dominic Thiem beginnt die Saison 2017 im australischen Brisbane.

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Nach seinem Auftaktsieg über Sam Groth, scheitert der Lichtenwörther in drei Sätzen am Bulgaren Grigor Dimitrov.

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In Sydney läuft es ähnlich: Nach Freilos und Auftaktsieg über Gastao Elias ist gegen den überraschend stark spielenden Briten Daniel Evans im Viertelfinale Endstation.

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Dann stand auch schon das erste Saison-Highlight auf dem Programm: In Melbourne startete Thiem mit einem Vier-Satz-Erfolg über Struff ins erste Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Auch gegen den jungen Australier Jordan Thompson benötigte der Niederösterreicher vier Sätze.

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Und auch gegen den Franzosen Benoit Paire musste Thiem einen Satzverlust einstecken.

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Trotz teilweise schwankender Leistungen schafft es Thiem dadurch relativ souverän ins Achtelfinale.

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Dort kommt es zum Treffen mit seinem guten Freund David Goffin. Erneut wurde der Belgier seinem Ruf als "Thiem-Angstgegner" gerecht.

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In vier Sätzen hat der Belgier das bessere Ende für sich.

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Der Start in die Hallen-Saison läuft nicht nach Wunsch: Auftaktniederlage in Sofia gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili.

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In Rotterdam lief es dank Siegen über Alexander Zverev und Gilles Simon schon besser. Im Viertelfinale verlor Thiem gegen Pierre-Hugues Herbert.

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So richtig rund läuft es dann allerdings bei seiner Rückkehr auf seinen Lieblingsbelag Sand beim ATP-500-Turnier in  Rio de Janeiro.

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Dank Siegen über Janko Tipsarevic, Dusan Lajovic, Diego Schwartzman und Albert Ramos-Vinolas stürmte Thiem souverän ins Endspiel.

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Dort überließ er auch seinem Finalgegner Pablo Carreno-Busta keinen Satzgewinn. 

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In beeindruckender Manier sichert sich Thiem nach Acapulco 2016 den zweiten 500er Titel seiner Karriere.

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Ein prominenter Gratulant überreicht den Siegerpokal: Der dreifache French-Open-Sieger Gustavo Kuerten!

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Da schmerzt es auch nicht, dass es danach in Acapulco nicht mit der Titelverteidigung klappt: Viertelfinal-Aus gegen den späteren Sieger Sam Querrey.

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Über Süd- und Mittelamerika geht es für Thiem schließlich nach Nordamerika: Im kalifornischen Indian Wells steigt das - so sagt man - fünfte Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Bei dem dortigen ATP-1000-Event fühlt sich der Österreicher von Beginn an pudelwohl.

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Nach seinem Freilos in Runde eins fertigt Thiem den Franzosen Jeremy Chardy mit 7:6 (2), 6:2 ab.

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Auch der Deutsche Mischa Zverev ist den druckvollen Schlägen des ÖTV-Stars nicht gewachsen.

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Da bleibt dann auch mal Zeit für ein kleines Trainingsmatch mit Superstar Rafael Nadal.

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Während Nadal an Federer scheitert, stürmt Thiem mit einem glatten 6:2, 6:4-Erfolg über Gael Monfils ins Viertelfinale.

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Damit schafft es Thiem zum bereits vierten Mal in seiner Karriere bei einem ATP-1000-Turnier unter die letzten Acht.

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Dort wartet mit dem Schweizer Stan Wawrinka die Nummer drei der Tennis-Welt.

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Die beiden liefern sich ein hochklassiges Duell. Am Ende hat der Schweizer ganz knapp im Tiebreak des dritten Satzes die Nase vorne.

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Weniger gut läuft es danach in Miami: Schon in seinem Auftaktspiel muss sich Thiem dort dem jungen Kroaten Borna Coric nach einer durchwachsenen Leistung geschlagen geben.

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Mit der Rückkehr auf seinen Lieblingsbelag Sand läuft es für Thiem dann wieder besser.

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Beim ATP-1000-Turnier in Monte Carlo scheitert er erst im Viertelfinale an Angstgegner David Goffin.

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In Barcelona (ATP 500) schafft er nach einem Sieg über Andy Murray - seinem ersten über eine amtierende Nummer eins - den Sprung ins Endspiel.

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Erst dort ist dann gegen den unumstrittenen Sandplatz-König Rafael Nadal Endstation.

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Auch beim 1000er in Madrid stürmt Österreichs Aushängeschild ins Endspiel.

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Gegner ist erneut Rafael Nadal. Thiem bringt den Spanier ins Wanken, verliert in einem hochklassigen Match aber in zwei Sätzen.

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Weiter geht es beim 1000er Turnier in Rom, wo Thiem wieder für Schlagzeilen sorgt.

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Im Viertelfinale besiegt er Rafael Nadal und ist damit der erste Spieler, der den Spanier nach 17 Siegen in dieser Saison auf Sand bezwingen kann.

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Im Halbfinale ist der Tank gegen Novak Djokovic leer - die Woche kann dennoch als weiterer, großer Erfolg betrachtet werden.

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Bei den French Open zeigt sich Thiem hingegen wieder in absoluter Bestform. Ohne Satzverlust stürmt er ins Viertelfinale, wo es zur Revanche gegen Djokovic kommt.

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Und auch dem "Djoker" lässt er diesmal keinen einzigen Satzgewinn. Im dritten Satz demoliert er den Superstar sogar mit 6:0.

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Erst gegen Sandplatz-König Rafael Nadal ist dann wie befürchtet im Halbfinale Endstation. Trotzdem kann Thiem mit der Sandplatz-Saison zufrieden sein.

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Auf Rasen läuft es dann leider etwas holprig. In Halle (2. Runde) und Antalya (1. Runde) setzt es gegen Robin Haase bzw. Ramkumar Ramanathan frühe Niederlagen.

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Die Befürchtungen hinsichtlich Wimbledon bestätigen sich aber zum Glück nicht: Mit Siegen über Pospisil, Smon und Donaldson zieht der Niederösterreicher sicher erstmals in seiner Karriere ins Achtelfinale ein.

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Dort ist dann Endstation gegen den starken Rasen-Spieler Tomas Berdych: Allerdings erst sehr knapp nach fünf hartumkämpften Sätzen.

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Nach einer kurzen Pause startet Thiem in Washington in die Hartplatz-Saison. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Henri Laakson geht es gegen Angstgegner Kevin Anderson.

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Und auch im sechsten Duell mit dem Südafrikaner setzt es eine Niederlage: Mit 6:7 muss sich Thiem im dritten Satz hauchdünn geschlagen geben.

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Noch früher Endstation ist für Dominic Thiem beim Rogers Cup, dem ATP-Masters-1000 von Montreal. Zum Auftakt geht es in der zweiten Runde gegen den Argentinier Diego Schwartzman.

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Thiem vergibt insgesamt vier Matchbälle und muss sich schon im ersten Match der Nummer 36 der ATP-Weltrangliste 4:6,7:6(7),5:7 geschlagen geben.

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Im insgesamt 27. Match gegen einen Top-Ten-Spieler (Bilanz nun 7 Siege, 20 Niederlagen) lag Thiem trotz einer Breakchance im Eröffnungsgame kein einziges Mal in Führung.

Mit einem 30:40 bei Nadals Service und in der Folge einer vielversprechenden Rallye von 27 Schlägen en suite begann das Finale der Barcelona Open. Doch bis zum ersten Serviceverlust eines Spielers sollte es noch eine Weile dauern. Thiem wehrte zwar bei 2:3 zwei Breakbälle des neunfachen French-Open-Siegers meisterhaft ab und stellte auf 3:3.

Spielende nach 90 Minuten

Doch nach einem glatten Aufschlag-Spiel für Nadal zum 5:4 genügte ein kleines Schwächeln des Niederösterreichers und Thiem musste Satz eins gleich bei der ersten Chance Nadals nach 51 Minuten 4:6 abgeben.

Nicht weniger als 19 unerzwungene Fehler im ersten Satz, die teilweise wohl auch mit dem besonders intensiven Drall bei Nadals Schlägen begründbar sind, waren zu viel.

Daran änderte sich auch im zweiten Satz nichts. Thiem wehrte zwar im zweiten Game neuerlich sogar drei Breakbälle ab, beim Stand von 2:1 allerdings nützte der in großartiger Form agierende Nadal aber die nächste Chance zur vorentscheidenden 3:1-Führung.

Thiem blieb, vor allem auf seiner Vorhand, viel zu fehlerhaft und war in der Folge gebrochen. Zu Null gab er sein Service zum 1:5 ab, nach knapp 90 Minuten war das Match vorbei.

Zuviele Fehler von Thiem

17 Winner Thiems gegenüber gleich 36 unerzwungenen Fehlern sprechen eine deutliche Sprache (Nadal: 14:16). Der Schützling von Günter Bresnik konnte an diesem Tag nicht an die Form anschließen, die ihm zum Sieg über den Weltranglisten-Ersten Andy Murray am Vortag verholfen hatte.

Für Thiem war es freilich dennoch ein äußerst erfolgreiche Woche: Er hat 300 Zähler für die ATP-Tour geholt und sein Brutto-Preisgeld 2017 auf 1,057 Millionen Dollar (967.063,13 Euro) geschraubt.

Insgesamt hält Thiem bei bereits 6,238 Mio. Dollar. Im ATP-Ranking bleibt Thiem auf Platz neun, im ATP-Race verbessert sich der Lichtenwörther aber um drei Plätze und ist nun hinter Roger Federer, Nadal und Stan Wawrinka viertbester Spieler 2017.

Fortsetzen wird Thiem seine europäische Sandplatz-Saison nach einem Zwischenstopp in Österreich samt Sponsorpräsentation am Dienstag mit den Masters-1000-Turnieren in Madrid und Rom, ehe es zu seinem Saisonhöhepunkt zu den French Open nach Paris geht.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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