49erFX Weltcup: Platz zwei für Frank und Abicht

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Tanja Frank jubelt über ihren größten Erfolg seit der Bronzemedaille von Rio 2016 im Nacra17-Boot.

Die ehemalige Vorschoterin ist nach der sportlichen Trennung von Thomas Zajac inzwischen als Skipperin in das 49erFX-Boot gewechselt. Gemeinsam mit Lorena Abicht segelt die 24-jährige Wienerin beim Weltcup in Gamagori (JPN) nach einem Sieg im Medal Race auf Rang zwei.

Im 470er der Herren verpassen David Bargehr und Lukas Mähr mit Rang 11 das Medal Race. Kampelmühler/Czajka landen auf dem 20. Endrang.

Um einen Punkt am Weltcup-Sieg vorbei

Zurück zum Erfolgs-Boot Frank/Abicht (Bild): Im Medal Race - bei dem im neuen Modus mit drei verkürzten Wettfahrten mit einfacher Punkte-Wertung gesegelt wird - kommt das Duo auf die Plätze eins, sechs und drei.

Damit stürmten Frank und Abicht noch auf den zweiten Gesamtrang nach vor. Lediglich ein Punkt fehlt am Ende auf die Siegerinnen Victoria Travascio/Maria Branz aus Argentinien.

"Wir haben überhaupt nicht auf die Punkte geschaut, haben uns vorgenommen, die Races zu genießen, zu attackieren und den für uns neuen Modus kennenzulernen, erklärt Tanja Frank das Erfolgsgeheimnis.

Mit dem Sieg im ersten von drei Wettfahrten im Medal Race, geht die Taktik der Olympia-Medaillengewinnerin mit dem Steuerbord-Start voll auf: "Wir sind dann gleich rechts hinaus gesegelt und wussten, dass wir bei der ersten Wende dadurch einen kleinen Vorsprung auf die anderen Teams haben."

Nur mir Rang vier gerechnet...

Mit der gleichen Taktik startet das Duo auch in die zweite Wettfahrt, beendet diese allerdings auf dem sechsten Platz. Ohne Verschnaufpause geht es in das 3. Rennen. Mit dem Ziel, noch einmal sauber zu segeln, schließen Frank/Abicht die Wettfahrt prompt auf Platz drei ab.

"Wir haben danach am Boot noch gescherzt, dass wir jetzt im Gesamtklassement sicher auf Platz vier liegen. Wir haben erst realisiert, dass wir am Podest sind, als wir an Land zum Interview gebeten wurden", zeigt sich Frank überrascht.

Österreichs zweites 49erFX-Team mit Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer, gelingt keine Verbesserung mehr, sie beendeten den World Cup auf Rang neun.

Vorzeitig zu Ende ist die Japan-Reise für David Bargehr und Lukas Mähr.

Bagehr/Mähr scheitern nach Fehler knapp

Im 470er kann aufgrund des anhaltenden Starkregens nur eine, statt drei geplanter, Wettfahrten gesegelt werden. Den WM-Bronzeedaillen-Gewinnern gelingt dabei nach einem folgenschweren taktischen Fehler nach der ersten Tonne mit Rang zwölf lediglich eine Verbesserung auf den elften Zwischenrang. Damit verpassen Bargehr/Mähr das Medal Race knapp.

Positive Bilanz von Bundestrainer Georg Fundak

"Das war eine ungewöhnliche Woche. So viel Regen habe ich noch nie erlebt. Umso mehr freut es mich, dass Tanja Frank und Lorena Abicht diese irrsinnig schwierigen Verhältnisse so gut gemeistert haben", zeigt sich OeSV-Bundestrainer Georg Fundak sehr zufrieden.

Fundak weiter: "Ein Platz unter den Top drei bei einem World Cup ist immer ein guter Wert, sie können sehr stolz sein. Auch Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer waren gut dabei, hatten gute Starts und auch das ein oder andere gute Ergebnis. Das sollte den Teams Selbstvertrauen geben. Ich hoffe, dass sie das nächste Woche zur Enoshima Olympic Week mitnehmen."

Über das Vorarlberger Duo Bargehr/Mähr meint der Chefcoach: "Es tut mir sehr leid für sie wie der World Cup zu Ende gegangen ist. Sie hatten es selbst in der Hand, haben leider einen taktischen Fehler gemacht. Das war ein Ausrutscher. Mit ihrem Wettfahrtsieg haben sie aber gezeigt, dass sie dabei sind. Es hat ein wenig die Konstanz gefehlt."

Über Kampelmühler/Czajka urteilt Fundak: "Sie sind von der Geschwindigkeit her bereits gut dabei, können bei mittlerem Wind sehr gut mithalten. Ihre Einstellung und ihre Arbeit sind vorbildhaft."



Textquelle: © LAOLA1.at

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