Tour de France: Konrad auf 14. Etappe Zweiter

Tour de France: Konrad auf 14. Etappe Zweiter Foto: © GEPA
 

Patrick Konrad geht bei der Pyrenäen-Generalprobe erneut auf ein Spitzenergebnis los und krönt die 14. Etappe der Tour de France mit Platz zwei.

Der 29-jährige Staatsmeister liefert beim Solo-Sieg des Niederländers Bauke Mollema ein auffälliges Rennen in der Verfolgergruppe und beweist im Finish in Quillan auch Sprinter-Qualitäten. Nach Gregor Mühlberger 2019 zeigt bei der Frankreich-Rundfahrt wieder ein Österreicher mit einer Top-drei-Platzierung auf.

Das Feld mit den Favoriten und Gelb-Träger Tadej Pogacar erreicht das Ziel nach 184 km mit einem Rückstand von mehr als sechs Minuten. Dies nützt der Franzose Guillaume Martin, der ebenfalls der Fluchtgruppe um Konrad angehört und als Elfter das Ziel erreicht, zum Vorstoß von Platz neun auf zwei der Gesamtwertung.

Pogacar liegt nun 4:04 Minuten voran und könnte am Sonntag wieder hartnäckigeren Angriffen ausgesetzt sein, wenn es auf dem Weg nach Andorra über den mit 2.408 Metern hohen Port d'Envalira als höchsten Punkt der Tour geht.

Vor extrem herausfordernden Tagen hatten es eine ganze Reihe von weniger bergfesten Fahrern noch einmal auf einen Etappensieg angelegt. Das Rennen war nervös und allein in der ersten Stunde mit einem Schnitt von etwa 50 km/h enorm schnell. Erst nach gut 100 Kilometern hatte sich schließlich eine Gruppe formiert, zu der neben dem späteren Sieger Mollema auch Bora-Profi Konrad zählte.

Er war nach zwei dritten Plätzen beim renommierten Criterium du Dauphine und als frisch gebackener Staatsmeister nach Frankreich gereist. "Ich bin gut drauf, die Form passt", hatte Konrad bekundet.

Er überstand dann auch einen Sturz in der Anfangsphase der Rundfahrt gut und schaffte auf dem siebenten Teilstück mit Platz sieben sein bis dahin bestes Tagesergebnis bei der Tour. Am Samstag verbesserte er es deutlich.

Mollema setzt die entscheidende Attacke zu seinem zweiten Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt bereits 40 Kilometer vor Schluss. Der Lombardei-Rundfahrt-Sieger von 2019 fährt eine Minute Vorsprung heraus und rettet diesen bis ins Ziel.

Dahinter war der Konrad eine der treibenden Kräfte für Tempoverschärfungen. So forciert er selbst im Anstieg auf den Col de Saint-Louis - den letzten Gipfel des Tages - das Tempo, kann die verbliebenen drei Kontrahenten aber nicht abschütteln. Im Sprint der vierköpfigen Verfolgergruppe beweist der Niederösterreicher dann aber den richtigen taktischen Riecher und die schnellsten Beine. Er verweist den Kolumbianer Sergio Higuita auf Platz drei.

In der Gesamtwertung verbessert sich Konrad auf Platz 23 (+51:17 Min.). Dieses Klassement war für den Wahl-Eisenstädter aber von Beginn an nicht von Interesse, er ist vorwiegend als Helfer des siebtplatzierten Niederländers Wilco Kelderman beschäftigt - aber auch mit Freiheiten ausgestattet, wie der Samstag zeigt. Am Sonntag wird das große Klettern eröffnet. Erneut gibt es aber keine Bergankunft. Das Tagesziel ist nach einer Abfahrt in Andorra la Vella.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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