ATP: Hyeon Chung gewinnt die ersten NextGen-Finals

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Hyeon Chung ist Sieger der ersten Auflage der ATP-NextGen-Finals in Mailand.

Der Südkoreaner schlägt seinen Finalgegner Andrey Rublev mit 3:4(5), 4:3(2), 4:2 und 4:2. Die beiden Finalisten trafen bereits in der Gruppe aufeinander, auch da hatte Chung die Nase vorn. Im gesamten Turnier verlor die Nummer 54 der ATP-Weltrangliste kein Match.

Der 21-Jährige erntet für den Turniersieg zwar keine Weltranglistenpunkte aber neben den 390.000 Dollar-Preisgeld eine Menge Respekt aus der Heimat. Es ist der erste ATP-Titel für einen Südkoreaner seit Hyung-Taik Lee 2003 in Sydney als Qualifikant im Finale sensationell Juan Carlos Ferrero besiegte.

Chung mental stärker

Chung hatte zu Beginn mit dem starken Aufschlag der ehemaligen Nummer eins des Junioren-Rankings zu kämpfen. Doch ruhig und beharrlich spielte sich Chung in die Partie und entschied die wichtigen Ballwechsel für sich.

"Ich spielte heute eigentlich besser als er und hatte das Match diktiert", ärgert sich Rublev. "Dann ließ ich meinen Emotionen freien Lauf und plötzlich hat sich das komplette Spiel gedreht. Er war immer da, voll konzentriert und zeigte keine Regung. Er hat bis zum Ende gekämpft. Ich habe leider vom Kopf her verloren."

"Nachdem ich zu Beginn so deutlich in Rückstand geraten bin, wurde ich schon nervös. Ich habe es allerdings mit meinem Pokerface überspielt. Jetzt bleibt vielleicht noch ein bisschen Zeit mit meiner Familie und Freunden zu feiern. Darauf freue ich mich", erzählt der stolze Südkoreaner.

Testphase für neue Regeln

Beim NextGen-Turnier experimentierte die ATP mit einigen neuen Regeln.

Der deutsche Weltranglisten-3. Alexander Zverev, der für die ATP-Finals in London auf das NextGen-Turnier verzichtete, kritisierte die Regeländerung bereits. "Es ist gut, dass sie es ausprobieren, aber die Änderungen werden aus meiner Sicht nie auf die ATP-Tour kommen", ist sich der 20-Jährige sicher.

Neben, auf vier Spiele, verkürzten Sätzen, wurde bei Einstand ein entscheidender Punkt gespielt. Zudem gab es bei einem Aufschlag mit Netzberührung keine Wiederholung. Die Coaches durften am Ende jedes Satzes mit ihren Spielern Kontakt aufnehmen und die Linienrichter wurden komplett durch ein neues Hawk-Eye-System ersetzt.

Eine Regelung die viele auch für die Profi-Tour für realistisch halten ist eine "Shot-Clock", die die Zeit zwischen den Ballwechseln auf 25 Sekunden beschränkt. "Das kann etwas Gutes sein", findet sogar der kritische Zverev.

Textquelle: © LAOLA1.at

London-Starter im LAOLA1-Check: Gruppe "Pete Sampras"

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare